München Wiederentdeckt

Auf Initiative der Münchner Abendzeitung waren wir am heutigen Sonntag zur Matinee im Münchner ARRI-Kino. Es wurde die neue DVD aus der Reihe „Historische Fimschätze“ vorgestellt, die in das vergangene München von 1912 bis 1970 führt.

http://www.historische-filmschaetze.de/muenchen.php

 

Schluss mit Nena

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Am gestrigen Abend (29.8.) waren sie noch mal alle gekommen, die Stammgäste vom Feldmann, um mit ihr Abschied zu feiern.

Vor 16 Jahren hatte die hübsche Nena mit bosnischen Wurzeln die Weinkneipe in der Münchner Elvirastraße übernommen und das bodenständige Lokal zu einer angesagten Künstlerkneipe umgestaltet.

Als ich vor 45 Jahre endgültig nach München zog, wurde das Lokal noch vom Namensgeber selbst, dem Bruno Feldmann, betrieben und es wurde mein Stammlokal. Ende der 90er folgte eine Zeit des Umbruchs mit wechselnden Pächtern und dann kam Nena. Sie wird uns fehlen mit ihrer Tasse Kaffee in der Hand und immer zu einem guten Gespräch zu haben.

Am 1. September wird sie noch eine kleine Feier ausrichten, für Bizzi, dem vorläufig letzten Stammgast, der uns für immer verlassen hat. So hat sie es immer getan, wenn einer von uns gegangen ist.

Dann wird der Feldmann umgebaut und wahrscheinlich am 1. November im neuen Gewand mit dem neuen Wirt Alex wieder eröffnet. Nena wird nicht mehr hinter dem Tresen stehen, sie wird uns fehlen!

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Menschenkette

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Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt!“ wurden am gestrigen Sonntag in mehreren Städten Deutschlands Aktionen durchgeführt. Trotz starkem Dauerregen waren 6000 Menschen zur zentralen Kundgebung in München zum Stachus gekommen und bildeten anschließend eine Menschenkette, welche symbolträchtige Gebäude (Kirchen, die Synagoge und das Forum für Islam) miteinander verband.

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Ob dieser Typ ein Sympathieträger für mehr Vielfalt in unserer Gesellschaft sein soll, ist mehr als fraglich.

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Nicht nur München, sondern auch der Stachus ist an diesem Tag bunt.

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Die Menschenkette wird gebildet:

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Menschen verbinden!

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Mag das Wetter an diesem Tag noch so trist gewesen sein, das WIR war stärker.

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Meditatives Wandern im Dachauer Hinterland

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Wanderer © Wolfgang Stoephasius

Das Frühjahr hat sich wieder zurück gemeldet, Zeit die Landschaft zu genießen. Wir nehmen die S-Bahn und fahren in die Ortschaft Erdweg. Dort beginnt der Weg zu Kraftorten unter dem Motto „InSichGehen“.

Die Markierung © Wolfgang Stoephasius

Die Markierung © Wolfgang Stoephasius

 

Die Basilika am Petersberg – 900 Jahre ein Ort der Besinnung.

Basilika am Petersberg © Wolfgang Stoephasius

Basilika am Petersberg © Wolfgang Stoephasius

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Ein Guckrohr würde den Blick auf die Basilika freigeben, wäre da nicht das Rapsfeld.

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

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Zum Niederknien – Demut und Ehrfurcht vor der Großartigkeit des Universums beim  Betrachten des Sonnenmodells im Maßstab Eins zu einer Milliarde.

Sonnenmodell

Sonnenmodell

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Das Hier und Jetzt im Ein-Klang mit den Instrumenten des Waldes.

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Wo stehe ich im Leben, wo gehe ich hin?

Windrose

Windrose

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Ausblick und Rückblick unter der Krone der Hl. Brigitta.

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Balance © Wolfgang Stoephasius

Balance © Wolfgang Stoephasius

 

Unterhalb des Kalvarienberges ist es Zeit zum Rasten – Loslassen uns Kraftschöpfen.

Der Fluss des Lebens

Der Fluss des Lebens

Am Ziel!

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Der Klostergarten in Altomünster © Wolfgang Stoephasius

Unter dem Kloster von Altomünster mit seiner wunderschönen Barockkirche mahnt  der Finstergang zu innerer Einkehr und Meditation.

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Finstergang © Wolfgang Stoephasius

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Klosterkirche © Wolfgang Stoephasius

Bleibt neugierig!

 

Kamele und ein Ehrenmord in Oberbayern

Fenster in Großhelfendorf © Wolfgang Stoephasius

Fenster in Großhelfendorf © Wolfgang Stoephasius

Eine kleine Wanderung von Kreuzstraße nach Aying

Am letzten Sonntag sind wir mit der S-Bahn nach Kreuzstraße gefahren und sind an diesem wunderschönen Tag unter blauem Himmel und einer leichten Brise in Richtung Aying gewandert. Als wir zur Mangfall hinabstiegen kam uns eine Kamelkarawane entgegen. Wir dachten wir seien im falschen Film – und nach Kasachstan katapultiert worden. Tatsächlich werden in Grub seit 27 Jahren Ausflüge mit Kamelen organisiert.

