Zypern: „Meine” UN-Staaten – zum 191sten

FahneZypern

Es ist fast symbolträchtig, dass ich 1989, eine Woche eine Woche nach Fall der Mauer  in ein anderes geteiltes Land fahre. Seit dem Einmarsch der türkischen Armee im Jahre 1974 ist den Nordteil der Insel genau so geteilt, wie Deutschland. Mein Herz ist noch voll von den Ereignissen in meiner Heimat, verständlich, dass der Wunsch besteht,  auch dem türkischen Teil der Insel einen Besuch abzustatten. Ich mache mich von Nikosia mit einem Sammeltaxi auf den Weg in Richtung Grenze und freunde mich mit zwei indischen Touristinnen an, die ebenfalls in den türkischen Teil wollen. An der Greenline, der gesicherten Demarkationslinie, winkt uns ein österreichischer UN-Soldat zu. Der griechische Grenzer  schaut leicht angesäuert, als er mir den Tagespassierschein ausstellt. Ausländer dürfen den griechischen Teil für 24 Stunden verlassen, Einheimischen ist der Übertritt strengstens verboten. Dies wird sich erst viel später, nämlich nach dem Beitritt des griechischen Teiles von Zypern zur EU im Jahr 2004,  ändern. Das türkische Gebiet wirkt auf mich ziemlich ärmlich, weit hinter dem griechischen Teil mit seinem prosperierenden Tourismus zurückgeblieben. In einer knappen halben Stunde erreichen wir Kyrenia. Mit seinem mittelalterlichen Hafenbecken voller Fischerbooten vor dem massigen venezianischen Kastell ein regelrechtes Idyll. Hier verabschiede ich mich vorläufig von den Mädels  und setze mich in eine Taverne, wo ich mir eine prächtige Mezze mit diversen Köstlichkeiten munden lasse. Am späteren Nachmittag treffen wir uns  wieder zur gemeinsamen Fahrt an die Grenze. Von dort nehme ich ein Sammeltaxi zurück nach Nikosia und weiter nach Limassol. Nach der Aufnahme Südzyperns in die EU wird der türkische Teil nach wie vor ein eigener von der Türkei abhängiger Staat bleiben. Das tut  mir persönlich aufrichtig  leid, wollten doch die türkischen Bewohner die Wiedervereinigung und sind am Widerstand der nationalistischen griechischen Volksgruppe gescheitert. Ich genieße das Baden am Strand von Limassol, besuche die Bucht der Aphrodite, staune über die wunderschönen Mosaike in der Villa des Dionysos in Paphos und genieße den Blick auf die Stadt von der verfallenen  Basilika über der Stadt. Im Todros Gebirge besuche ich versteckte orthodoxe Klöster.

Zehn Jahre später bin ich gemeinsam mit Renate  noch einmal auf Zypern. Von dort aus nehmen wir das Fährschiff nach Haifa in Israel.

Blick auf Paphos von den Ruinen der Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Blick auf Paphos von den Ruinen der Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Todros Gebirge © Wolfgang Stoephasius

Todros Gebirge © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp:  Ihr kennt sicher alle die Mezze, die griechische Vorspeise aus den Restaurants in Deutschland. Auf Zypern ist die „Meze“ eine ganz typische Landesspeise, die einen Querschnitt über die kulinarischen Spezialitäten des Landes verschafft. Sie besteht hauptsächlich aus Fleischgerichten, die „Fisch-Meze“ basiert  aber auf der Grundlage von Meeresgetier. Eine füllige köstliche Angelegenheit für den leeren Magen.

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Die Republik Zypern ist ein Inselstaat im östlichen Mittelmeer. Der Staat entstand am 16. August 1960 durch Unabhängigkeit der bisherigen Kronkolonie vom Vereinigten Königreich. Die Insel ist seit 1974 de facto geteilt. Hauptstadt ist  Nikosia und die Währung der Euro. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Zypern

Hier ein Link aus dem Jahre 2014 anlässlich 40 Jahre Teilung

http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/188336/teilung-zyperns-15-07-2014

 

