Venezuela: „Meine” UN-Staaten – zum 185sten

VenFahne

Am 1. Januar 1987, also vor über 29 Jahren,  fliege ich mit British Airlines von Frankfurt nach London und von dort mit dem Jumbo nach Caracas. Das Sylvesterfeuerwerk über München habe ich vom ausfahrenden Zug erlebt. Bereits zu dieser Zeit steckt das ölreiche Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise und der Wechselkurs des Bolivar ist im Keller, gut für mich. So kostet beispielsweise die Halbe Fassbier 50 Pfennig. Ich bin überrascht von der hochmodernen U-Bahn, an den Stationen klingt aus Lautsprechern klassische Musik.

Vom Kalvarienberg habe ich einen wunderbaren Blick auf die weitläufige Metropole.

Venezuela (3)

Caracas © Wolfgang Stoephasius

An der Plaza Bolivar suchen sich die Großstädter ein geruhsames Plätzchen.

Plaza Bolivar © Wolfgang Stoephasius

Plaza Bolivar © Wolfgang Stoephasius

Amerikanische spritfressende Autos prägen das Straßenbild, der Treibstoff kostet so gut wie gar nichts.

Amerikanische spritfressende Autos prägen das Straßenbild, der Treibstoff kostet so gut wie gar nichts.

Amerikanischer Pik Up © Wolfgang Stoephasius

Für umgerechnet 9 Mark fahre ich nach einigen erlebnisreichen Tagen (auch bei einem Raubüberfall wurde ich Zeuge)  in Caracas mit dem Nachtbus 1000 Kilometer in die Grenzstadt San Antonio. Vom Busbahnhof nehme ich den direkten Bus ins kolumbianische Cúcuta und muss mit dem Taxi wieder zurück, weil ich versäumt habe mir den Ausreisestempel zu holen.

Nach meiner Reise quer durch Kolumbien und Ecuador bin ich einige Wochen später wieder in Cúcuta. Am Abend wird mein Flieger von San Antonio auf der anderen Seite der Grenze nach Caracas gehen. Das Ticket habe ich in der Tasche. Den Einreisestempel für Venezuela erhalte ich nicht am Grenzübergang sondern muss mit dem Bus in die Grenzstadt San Antonio fahren. Dort erfahre ich, dass sich für die Wiedereinreise ein Visum brauche, ein ernsthaftes Problem, muss ich doch am Abend den Flieger erwischen und am übernächsten Tag soll es von Caracas weiter nach Trinidad gehen. In einer Gewaltaktion und einem Wettlauf gegen die Zeit bekomme ich am gleichen Tag im eigentlich geschlossenen Konsulat in  Cúcuta das Visum, durch die Unterstützung hilfreicher deutschlandfreundlicher Engel in Form eines kolumbianischen Gendarmerieoffiziers, der Konsulatssekretärin und des Konsuls persönlich. Um 18 Uhr sitze ich in der Boeing 727 in Richtung Caracas, die ich sozusagen in letzter Sekunde erreicht habe. Eigentlich will ich irgendwann einmal wieder nach Venezuela kommen, gäbe es doch so viel zu sehen. Vielleicht im nächsten Leben.

Der spezielle Tipp: Falls ihr nach Venezuela reisen wollt, informiert euch vorher genau über Sicherheitslage und  sogenannten Hot Spots. Das Land hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Am 21.08.2015 hat Venezuela übrigens bis auf Weiteres den Ausnahmezustand im Grenzgebiet zu Kolumbien verhängt. Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten, abgeraten wird auch von der Ein- und Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien, sagt das Auswärtige Amt.

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Venezuela ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Er grenzt an  Brasilien, Kolumbien und Guyana.  Hauptstadt ist Caracas, Währung der Venezolanische Bolívar und Amtssprache Spanisch. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela

 

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