Titanwurz

Pfingsten war es wieder einmal so weit, eine der beiden Riesenpflanzen im Münchner Botanischen Garten begann sich zu öffnen. Die Botaniker hatten sich schon große Sorgen gemacht, da die Pflanze einige Tage zuvor mutwillig beschädigt worden war. Am Dienstag war ich da und konnte den „unförmigen Riesenpenis“, so die wörtliche Übersetzung von Amorphophallus titanum, in seiner ganzen Pracht bewundern. Die Pflanze ist auf Sumatra beheimatet und lockt durch ihren Aasgeruch Käfer an, welche für die Bestäubung sorgen. Inzwischen ist die ganze Pracht wieder in sich zusammengefallen und es kann bis zu sieben Jahre dauern, bis sich der Blütenstand wieder entwickelt.

Im Gegensatz zur Titanwurz ist die Rafflesia, ebenfalls aus Sumatra stammend, ein Blütenblatt, wiederum ein Riese und entwickelt eine Größe von bis zu einem Meter Durchmesser. Sie benötigt für ihre Entwicklung etwa ein Jahr und zeigt ihre Pracht, die ebenfalls von Aasgeruch begleitet wird, nur für wenige Tage. Als ich 1979 in Buttikingi auf Sumatra war hatte ich mich von einem Führer zu einem solchen Blütenblatt führen lassen, es war aber bereits am Verfaulen.

Ich habe die Gelegenheit meines Besuches an diesem verregneten Dienstag genutzt um in den Gewächshäusern noch einige Fotos zu machen. Hier ist das Ergebnis.

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