Zentralafrikanische Republik: „Meine” UN-Staaten – zum 190sten

Flagge Zentralafrika

2006 war ich auf meiner großen Zentralafrikareise unterwegs. Da das Grenzgebiet zwischen Tschad und Zentralafrikanischer Republik von Rebellen kontrolliert wurde, hatte ich mich entschieden nach Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik zu fliegen. Von diesem Land hört man so gut wie gar nichts und wenn, dann nur das Schlimmste. Eine deutsche Auslandsvertretung gibt es dort auch nicht. Beim Aussteigen aus dem Flugzeug war mir schon ziemlich flau im Magen. Aber ich wurde nur positiv überrascht. Die Straßen waren sauber gekehrt. Ich fand ein ordentliches Hotel und fühlte mich allmählich so sicher, dass ich auch nachts auf die Straße ging, was wirklich nicht in allen afrikanischen Großstädten ratsam ist. Die Stadt liegt direkt am mächtigen Oubangui, einem der großen zentralafrikanischen Ströme – gleich auf der anderen Seite ist die Demokratische Republik Kongo (Zaire). Ich klapperte die Umgebung mit dem Taxi ab (ist dort durchaus bezahlbar) und sah schöne Kolonialkirchen und eine üppige tropische Vegetation am Ufer des Oubangui. Es gibt nette Cafés (meist betrieben von Libanesen) bei denen ich problemlos Euro tauschen konnte. Die Zentralafrikanische Republik ist den meisten von uns noch in Erinnerung mit seinem „Kaiser“ Bokassa, der das Land völlig ausgesaugt hat, das übrigens lange Zeit mit Unterstützung der Franzosen, die als Gegenleistung ungehindert Zugang zu den Uranvorkommen hatten. Er wurde erst gestürzt, als ruchbar wurde, dass er Kannibalismus zelebrierte. Es kamen noch einige unangenehme Nachfolgeregierungen. Die Regierung während meiner Reise  kam auch durch einen Putsch an die Macht, wurde aber dann durch faire Wahlen bestätigt – der Präsident schien recht beliebt. Ich konnte ihn übrigens am Flughafen sehen; als er mit der einzigen Linienmaschine des Landes abflog, die Inlandflüge wurden dafür gestrichen. Die Republik hat nur circa vier Millionen Einwohner, das bei fast der doppelten Größe Deutschlands. Aber das Land ist überwiegend von tropischem Regenwald bedeckt. Hier leben auch noch etliche Pygmäenstämme. Auch hier hatte ich mich kurzfristig entschlossen, zurück nach Kamerun zu fliegen. Richtung Westen gehen nur Pisten und es war Ende der Regenzeit. Ich hatte Sorge, dass ich unterwegs irgendwie hängen bleibe. Die Entscheidung war gut so. Denn am Flughafen erfuhr ich von einem Franzosen, dass im Grenzgebiet zu Kamerun Kämpfe zwischen Armee und Rebellen ausgebrochen waren, wahrscheinlich wäre ich gar nicht durchgekommen – und wenn mit erhöhtem Risiko. Das ist Afrika – Situationen ändern sich dort sehr schnell. Heutzutage, also 2016 versinkt das Land wieder im Chaos.

Am Ufer des Oubangui © Wolfgang Stoephasius

Am Ufer des Oubangui © Wolfgang Stoephasius

Zentralafrikanischen_Republik

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Sie grenzt an den Tschad, den Sudan, den Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Kamerun. Die Hauptstadt ist Bangui. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralafrikanische_Republik

Detailinformationen zur heutigen Lage im Land unter

http://www.bpb.de/internationales/weltweit/innerstaatliche-konflikte/185581/zentralafrikanische-republik

 

Vietnam: „Meine” UN-Staaten – zum 189sten

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Zweimal bin ich in Vietnam gewesen, das erste Mal 1992. Da war ich auf dem Weg nach Kambodscha. Seit Jahren hatte ich den Traum, die Mauern des Ankor Wat zu berühren, aber es herrschte lange Zeit Krieg. Gleich als die Roten Khmer vertrieben worden waren machte ich mich auf den Weg. Zehn Jahre später, also 2002 kam ich wieder nach Vietnam. Hier sind einige Inspirationen aus diesen spannenden Land:

1992 war das Hauptverkehrsmittel das Fahrrad.

Radlerinnen in Saigon © Wolfgang Stoephasius

Radlerinnen in Saigon © Wolfgang Stoephasius

Nahezu an allen Straßenecken gab es Kriegsveteranen, welche die Räder reparierten.

„Reparaturwerkstatt“ © Wolfgang Stoephasius

„Reparaturwerkstatt“ © Wolfgang Stoephasius

Zehn Jahre später beherrschten Motorräder den Straßenverkehr (auf den Link klicken):

Vietnam

Bei der ersten Reise kroch ich in eines der berühmt berüchtigten Củ Chi Tunnel, welche der Vietcong während des Krieges unter die Stellungen der Amerikaner  gegraben hatte.

Befehlskeller des Vietcong © Wolfgang Stoephasius

Befehlskeller des Vietcong © Wolfgang Stoephasius

Das dörfliche Leben hatte sich in den zehn Jahren überhaupt nicht verändert.

Auf einem Markt © Wolfgang Stoephasius

Auf einem Markt © Wolfgang Stoephasius

Ein besonderes Naturerlebnis ist eine Schifffahrt in der Halong-Bucht im Norden Vietnams.

Halong-Bucht  © Wolfgang Stoephasius

Halong-Bucht © Wolfgang Stoephasius

Im Land leben heute die Religionen friedlich nebeneinander, hauptsächlich Katholiken und Buddhisten.

Buddha mit seinen Jüngern © Wolfgang Stoephasius

Buddha mit seinen Jüngern © Wolfgang Stoephasius

 

Fast allen Religionen ist es gemein, dass ihre Toten erst einmal in der Erde begraben, die Knochen Jahre später wieder ausbuddeln und in sogenannten Friedhöfen für die Ewigkeit endgültig beisetzen.

Friedhof für die Ewigkeit © Wolfgang Stoephasius

Friedhof für die Ewigkeit © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp:  Knapp 100 km von Ho Chi Minh City (Saigon) entfernt liegt das Dorf Tay Ninh. Dort steht  der sogenannte „göttliche Tempel“ der Caodaista. Die drei Heiligen dieser Religion sind der Gründer der Republik China Sun Yat – Sen, der Dichter Victor Hugo und der vietnamesische Professor Nguyen Binh Khiem. Diese Religion folgt Grundsätzen von Buddhismus, Christentum und Hinduismus, bedient sich aber auch Ideen anderer Glaubensrichtungen. Ein Besuch bei einem der Gottesdienste ist ein ganz besonderes  Erlebnis.

