Kamele und ein Ehrenmord in Oberbayern

Fenster in Großhelfendorf © Wolfgang Stoephasius

Fenster in Großhelfendorf © Wolfgang Stoephasius

Eine kleine Wanderung von Kreuzstraße nach Aying

Am letzten Sonntag sind wir mit der S-Bahn nach Kreuzstraße gefahren und sind an diesem wunderschönen Tag unter blauem Himmel und einer leichten Brise in Richtung Aying gewandert. Als wir zur Mangfall hinabstiegen kam uns eine Kamelkarawane entgegen. Wir dachten wir seien im falschen Film – und nach Kasachstan katapultiert worden. Tatsächlich werden in Grub seit 27 Jahren Ausflüge mit Kamelen organisiert.

Karawane © Wolfgang Stoephasius

Karawane © Wolfgang Stoephasius

Wieder auf der Höhe passierten wir Großhelfendorf.

Taubenschlag © Wolfgang Stoephasius

Taubenschlag © Wolfgang Stoephasius

Bald erreichen wir Kleinhelfendorf. Drastisch ist dort in der Marterkapelle dargestellt, wie dem Wanderbischof Emmeran im Jahre 652 vom Sohn des Herzogs Theodo und seinen Mordgesellen alle Glieder abgeschlagen wurden, um die „Ehre“ seiner Schwester Ota wieder herzustellen, Blutrache auf Bairisch.

Die Mordgesellen © Wolfgang Stoephasius

Die Mordgesellen © Wolfgang Stoephasius

Der Torso des  armen Hl. Emmeran wurde von frommen Menschen auf einen Ochsenkarren verladen, um ihn nach Aschheim zu bringen. Auf dem Fuhrwerk hauchte er die letzten Funken seines frommen Lebens aus.

Ochsenkarren mit dem  Hl. Emmeran  © Wolfgang Stoephasius

Ochsenkarren mit dem Hl. Emmeran © Wolfgang Stoephasius

Über freies Feld marschierten wir weiter in Richtung Heimatshofen.

Wiesen hinter Heimatshofen © Wolfgang Stoephasius

Wiesen hinter Heimatshofen © Wolfgang Stoephasius

Die Apfelbäume zeigten die ersten Blüten.

Apfelblüten © Wolfgang Stoephasius

Apfelblüten © Wolfgang Stoephasius

Wir kamen vor Aying auf die „Passhöhe“, stiegen hinab ins Dorf und labten uns im Biergarten an einer frischen Maß Maibock.

Vor Aying © Wolfgang Stoephasius

Vor Aying © Wolfgang Stoephasius

Bleibt neugierig!

5 Gedanken zu „Kamele und ein Ehrenmord in Oberbayern

  1. Ist schon lange her, als dieses Gebiet für mich ein Heimspiel war. Aber Kamele sind mir nie begegnet.😊 Außer Zweibeinigen vielleicht.
    Für solche Kuriositäten muss man nicht um die halbe Welt fahren… wie man sieht… 😊

    Gefällt 1 Person

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