Ist Erinnerung wirklich genug?

Etwas zum Nachdenken!

fireredfriederike.com

Srebrenica_massacre_memorial_wall_of_names_2009_2 (c) Michael Büker | Auflistung der Namen von Opfern in der Gedenkstätte Potočari

Jedes Jahr am 11. Juli findet der Gedenktag in Erinnerung an das Massaker an über 8000 getöteten muslimischen Bosniern – überwiegend Buben und Männer – in und um Srebrenica statt. 21 Jahre ist es nun her: Das Töten, das von der UN als Genozid eingestuft wurde. Und die Wunden sind nach wie vor tief. Die Versöhnungsversuche ähneln dem Stein, den Sysiphos versucht einen steilen Hang hinauf zu rollen: Schmerzhaft, leidvoll, anstrengend und bisweilen sinnlos. Die Forderung, man möge damit abschließen oder sich „gefälligst endlich die Hand zur Versöhnung reichen“ kann nur von jenen kommen, die noch nie mit diesem tief sitzenden Schmerz konfrontiert waren. Nichts desto trotz gibt es Menschen, die Frieden, Aussöhnung und Dialog suchen und im Gedenken an den Genozid mehr sehen als das reine „Daran-Erinnern“: BosnierInnen und SerbInnen, die einander die Hand reichen und miteinander…

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