Cao Dai Tempel © Wolfgang Stoephasius

Cao Dai Tempel © Wolfgang Stoephasius

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Vietnam ist ein langgestreckter Küstenstaat in Südostasien. Er grenzt an China, Laos, Kambodscha, den Golf von Thailand und das Südchinesische Meer. Hauptstadt ist Hanoi und Währung der Vietnamesische Đồng. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Vietnam

 

 

 

Vereinigtes Königreich: „Meine” UN-Staaten – zum 188sten

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1967 war ich das erste Mal in Großbritannien. Damals war ich mit R4 und Zelt auf dem Dach unterwegs. Mit der Fähre ging es von Calais nach Dover und über London bis hoch in den Norden Schottlands. Vor dreizehn Jahren ist unser Andreas nach London gezogen und lebt nun mit Frau und Töchterlein dort, Grund genug,  jedes Jahr mehrmals in seine neue Heimat zu fahren. Um euch, liebe „Follower“,  nicht zu stark zu strapazieren, will ich es in diesem Beitrag bei einigen Inspirationen belassen und euch zu einem kleinen Ausflug in das Königreich und seine Territorien mitnehmen.

Beginnen wir mit einem kleinen Videoclip vom großen Military-Tattoo in Edinburgh:

London etwas anders:

Die Prince-Albert-Hall erinnert  an den Gatten von Königin Victoria und damit an die deutschen Wurzeln im Königshaus.

Prince-Albert-Hall © Wolfgang Stoephasius

Prince-Albert-Hall © Wolfgang Stoephasius

In Wimbledon wird nicht nur Tennis gespielt.

Wimbledon © Wolfgang Stoephasius

Wimbledon © Wolfgang Stoephasius

Im Richmond-Park vor den Toren der Stadt erinnert nichts an die Metropole.

Richmond-Park © Wolfgang Stoephasius

Richmond-Park © Wolfgang Stoephasius

Die London Moschee steht für den modernen reformierten Islam. Sie geht auf den Reformer „Promise Messiah“ zurück der aus Qadian/Indien stammt. Die Gemeinschaft der Ahmadiyya Muslime steht für Toleranz zwischen den Religionen.

London Moschee © Wolfgang Stoephasius

London Moschee © Wolfgang Stoephasius

Am Borough Market werden Spezialitäten aus ganz Europa angeboten.

Borough Market © Wolfgang Stoephasius

Borough Market © Wolfgang Stoephasius

Und nun unternehmen wir eine Reise zu den Gebieten, die direkt der Krone unterstehen.

Die Kanalinseln oder Normannischen Inseln sind eine Inselgruppe im Ärmelkanal. Sie waren während des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Dieses Schild in Guernsey erinnert an die Kapitulation der Inseln am 9. Mai 1945:

Guernsey © Wolfgang Stoephasius

Guernsey © Wolfgang Stoephasius

Die Insel Herm ist ein Naturparadies und autofrei.

Herm © Wolfgang Stoephasius

Herm © Wolfgang Stoephasius

Die Isle of Man ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet. Die Insel ist nicht nur für Isle of Man TT das weltberühmte Motorradrennen bekannt, sondern beeindruckt durch abwechslungsreiche Landschaft.

Kirche und Friedhof bei der Ortschaft Patrick © Wolfgang Stoephasius

Kirche und Friedhof bei der Ortschaft Patrick © Wolfgang Stoephasius

Weiter geht die Reise – und zwar in einige der Überseeterritorien.

Bermuda ist ein britisches Überseegebiet im Atlantik, das aus den Bermudainseln besteht. Bermuda ist namensgebend für das Bermudadreieck und die Bermudashorts. In der Hauptstadt Hamilton lebt der ehemalige Busfahrer Johnny Barnes, heute bereits über 90 Jahre alt. Jeden Morgen grüßt er die Menschen, wenn sie zur Arbeit fahren, man nennt ihn den Botschafter der Liebe und der Freude. Ihm zu Ehren wurde ein Denkmal errichtet.

Johnny Barnes © Wolfgang Stoephasius

Johnny Barnes © Wolfgang Stoephasius

Anguilla ist eine der Inseln über dem Winde der Kleinen Antillen in der Karibik. Der ideale Ort zum Seele baumeln lassen.

Strand in Anguilla © Wolfgang Stoephasius

Strand auf Anguilla © Wolfgang Stoephasius

Die Cayman Islands sind eine Inselgruppe in der Karibik und britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Kein Wunder, dass der Namensgeber allgegenwärtig ist.

Kaiman mit Dame auf Cayman © Wolfgang Stoephasius

Kaiman mit Dame auf Cayman © Wolfgang Stoephasius

Die Britischen Jungferninseln sind ein britisches Überseegebiet in der Karibik. Sie umfassen geographisch über 60 Inseln und Riffs im nordöstlichen Teil der Inselgruppe der Jungferninseln am nördlichen Ende des Inselbogens der Kleinen Antillen. Die kleine Insel Virgin Gorda vermittelt Barcadi-Feeling.

