Die Feiern zum Ersten Mai im „Roten Wien“

Wiener Rathaus © Wolfgang Stoephasius

Wiener Rathaus © Wolfgang Stoephasius

Wir waren mit dem Reisedienst der SPD in Wien und wollten erleben, wie die SPÖ nach dem Erdrutschergebnis der FPÖ bei der ersten Runde zur Wahl des Bundespräsidenten die Feierlichkeiten begeht. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl hatte am Vorabend in den prunkvollen Festsaal geladen. Bei Wein und Würsteln hörten wir uns seine Ausführungen an. Großes Wundenlecken war angesagt, aber auch so etwas wie zaghafte Aufbruchstimmung.

Im Festsaal des Rathauses © Wolfgang Stoephasius

Im Festsaal des Rathauses © Wolfgang Stoephasius

Als wir das Rathaus verließen, leuchtete  es ganz in Rot. Ganz so rot ist es allerdings nicht mehr, regiert doch wie vor einigen Jahren in München eine Rot/Grüne Koalition. In München ist es nun Rot/Schwarz!

Das rote Rathaus © Wolfgang Stoephasius

Das rote Rathaus © Wolfgang Stoephasius

Die Jungsozialisten hatten den diesjährigen Fackelzug unter das Motto „Menschen statt Profite“ gestellt.

Motto der Jusos © Wolfgang Stoephasius

Motto der Jusos © Wolfgang Stoephasius

Einige Tausend marschierten im Schein der Fackeln von der Oper zum Rathausplatz.

Fackelzug © Wolfgang Stoephasius

Fackelzug © Wolfgang Stoephasius

Fackelzug © Wolfgang Stoephasius

Fackelzug © Wolfgang Stoephasius

Am 1. Mai marschieren die Teilnehmer der Kundgebung aus allen Stadtteilen sternförmig zum Rathaus. Wir hatten uns der Gruppe im Arbeiterviertel Hernals angeschlossen. Der Zug wurde von einer Musikkapelle angeführt.

Beeindruckende 80 000 Menschen trafen schließlich vor dem Rathaus ein. Es ist immer noch die größte zentrale Maikundgebung in Europa und die wird nicht von den Gewerkschaften, sondern von den Sozialdemokraten organisiert. Markenzeichen der Wiener SPÖ ist, dass sie sich schon in den Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg der einfachen Menschen annahm und seit damals Sozialwohnungen baut und klassische sozialdemokratische Politik betreibt. 220 000 sogenannte Gemeindewohnungen gibt es in Wien. So ist es kein Wunder, dass im österreichischen Bundestag neben der SPÖ keine linken Parteien vertreten sind, wie bei uns „Die Linke“, die erst durch die Agenda 2010 der Schröder-Regierung eine wesentliche Rolle spielt. Einen Rechtsruck konnte allerdings auch die SPÖ nicht verhindern.

Das Wiener Rathaus am 1. Mai © Wolfgang Stoephasius

Das Wiener Rathaus am 1. Mai © Wolfgang Stoephasius

Bürgermeister Michael Häupl begrüßte die einzelnen Delegationen.

Bürgermeister Michael Häupl begrüßte die einzelnen Delegationen.

Bürgermeister Michael Häupl © Wolfgang Stoephasius

Die SPÖ ist wegen der Flüchtlingspolitik stark gespalten, das macht sich bei den Demonstranten bemerkbar.

Pro-Faymann-Demonstranten © Wolfgang Stoephasius

Pro-Faymann-Demonstranten © Wolfgang Stoephasius

Anti-Faymann-Transparent © Wolfgang Stoephasius

Anti-Faymann-Transparent © Wolfgang Stoephasius

Maskenträger gegen Faymann © Wolfgang Stoephasius

Maskenträger gegen Faymann © Wolfgang Stoephasius

Beeindruckende 80 000 Menschen standen vor dem Rathaus. Als der SPÖ-Vorsitzende und Bundeskanzler mit seiner Rede begann, wurden Rücktrittsplakate hochgehalten und Buh-Rufe erklangen. Augenscheinlich sind viele SPÖ-Anhänger nicht mit der Kertwende in der Flüchtlingspolitik einverstanden.

Bundeskanzler Werner Faymann © Wolfgang Stoephasius

Bundeskanzler Werner Faymann © Wolfgang Stoephasius

Rücktrittsforderungen © Wolfgang Stoephasius

Rücktrittsforderungen © Wolfgang Stoephasius

Rücktrittsforderungen © Wolfgang Stoephasius

Rücktrittsforderungen © Wolfgang Stoephasius

Trotz gegenseitiger Auffassungen endete die Veranstaltung friedlich mit dem gemeinsamen Gesang der „Internationale“.

 

 

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

 

2 Gedanken zu „Die Feiern zum Ersten Mai im „Roten Wien“

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