Karawane © Wolfgang Stoephasius

Karawane © Wolfgang Stoephasius

Wieder auf der Höhe passierten wir Großhelfendorf.

Taubenschlag © Wolfgang Stoephasius

Taubenschlag © Wolfgang Stoephasius

Bald erreichen wir Kleinhelfendorf. Drastisch ist dort in der Marterkapelle dargestellt, wie dem Wanderbischof Emmeran im Jahre 652 vom Sohn des Herzogs Theodo und seinen Mordgesellen alle Glieder abgeschlagen wurden, um die „Ehre“ seiner Schwester Ota wieder herzustellen, Blutrache auf Bairisch.

Die Mordgesellen © Wolfgang Stoephasius

Die Mordgesellen © Wolfgang Stoephasius

Der Torso des  armen Hl. Emmeran wurde von frommen Menschen auf einen Ochsenkarren verladen, um ihn nach Aschheim zu bringen. Auf dem Fuhrwerk hauchte er die letzten Funken seines frommen Lebens aus.

Ochsenkarren mit dem  Hl. Emmeran  © Wolfgang Stoephasius

Ochsenkarren mit dem Hl. Emmeran © Wolfgang Stoephasius

Über freies Feld marschierten wir weiter in Richtung Heimatshofen.

Wiesen hinter Heimatshofen © Wolfgang Stoephasius

Wiesen hinter Heimatshofen © Wolfgang Stoephasius

Die Apfelbäume zeigten die ersten Blüten.

Apfelblüten © Wolfgang Stoephasius

Apfelblüten © Wolfgang Stoephasius

Wir kamen vor Aying auf die „Passhöhe“, stiegen hinab ins Dorf und labten uns im Biergarten an einer frischen Maß Maibock.

Vor Aying © Wolfgang Stoephasius

Vor Aying © Wolfgang Stoephasius

Bleibt neugierig!

Der Karolinenplatz in München

Karolinenplatz in München © Wolfgang Stoephasius

Karolinenplatz in München © Wolfgang Stoephasius

Wieder mal ein Kompliment an die grünen Händchen von der Münchner Stadtgärtnerei. Seit einigen Tagen strahlt der Karolinenplatz in seiner vollen Blütenpracht.

Im Spätherbst des vergangenen Jahres hatten noch einige Pessimisten geglaubt, das Areal würde zu einem zentralen Müllentsorgungsplatz. Im Rahmen des Projektes „Kunst im öffentlichen Raum“ waren dort Recycling-Container  aufgestellt worden. Es sollte ein Zug zum Obelisk hergestellt werden, ebenfalls ein Recycling-Produkt, war er doch aus eingeschmolzenen türkischen Beutekanonen errichtet worden.

Karolinenplatz im Herbst 2015 © Wolfgang Stoephasius

Karolinenplatz im Herbst 2015 © Wolfgang Stoephasius

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

Japan in München

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Kirschblüten © Wolfgang Stoephasius

Der Höhepunkt im japanischen Kalender ist Hanami, die Zeit der Kirschblüte. Am 22. März hat sie im südlichen Nagasaki begonnen und wird ab  22. April auf Hokkaido im Norden erwartet. Also auf nach Sapporo, die Partnerstadt Münchens. Nicht nötig, meine ich. Wir können das bequem und ohne lange Anreise in München haben. Ein Spaziergang durch den Westpark, das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau, genügt. Dort gibt es einige asiatische Ensembles, nämlich eine Thai-Sala, einen nepalesischen Tempel, einen chinesischen Garten und eben auch  einen japanischen Garten. Beeilt euch, die Kirschbäume werden dort nicht mehr lange blühen.

Japanischer Garten in München © Wolfgang Stoephasius

Japanischer Garten in München © Wolfgang Stoephasius

Seit 1972 steht im Englischen Garten das original Teehaus Kanshoan.

Japanisches Teehaus in München © Wolfgang Stoephasius

Japanisches Teehaus in München © Wolfgang Stoephasius

Dort  könnt ihr jeweils an einem Wochenende im Monat an einer Teezeremonie teilnehmen und zwar jeweils um 14, 15, 16 und 17 Uhr und an folgenden Tagen:

Mai: Samstag, 14.05.2016
Sonntag, 15.05.2016
Juni: Samstag, 11.06.2016
Sonntag, 12.06.2016
Juli: Samstag, 16.07.2016
Sonntag, 17.07.2016 (Japanfest)
August: Samstag, 13.08.2016
Sonntag, 14.08.2016
September: Samstag, 10.09.2016
Sonntag, 11.09.2016
Oktober: Samstag, 08.10.2016
Sonntag, 09.10.2016

Das Teehaus ist innen aus wertvollem Zedernholz von einem japanischen Meister gestaltet worden und schlicht eingerichtet, damit sich der Teilnehmer an der Zeremonie in meditativ nur auf das Thema, nämlich Tee, konzentrieren kann.