Die Insel Virgin Gorda © Wolfgang Stoephasius

Die Insel Virgin Gorda © Wolfgang Stoephasius

Die Turks- und Caicosinseln, manchmal auch nur Turks & Caicos genannt, sind ein Britisches Überseegebiet im Atlantischen Ozean. Es setzt sich aus zwei Inselgruppen, den Turks- und den Caicos-Inseln, zusammen.

Hier ist ein besonderer Sport zuhause, nämlich das Schwimmen mit Stingrays, den Rochen.

Baden mit Rochen © Wolfgang Stoephasius

Baden mit Rochen © Wolfgang Stoephasius

Die Falklandinseln, auch Malwinen, sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 395 km östlich von Südargentinien und Feuerland. Mir ist ein Rätsel, warum zwei sogenannte zivilisierte Staaten um so eine winzige Insel Krieg führen können. Auf alle Fälle weht dort stets ein kräftiger Wind.

Die Antarktis ist nicht weit © Wolfgang Stoephasius

Die Antarktis ist nicht weit © Wolfgang Stoephasius

Die Pitcairninseln sind eine isoliert gelegene Inselgruppe im südöstlichen Pazifik, die administrativ zu den Britischen Überseegebieten gehört. Hier fanden einst die Meuterer von der Bounty mit ihren tahitianischen Frauen Unterschlupf. Anführer der Meuterer war Fletcher Christian. Heute leben dort noch die Nachfahren.

Grabstein auf Pitcairn © Wolfgang Stoephasius

Grabstein auf Pitcairn © Wolfgang Stoephasius

Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel. Es steht seit 1704 unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten. Auf dem Weg vom spanischen Festland muss man den Flugplatz überqueren, um in das Territorium zu gelangen. Bei unserer Fahrt mit der Fähre von der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika nach Algeciras bot sich uns ein eigenartiges Bild auf den Felsen von Gibraltar.

Der Felsen von Gibraltar © Wolfgang Stoephasius

Der Felsen von Gibraltar © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp: Auf der Isle of Man waren im ersten Weltkrieg deutsche Zivilisten interniert und es gab auch ein Kriegsgefangenenlager. In der Ortschaft Patrick gibt es einen kleinen Friedhof, dort ruhen  neben zwei deutschen Juden sieben türkische Kriegsgefangene, ein symbolträchtiger Ort meine ich.

Jüdischer Grabstein in Patrik © Wolfgang Stoephasius

Jüdischer Grabstein in Patrik © Wolfgang Stoephasius

Türkischer Grabstein in Patrik © Wolfgang Stoephasius

Türkischer Grabstein in Patrik © Wolfgang Stoephasius

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Das Vereinigte Königreich, Langform Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat. Hauptstadt ist London und  Währung das Pfund Sterling. Auf einer Fläche von 242.495 km² leben 64,1 Millionen Menschen. Landesteile sind England, Wales, Schottland und Nordirland. Ferner gibt es die Britischen Überseegebiete

Akrotiri und Dekelia (Militärbasen auf Zypern)

Anguilla

Bermuda

Britische Jungferninseln

Britisches Antarktis-Territorium

Britisches Territorium im Indischen Ozean

Falklandinseln

Gibraltar

Kaimaninseln

Montserrat

Pitcairninseln

St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha

Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln

Turks- und Caicosinseln

sowie Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen, das sind die Kanalinseln sowie  Isle of Man.

Quelle hierzu und im obigen Text: Wikipedia

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich

 

 

 

Vereinigte Staaten: „Meine” UN-Staaten – zum 187sten

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Über die USA zu erzählen wird für mich ein Spagat, zum einen, weil ich das Land ambivalent betrachte, zum anderen, weil ich auf meinen vielen Reisen in die Staaten eine Fülle von Erlebnissen zu berichten hätte und über ein riesiges Bildmaterial verfüge. Geprägt von AFN mit Bill Haley und Elvis Presley,  die durchwegs positiven Erfahrungen mit den GI’s als Kind und dankbar für die Schulspeisung aus Mitteln das Marshall-Plans war ich ursprünglich ein ausgesprochener Amerikafan. Vietnamkrieg und insbesondere der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak machten mich skeptisch, nicht gegen das Volk als solches, sondern gegen die Politik.

Nun aber mal von vorne. 1973 war ich das erste Mal in den USA und wollte mit Flugzeug und Leihwagen so viel wie möglich von diesem riesigen Land kennenlernen. Diese Reise führte von New York zu den Niagara-Fällen, in den mittleren Westen, in die Rockies, nach Los Angeles und San Franzisco, New Orleans und nach Florida. Hier zwei kleine Video-Clips aus San Franzisco und dem Yellowstone-Nationalpark:

Nun nehme ich euch mit auf eine kleine Reise kreuz und quer durch das Land mit Bildern, die im Laufe der Jahre entstanden sind:

Chicago © Wolfgang Stoephasius

Chicago © Wolfgang Stoephasius

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Detroit © Wolfgang Stoephasius

Las Vegas © Wolfgang Stoephasius

Las Vegas © Wolfgang Stoephasius

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Venice Beach bei Los Angeles © Wolfgang Stoephasius

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Monument Valley © Wolfgang Stoephasius

