Die Italienische Reise – Teil III: Orvieto

Unsere nächste Etappe ist das mittelalterliche Städtchen Orvieto. Nach fünfeinhalbstündiger Reise hält der Zug am Bahnhof im Tal. Wir haben ein Zimmer in einer Pension bestellt und der Besitzer holt uns ab. Er redet unentwegt, bis wir das B&B inmitten des Ortes erreichen und erhalten eine Liste in welcher aufgeführt ist, was wir alles nicht dürfen und was extra zu bezahlen wäre. Nebenan ist die „Blue Bar“ mit dem freundlichen französischen Besitzer. Wir bekommen für wenig Geld Cappuccino  und Brioche. Wir spazieren durch die mittelalterliche Stadt, es ist heiß und wir suchen den Schatten. Beim Anblick des Doms verschlägt es uns die Sprache.

Der Dom von Orvieto © Wolfgang Stoephasius

Der Dom von Orvieto © Wolfgang Stoephasius

Wir nehmen einen Campari und später einige Gläschen Orvieto Classico in der gemütlichen Kneipe „Clan Destino“, dazu werden praktisch   unbegrenzt Tapas und kleine Gerichte gereicht. Die Beilagen sind so reichlich, dass wir uns das Abendessen sparen.

Frühstück gibt es in der Blue Bar, unser B&B heißt zwar Bed and Breakfast ist aber ohne Frühstück. Wir besuchen den Dom mit der „Capella San Brizio“ mit einem wunderschönen Freskenzyklus von Fra Angelico aus dem Jahre 1447 mit Christus und dem Jüngsten Gericht.

Capella San Brizio © Wolfgang Stoephasius

Capella San Brizio © Wolfgang Stoephasius

Vor der Kirche versammelt sich eine italienisch/österreichische Hochzeitsgesellschaft, ein Hingucker.

Hochzeitsgesellschaft © Wolfgang Stoephasius

Hochzeitsgesellschaft © Wolfgang Stoephasius

Eine freundliche Dame vom „Teatro Mancinelli“ bestellt für uns telefonisch das abendliche Open-Air-Dinner an der „Piazza del Popolo“. Nach einem kleinen Spaziergang nehmen wir an der Tour „Orvieto Untergrund“ teil. Der Guide ist ein junger Deutscher, ursprünglich aus Greifswald. Er macht seine Sache wirklich gut. Orvieto auf einem Fels aus Tuff ist ausgehöhlt wie ein Schweizer Käse. Hie wurden auch Brieftauben gehalten, sozusagen die Vorgänger von E-Mail und Co.

Brieftaubenverschlag im Tuffgestein © Wolfgang Stoephasius

Brieftaubenverschlag im Tuffgestein © Wolfgang Stoephasius

Nach der Siesta unternehmen einen längeren Spaziergang zur Bastion im Osten, weit unter uns liegt der Bahnhof, den man auch mit einem Schrägaufzug erreichen kann. Wir kehren nochmals  im „Clan Destino“ ein und heute ist die Rechnung unerklärlicher Weise doppelt so hoch wie gestern. Wir steigen die 250 Stufen hinauf zum „Torre Morro“ und haben einen unvergleichlichen Blick auf Stadt und Umgebung.

Orvieto von oben © Wolfgang Stoephasius

Orvieto von oben © Wolfgang Stoephasius

Nach einigem Verwirrspiel finden wir unsere Plätze bei der „Folkcena della Terra“ an festlich gedeckten Tischen in einem Eck der Piazza del Popolo. Mit am Tisch ein Ehepaar aus Heilbronn. Es gibt als Vorspeise Pasta mit Entenragout, als Hauptgericht eine Art Goulasch von einer speziellen Rindersorte, die Nachspeise ist ein Himbeermousse, dazu ein leichter Wein aus der Gegend. Die Musik, abwechselnd von zwei Seiten, ist zwar laut,  aber wir erleben dennoch einen wunderbaren Abend bei angenehmen Temperaturen und einem köstlichen Abendessen.

Mittelalterliche Stadt in Rot © Wolfgang Stoephasius

Mittelalterliche Stadt in Rot © Wolfgang Stoephasius

Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig!

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