Im Münchner Teehaus © Wolfgang Stoephasius

Im Münchner Teehaus © Wolfgang Stoephasius

Die Zeremonie zu praktizieren, ist eine Wissenschaft für sich. Um die höchste Stufe zu erreichen, bedarf es einer Ausbildung von Jahrzehnten. Cha-no-yu, bedeutet im Deutschen nichts anderes als  „heißes Wasser für Tee“ und resultiert aus der Philosophie des Zen. Es gibt mehrere Richtungen des Teerituals. In München wird die Schule „Urasenke“ praktiziert.

Eingang zum Teehaus in München  © Wolfgang Stoephasius

Eingang zum Teehaus in München © Wolfgang Stoephasius

Nach Abschluss der Vorführung bekommt jeder Zuschauer ein Stück Gebäck und eine Tasse des Grünen Tees Matscha.

Tee Matscha

Tee Matscha

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

Die Magdalenenklause in München

An dem wunderschönen Frühlingssonntag gestern sind Renate und ich wieder einmal durch den Nymphenburger Schlosspark gestreift. Die Magdalenenklause bietet einen wirklich ruinösen Anblick. Schon bei unserem letzten Spaziergang im vergangenen Jahr hatten wir einen älteren Münchner zu seiner Ehefrau sagen hören: „Du Fini, schau, das ist noch eines von den Häusern, die im letzten Weltkrieg von Bomben getroffen worden sind und nicht wieder hergerichtet wurden“. Und schon wieder hören wir der Unterhaltung von zwei Damen zu. „Das Haus kracht glaube ich bald zusammen“ meint die eine der beiden. Nun kann ich nicht mehr an mir halten und wir beiden gesellen uns zu den beiden reizenden Damen. Gespannt hören sie mir zu, als ich ihnen die Geschichte hinter der Geschichte erzähle.

Die Klause, eine Kapelle, hatte Joseph Effner 1725 für den alten Kurfürsten Max Emanuel als Rückzugsort in die Einsamkeit errichtet. Sie liegt in dem Teil des Parks, welcher im Stil der englischen Gartenarchitektur gestaltet ist und im Gegensatz zur französischen Gartenarchitektur den Eindruck unberührter Natur vermitteln soll. In dieses Wäldchen stellte Effner eine künstliche Ruine, eine der ersten in der europäischen Gartenbaukunst.

Magdalenenklause (1)

© Wolfgang Stoephasius

Magdalenenklause (2)

© Wolfgang Stoephasius

Magdalenenklause (3)

© Wolfgang Stoephasius

Magdalenenklause (4)

© Wolfgang Stoephasius

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

Start in die Biergartensaison im Hirschgarten

Hirschgarten © Wolfgang Stoephasius

Hirschgarten © Wolfgang Stoephasius

Gestern, also am 2. April, war es vormittags kühler als von den Meteorologen vorausgesagt. Dennoch machte ich mich auf den Weg in den „Hirschgarten“, genauer gesagt in den „Königlichen Hirschgarten“, um zu sehen, wie sich der Beginn der Biergartensaison anfühlt.

Im Jahre 1780 wurde hier ein Gehege für Dam- und Edelhirsche angelegt und dieses existiert heute noch neben dem Biergarten. Mit mir sahen die Tiere neugierig zu, was sich da so tut.

Damwild © Wolfgang Stoephasius

Damwild © Wolfgang Stoephasius

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Damwild © Wolfgang Stoephasius

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Damwild © Wolfgang Stoephasius

Ein Mufflonbock © Wolfgang Stoephasius

Ein Mufflonbock © Wolfgang Stoephasius

Mit 8000 Plätzen ist der Hirschgarten der größte unter den über 1000!!!! Biergärten in München. Sauber hergerichtet warten die Tische und Sitze auf den Ansturm der Gäste.

Der Biergarten © Wolfgang Stoephasius

Der Biergarten © Wolfgang Stoephasius

Schlegel und Hirschen (Holzfass) sind zum Anstich bereit.

Fass und Schlegel  © Wolfgang Stoephasius

Fass und Schlegel © Wolfgang Stoephasius

Die Krüge sind noch ordentlich verpackt.

Maßkrüge © Wolfgang Stoephasius

Maßkrüge © Wolfgang Stoephasius

Auf geht’s in die 2016er Biergartensaison!

Ich werde weiter berichten. Bleibt neugierig!