New York (Brooklyn-Brige) © Wolfgang Stoephasius

New York (Brooklyn-Brige) © Wolfgang Stoephasius

Zuschauer bei einem ursprünglich indianischen Pow Wow © Wolfgang Stoephasius

Zuschauer bei einem ursprünglich indianischen Pow Wow © Wolfgang Stoephasius

San Franzisco (Golden Gate Bridge) © Wolfgang Stoephasius

San Franzisco (Golden Gate Bridge) © Wolfgang Stoephasius

Seattle © Wolfgang Stoephasius

Seattle © Wolfgang Stoephasius

Alaska: White Pass Railway © Wolfgang Stoephasius

Alaska: White Pass Railway © Wolfgang Stoephasius

Neben dem Rodeo ist der Bullride eine Attraktion im mittleren Westen. Hier ein Video-Clip:

Ein kleiner Ausflug führt euch mit mir auf die Hawaii-Inseln:

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Guam im Marianen-Archipel in der Südsee ist ein US-amerikanisches Territorium.

Guam © Wolfgang Stoephasius

Guam © Wolfgang Stoephasius

2011 fuhren Renate und ich in  vier Wochen mit dem Leihwagen die gesamte Route 66 ab. Eine kleine Bildergalerie zu dieser Reise möchte ich euch nicht vorenthalten.

Route 66 © Wolfgang Stoephasius

Route 66 © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp: Amerikanisch-Samoa ist als Teil von Amerikanisch-Ozeanien ein US-amerikanisches Außengebiet im südlichen Pazifik. Außer Fast Food und dicken Menschen findet ihr dort nichts wirklich Amerikanisches sondern Polynesien pur.

American Samoa © Wolfgang Stoephasius

American Samoa © Wolfgang Stoephasius

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Die Vereinigten Staaten, offiziell Vereinigte Staaten von Amerika, kurz auch Amerika, sind eine föderale Republik, die aus 50 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt, fünf größeren Territorien und etlichen Inselterritorien besteht. Hauptstadt ist Washington, D.C. Auf 9.857.000 km² leben rund 320 Millionen Mensch. Quelle: Wikipedia.

Allgemeine Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten

 

 

Vereinigte Arabische Emirate: „Meine” UN-Staaten – zum 186sten

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Renate und ich sind in den letzten 20 Jahren sehr häufig in Süd- und Südostasien unterwegs gewesen, nahezu durchwegs mit Airlines der Emirate. Ab 2004 haben wir beschlossen, diese Reisen dort zu unterbrechen und sind dabei des Öfteren länger geblieben. Hier einige Inspirationen:

Am Creek, dem Meeresarm, der Dubai teilt, trifft das alte auf das moderne Arabien. Im strengen Kontrast steht die zeitgenössische Architektur mit den Dows, den Holzbooten, welche hier beladen und entladen werden und nicht nur den Persischen Golf sondern den gesamten Indischen Ozean befahren.

Dows am Creek von Dubai © Wolfgang Stoephasius

Dows am Creek von Dubai © Wolfgang Stoephasius

Im Gold-Souk von Dubai ist der größte Goldring der Welt (über 55 kg Gold) zu bewundern.

Ring aus 55 kg Gold © Wolfgang Stoephasius

Ring aus 55 kg Gold © Wolfgang Stoephasius

Bis vor einigen Jahren war der Burj al Arab das Wahrzeichen des modernen Dubai.

 

Burj al Arab © Wolfgang Stoephasius

Burj al Arab © Wolfgang Stoephasius

Mittlerweile wurde dem Burj al Arab vom 828 Meter hohen  Burj Khalifa der Rang streitig gemacht.

Burj Khalifa © Wolfgang Stoephasius

Burj Khalifa © Wolfgang Stoephasius

Keine Sensation darf fehlen in diesem Land am Rande der Wüste. In der Dubai Mall, einem riesigen Einkaufszentrum, gibt es eine Schiarena und eine Eislaufbahn, ein Energieaufwand ohne Sinn und Verstand.

Eislaufbahn in der Dubai Mal © Wolfgang Stoephasius

Eislaufbahn in der Dubai Mal © Wolfgang Stoephasius

In der Dubai Mal gibt es Restaurants, die den Gast ein Märchen aus 1000undEiner Nacht vorgaukeln sollen.

Restaurant in der Dubai Mal © Wolfgang Stoephasius

Restaurant in der Dubai Mal © Wolfgang Stoephasius

Vor den Shopping-Mals fahren die Luxuslimousinen mit Chauffeur vor, um die neureichen ehemaligen Beduinen abzuholen.

Moderne Wüstenbewohner © Wolfgang Stoephasius

Moderne Wüstenbewohner © Wolfgang Stoephasius

Die Damen lassen es sich gut gehen in einem der vornehmen Restaurants am Creek.

Araberinnen

Araberinnen

Die Jumeirah Moschee ist das einzige islamische Gotteshaus in Dubai, welches von Nichtmuslimen zu bestimmten Zeiten besucht werden darf.

Jumeirah Moschee © Wolfgang Stoephasius

Jumeirah Moschee © Wolfgang Stoephasius

Nicht weit von Dubai entfernt liegt das Städtchen Tawi-al Hibab. In der Nähe am Fuß des Hajargebirges trifft man auf eine faszinierende Dünenlandschaft. Dort kann man sich von Beduinen in  Geländewagen in wilder Fahrt herumfahren lassen.

