Die Italienische Reise – Teil VII: Von Salerno über Sizilien auf die Liparischen Inseln

Der Zug in Richtung Sizilien rollt am Bahnhof von Salerno mit einer knappen Verspätung ein. Unsere reservierten Plätz liegen dieses Mal nicht in einem Großraumwagen, wir müssen uns zu unserem Abteil durch Trauben von Menschen zwängen, welche den Gang blockieren. Dort angekommen, sitzt eine junge Tussi auf dem einen reservierten Platz und belegt den anderen mit ihrem Gepäck. Es entwickelt sich eine längere Diskussion mit dem Mädel, welches ein geschmerztes Gesicht zieht, bis wir uns endlich setzen können. In Villa San Giovanni wird der Zug auf die Fähre verladen. Anfangs sitzen wir an der Reling, bis ein Sturm aufkommt und wir in den Innenraum flüchten. Gegen 16 Uhr läuft das Schiff in den Hafen vom Messina ein.

Einfahrt nach Messina © Wolfgang Stoephasius

Einfahrt nach Messina © Wolfgang Stoephasius

Wir beziehen unser Hotel für die eine Nacht. Ab und zu ziehen Wolken auf, aber es regnet nicht. Wir laufen zum Dom. Die romanische Kathedrale, die mehrmals erneut aufgebaut werden musste, wegen Bränden und Erdbeben, zuletzt wegen einer Brandbombe im 2. Weltkrieg,  ist ein beeindruckendes Bauwerk.

Die Kathedrale von Messina © Wolfgang Stoephasius

Die Kathedrale von Messina © Wolfgang Stoephasius

Auf dem Platz davor stehen mächtige historische Holzfiguren auf Rädern.

Skulpturen vor der Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Skulpturen vor der Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Die Auswahl an Restaurants ist arg limitiert. Stehimbisse gibt es genügend. Schließlich finden wir dann doch eine Pizzeria unter einer Plane im Freien. Die Pizza ist hervorragend, dazu ein preiswertes Messina-Bier, welches durchaus trinkbar ist.

Wir haben am nächsten Morgen viel Zeit und genießen das üppige Frühstück im Hotel. Bei unserem kleinen Spaziergang stoßen wir auf einen Banyanbaum, den wir in Europa nicht vermutet hätten.

Banyanbaum in Messina © Wolfgang Stoephasius

Banyanbaum in Messina © Wolfgang Stoephasius

Beim Auschecken im Hotel unterhalten wir uns noch eine Weile mit der netten Dame von der Rezeption. Am Hafen gibt es ein Selbstbedienungslokal, wir lassen uns Nudeln mit kleinen Scampi zubereiten bevor wir an Bord des Schnellbootes nach Lipari gehen. Erstaunt sehen wir in der Abfertigungshalle ein gigantisches Fresko zu Ehren von Mussolini, der Faschismus lässt grüßen.

Fresko am Hafen von Messina © Wolfgang Stoephasius

Fresko am Hafen von Messina © Wolfgang Stoephasius

Zum Glück ist die See ruhig, so dass wir die gut zwei Stunden Fahrt mit Unterbrechung in Salina gut überstehen. Vom Hafen von Lipari  laufen wir in knapp zehn Minuten zu unserem Domizil für die nächsten Tage. Es liegt in  einer engen Gasse und wir bekommen ein wunderschönes Zimmer mit kleinem Balkon. Als es kühler wird, brechen wir zu einem kleinen Spaziergang durch den netten Ort auf.

Lipari © Wolfgang Stoephasius

Lipari © Wolfgang Stoephasius

 

Es beginnt zu regnen und wir können den in Salerno erstandenen Schirm recht gut brauchen. Am kleinen Hafen „Marina Corto“ essen wir im „El Pescatore“ ein ausgezeichnetes Fischmenü, der  Liter Weißwein dazu ist fast ein wenig zu viel. Eine große deutsche Gruppe sitzt nebenan und blockiert vor leeren Gläsern die Tische.

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

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