Dünenlandschaft bei Tawi-al Hibab © Wolfgang Stoephasius

Dünenlandschaft bei Tawi-al Hibab © Wolfgang Stoephasius

Für Leute mit geringem Budget empfiehlt es sich im kleinen Emirat Schardscha zu übernachten, dort sind die Hotelpreise erheblich niedriger als in Dubai, welches nur einen Katzensprung entfernt liegt.

Das Emirat Schardscha  © Wolfgang Stoephasius

Das Emirat Schardscha © Wolfgang Stoephasius

In Abu Dhabi steht die Sheikh Zayed Moschee. Das riesige Gotteshaus in blütenweißem Marmor lässt sich mit nichts auf der Welt, höchstens noch annähernd mit dem indischen Taj Mahal, vergleichen.

Sheikh Zayed Moschee © Wolfgang Stoephasius

Sheikh Zayed Moschee © Wolfgang Stoephasius

Wer das Gefühl der wirklich Wüste und alter arabischer Städte erleben möchte, sollte nach Al Ain im Emirat Abu Dhabi fahren.

Jahili Fort bei Al Ain © Wolfgang Stoephasius

Jahili Fort bei Al Ain © Wolfgang Stoephasius

Als wir 2004 mit Freunden in Ra’s al-Chaima waren, war es ein kleines Fischerdorf. Inzwischen sind auch dort Hotelpaläste hochgezogen worden.

Ra’s al-Chaima © Wolfgang Stoephasius

Ra’s al-Chaima © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp: In der Oase Al Ain gibt es einen großzügig gestalteten Tierpark, in welcher man die Tierwelt Arabiens und Afrikas aus nächster Nähe betrachten kann. Jeden Tag werden spezielle Veranstaltungen mit hohem Informationsgehalt angeboten.

Der Tierpark von Al Ain  © Wolfgang Stoephasius

Oryx-Antilope im Tierpark von Al Ain © Wolfgang Stoephasius

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Die Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE, sind eine Föderation von sieben Emiraten (Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra’s al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain) im Südosten der Arabischen Halbinsel in Südwestasien. An der Küste des Persischen Golfes gelegen und mit Zugang zum Golf von Oman, grenzt das Land an Saudi-Arabien und Oman. Von den Einwohnern sind lediglich 20 Prozent Staatsbürger der VAE und die übrigen 80 Prozent  ausländische Arbeitsmigranten. Hauptstadt ist Abu Dhabi, Währung der VAE-Dirham und Amtssprache Arabisch. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Arabische_Emirate

Auch wenn man als Tourist das Gefühl hat willkommen zu sein, darf man nicht übersehen, dass Politik und Menschenrecht  durchaus mit Problemen behaftet sind. Hierzu ein Link

http://www.humanrights.ch/de/service/laenderinfos/vae/

 

 

 

 

 

Venezuela: „Meine” UN-Staaten – zum 185sten

VenFahne

Am 1. Januar 1987, also vor über 29 Jahren,  fliege ich mit British Airlines von Frankfurt nach London und von dort mit dem Jumbo nach Caracas. Das Sylvesterfeuerwerk über München habe ich vom ausfahrenden Zug erlebt. Bereits zu dieser Zeit steckt das ölreiche Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise und der Wechselkurs des Bolivar ist im Keller, gut für mich. So kostet beispielsweise die Halbe Fassbier 50 Pfennig. Ich bin überrascht von der hochmodernen U-Bahn, an den Stationen klingt aus Lautsprechern klassische Musik.

Vom Kalvarienberg habe ich einen wunderbaren Blick auf die weitläufige Metropole.

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Caracas © Wolfgang Stoephasius

An der Plaza Bolivar suchen sich die Großstädter ein geruhsames Plätzchen.

Plaza Bolivar © Wolfgang Stoephasius

Plaza Bolivar © Wolfgang Stoephasius

Amerikanische spritfressende Autos prägen das Straßenbild, der Treibstoff kostet so gut wie gar nichts.

Amerikanische spritfressende Autos prägen das Straßenbild, der Treibstoff kostet so gut wie gar nichts.

Amerikanischer Pik Up © Wolfgang Stoephasius

Für umgerechnet 9 Mark fahre ich nach einigen erlebnisreichen Tagen (auch bei einem Raubüberfall wurde ich Zeuge)  in Caracas mit dem Nachtbus 1000 Kilometer in die Grenzstadt San Antonio. Vom Busbahnhof nehme ich den direkten Bus ins kolumbianische Cúcuta und muss mit dem Taxi wieder zurück, weil ich versäumt habe mir den Ausreisestempel zu holen.

Nach meiner Reise quer durch Kolumbien und Ecuador bin ich einige Wochen später wieder in Cúcuta. Am Abend wird mein Flieger von San Antonio auf der anderen Seite der Grenze nach Caracas gehen. Das Ticket habe ich in der Tasche. Den Einreisestempel für Venezuela erhalte ich nicht am Grenzübergang sondern muss mit dem Bus in die Grenzstadt San Antonio fahren. Dort erfahre ich, dass sich für die Wiedereinreise ein Visum brauche, ein ernsthaftes Problem, muss ich doch am Abend den Flieger erwischen und am übernächsten Tag soll es von Caracas weiter nach Trinidad gehen. In einer Gewaltaktion und einem Wettlauf gegen die Zeit bekomme ich am gleichen Tag im eigentlich geschlossenen Konsulat in  Cúcuta das Visum, durch die Unterstützung hilfreicher deutschlandfreundlicher Engel in Form eines kolumbianischen Gendarmerieoffiziers, der Konsulatssekretärin und des Konsuls persönlich. Um 18 Uhr sitze ich in der Boeing 727 in Richtung Caracas, die ich sozusagen in letzter Sekunde erreicht habe. Eigentlich will ich irgendwann einmal wieder nach Venezuela kommen, gäbe es doch so viel zu sehen. Vielleicht im nächsten Leben.

Der spezielle Tipp: Falls ihr nach Venezuela reisen wollt, informiert euch vorher genau über Sicherheitslage und  sogenannten Hot Spots. Das Land hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Am 21.08.2015 hat Venezuela übrigens bis auf Weiteres den Ausnahmezustand im Grenzgebiet zu Kolumbien verhängt. Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten, abgeraten wird auch von der Ein- und Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien, sagt das Auswärtige Amt.

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Venezuela ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Er grenzt an  Brasilien, Kolumbien und Guyana.  Hauptstadt ist Caracas, Währung der Venezolanische Bolívar und Amtssprache Spanisch. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela

 

Vanuatu: „Meine” UN-Staaten – zum 184sten

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Es ist der 3. Januar 1986, als ich auf der Insel Efate mit der Hauptstadt Port Vila lande. Ich komme von Fiji und in einigen Tagen soll es weiter auf die Salomoninseln gehen. Es ist meine erste Reise rund um den Erdball und ich fliege von Ost nach West. Über London ging es zunächst nach Los Angeles und weiter nach Hawaii. Nach den Salomons wird es noch nach Australien und auf die Philippinen gehen. Auf der Insel Efate gebe ich mich ganz dem Faulenzen, Wassersport  und Wandern hin. Zu den einzelnen Zielen geht es problemlos per Autostopp.

Flugticket für die Ziele im Pazifik

Flugticket für die Ziele im Pazifik

Der spezielle Tipp: Damals, also vor 30 Jahren,  war das Schnorcheln  auf  Hideaway Island  vor Mele Bay ein Traum. Nach meinen Recherchen im Internet scheint es heute auch noch so zu sein. Allerdings ist mir nicht ganz klar, ob der Zyklon  vom März 2015 größere Schäden am Korallenriff angerichtet hat.

Kein anderes Land ist Naturgewalten so ausgeliefert wie Vanuatu. Dazu ein Link

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-03/vanuatu-zyklon-klimawandel-schaeden-katastrophe

Die Mele Bay mit Hideway Island © Wolfgang Stoephasius

Die Mele Bay mit Hideway Island © Wolfgang Stoephasius

Wisst ihr eigentlich, dass Bungeejumping aus Vanuatu stammt? Seit Urzeiten springen die jungen Männer vom Volk der Sa auf der Insel Pentecost von bis zu dreißig Meter hohen hölzernen Sprungürmen zwischen April und Juni durch Lianen gesichert in die Tiefe.

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Vanuatu ist ein souveräner Inselstaat im Südpazifik. Der aus 83 Inseln bzw. Inselgruppen bestehende Staat ging 1980 aus dem seit 1906 bestehenden britisch-französischen Kondominium Neue Hebriden hervor und hat heute ca. 267.000 Einwohner. Das Inselgebiet von Vanuatu erstreckt sich über 1300 km des Südpazifiks und zählt zu Melanesien. 72,6 % der Bevölkerung geben als Muttersprache eine der 110 Sprachen Vanuatus an. Mit dieser Menge an Sprachen hat Vanuatu die höchste Sprachendichte (Sprachen pro Einwohner) der Welt. Amtssprachen sind Französisch, Englisch und Bislama (eine Kreolsprache) Hauptstadt ist  Port Vila und Währung der Vatu. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Vanuatu

 

Der europäische Schandfleck

Es ist traurig, was aus dem Friedensnobelpreisträger Europa geworden ist!

WELTANSCHAUUNG

„Um den bizarren Plan zu verdeutlichen: Nur wenn ein syrischer Schutzsuchender sein Leben bei der Überfahrt über die Ägäis riskiert und dann per Schnellverfahren zurückverfrachtet wird, entsteht ein Platz für einen anderen Schutzsuchenden aus Syrien, der dann legal und gefahrenfrei in die Europäische Union kommen darf.“
PRO ASYL beschreibt in diesem Beitrag sehr deutlich und klar, weshalb der EU-Deal mit der Türkei eine „Schande für Europa“ ist – er bedroht Menschenleben, tritt die europäischen Werte mit Füßen und führt zum Umgang mit Menschen, welcher jenem mit Waren gleichkommt. Kanzlerin Merkel hat sich mit ihrer Zustimmung und Beteiligung an diesem dreckigen Deal von ihrem eigenen Kurs verabschiedet – auch wenn sie sich weiterhin für offene Grenzen in Europa aussprechen mag, hat sie dafür gesorgt, das Asylrecht in der EU in weiten Teilen auszuhebeln und sich dem naiven Glauben hingegeben, damit das Schlepperwesen beenden zu können.

Es wird…

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Usbekistan: „Meine” UN-Staaten – zum 183sten

UsbFahne

2003, 2005 und 2010 bin ich in Usbekistan. Die Reise im Jahre 2003 führt mich in drei Monaten vom Kaukasus bis nach Indien, mehr oder weniger entlang der historischen Seidenstraße, Usbekistan ist der Höhepunkt. 2005 begleite ich gemeinsam mit Renate eine Reisegruppe vom Iran über Turkmenistan nach Usbekistan. 2010 komme ich noch einmal im Rahmen  meiner spektakulären Reise nach Afghanistan ins usbekische Termez, Samarkand und Taschkent. Hier sind einige Inspirationen von diesen Reisen. Mich nervt bei meiner ersten Reise, dass ich auf offener Straße immer wieder von Uniformierten angehalten werde und meine Papiere vorzeigen muss und kann mich allmählich in die Lage von dunkelhäutigen Menschen versetzen, die in Deutschland permanent von der Polizei kontrolliert werden. Mit einem freundlichen Lächeln geht auch diese Prozedur schnell vorbei. Auf der anderen Seite werde ich von wildfremden Menschen immer wieder in ihrer Häuser zum Essen, ja sogar auf Hochzeiten eingeladen, eine unglaubliche Gastfreundschaft in diesem muslimischen Land. Besonders beeindruckt mich der Gang durch die Allee der Mausoleen  des Friedhofes Shah-I-Zinda in Samarkand, wo am Eingang zum „Paradies“ in arabischen Schriftzeichen der Spruch steht „Alle Wege führen zu Gott“.

Hier einige Inspirationen:

Pilger im Friedhof Shah-I-Zinda © Wolfgang Stoephasius

Pilger im Friedhof Shah-I-Zinda © Wolfgang Stoephasius

Marktfrauen in Samarkand © Wolfgang Stoephasius

Marktfrauen in Samarkand © Wolfgang Stoephasius

Brotverkäufer im Ferganatal © Wolfgang Stoephasius

Brotverkäufer im Ferganatal © Wolfgang Stoephasius

Die Stadt Xiva ist nahezu perfekt erhalten, man fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt.

Karawanenstadt  Xiva © Wolfgang Stoephasius

Karawanenstadt Xiva © Wolfgang Stoephasius

Usbeke in Xiva © Wolfgang Stoephasius

Usbeke in Xiva © Wolfgang Stoephasius

Der Chor Minor ist das Tor zu einer Koranschule, Wahrzeichen der Stadt Bukhara.

Chor Minor © Wolfgang Stoephasius

Chor Minor © Wolfgang Stoephasius

Das historische Zentrum von Bukhara bildet ein komplettes architektonisches Ensemble, typisch für diese ehemalige Karawanenstadt.

Bukhara © Wolfgang Stoephasius

Bukhara © Wolfgang Stoephasius

Der Registan in Samarkand ist wohl das mächtigste Bauwerk an der Seidenstraße.

Registan © Wolfgang Stoephasius

Registan © Wolfgang Stoephasius

Im Gur-e Amir Mausoleum steht der Sarkophag von Tamelan, dem grausamen Herrscher, bei uns Timur der Schreckliche genannt, dem aber Usbekistan die schönsten Bauwerke zu verdanken hat.

Gur-e Amir Mausoleum © Wolfgang Stoephasius

Gur-e Amir Mausoleum © Wolfgang Stoephasius

Gur-e Amir Mausoleum bei Nacht © Wolfgang Stoephasius

Gur-e Amir Mausoleum bei Nacht © Wolfgang Stoephasius

Der spezielle Tipp: Auf meiner Reise im Jahre 2003 erzählt mir ein bulgarischer Dokumentarfilmer  die spannende Geschichte des Museums in Nukus. Während der Stalinzeit wurde  die Avantgarde-Kunst der 1920er bis 1940er Jahre  als ähnlich entartet gesehen, wie bei den Nazis in Deutschland. Igor Sawitzki, der damalige Direktor des eigentlich unbedeutenden Museums von Nukus, bemühte sich, die gefährdeten Kunstwerke hier in der Wüste, weit entfernt von den Zentren der sowjetischen Macht und ebenso weit entfernt von den usbekischen Städten, sicher unterzubringen. So ist in diesem Ort  nach dem Russischen Museum in St. Petersburg  das bedeutendste Museum klassischer Avantgarde  zu besichtigen. Einer von vielen Gründen, nach Usbekistan zurück zu kommen. Zwei Jahre später, also im Jahre 2005, werde ich da sein. Ein Geheimtipp für jeden Kunstinteressierten!

Im Museum von Nukus © Wolfgang Stoephasius

Im Museum von Nukus © Wolfgang Stoephasius

Uz-map

Usbekistan ist ein islamisch geprägter Binnenstaat in Zentralasien. Nachbarländer sind im Westen und Norden Kasachstan, im Osten Kirgisistan, im Südosten Tadschikistan und Afghanistan, im Süden Turkmenistan. Hauptstadt ist Taschkent, die Währung heißt Soʻm. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Usbekistan

und hier noch einige Hintergrundinformationen

http://www.zeit.de/2014/20/usbekistan-zentralasien