Papua-Neuguinea „Meine” UN-Staaten – zum 131ten

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1990 sind Renate und ich über Singapur nach Papua-Neuguinea geflogen und haben in diesem Land Ungeheureres erlebt. Im Hochland um Mount Hagen konnten wir an einem Friedensfest teilnehmen, zwei Stämme hatten sich bis aufs Blut bekriegt, Missionare hatten einen Waffenstillstand ausgehandelt. Wir waren neben den Missionaren die einzigen Westler unter den verwegenen Gestalten. Unsere Reise führte später in das Tiefland und wir erlebten dort das friedliche Leben in den archaischen Dörfern am Sepik-River.

In Mount Hagen boten Bauersleute ihre spärlichen Produkte an:

 

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Markt in Mount Hagen © Wolfgang Stoephasius

Tausende von Kriegern hatten sich zum Friedensfest versammelt:

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Friedensfest in Minj © Wolfgang Stoephasius

In dem mehrmonatigen Krieg hatte es viele Tote, abgebrannte Dörfer und Vergewaltigungen gegeben:

Hochlandkrieger in Papua © Wolfgang Stoephasius

Hochlandkrieger in Papua © Wolfgang Stoephasius

Im Tiefland dienten uns LKWs mit Sitzbänken als Transportmittel:

„Omnibus“ am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

„Omnibus“ am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Auch im Tiefland sind die Märkte bescheiden, Stände gibt es keine:

Markt am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Markt am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Papua-Neuguinea ist nach Indonesien und Madagaskar der flächenmäßig drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfasst den Osten der Insel Neuguinea (Westneuguinea gehört zu Indonesien) sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Hauptstadt ist Port Moresby, Währung der Kina (PGK). Amtssprachen sind Hiri Motu, Tok Pisin und Englisch. Auf 462.840 km² leben 7.476.000 Menschen.

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Die gesamte Insel wird durchzogen von einem etwa 200 Kilometer breiten, verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist. Diese Landesnatur begünstigte die isolierte Stammesbildung, wie sie in Neuguinea stattgefunden hat. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Papua, die sich in 700 bis 1000 Volksgruppen mit jeweils eigener Sprache und Kultur sowie teils auch eigener Religion unterteilen. Sie wohnen zu 90 % im unwegsamen Bergland der Insel und leben größtenteils traditionell in Familienverbänden. Unter den rund 7,4 Millionen Einwohnern werden insgesamt 839 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Aufgrund der Missionsarbeit von Missionaren aus dem Deutschen Kaiserreich gehört die Mehrheit der Bevölkerung christlichen Konfessionen an. Große Teile der Bevölkerung sind Analphabeten, insbesondere Frauen. Die Lage der Menschenrechte in Papua-Neuguinea gilt als äußerst kritisch. So berichtet die Organisation Amnesty International in ihrem Jahresbericht 2011, dass körperliche Misshandlungen in den Gefängnissen des Landes „an der Tagesordnung“ seien. Inhaftierte Frauen würden zudem häufig sexuell missbraucht. Auch Aberglaube ist weit verbreitet. Immer wieder werden deshalb Menschen – zumeist Frauen – der Hexerei beschuldigt und anschließend getötet oder gefoltert. Trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten und einer äußerst vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft ist der Tourismus in Papua-Neuguinea bisher nur gering ausgeprägt. Reisen in bestimmte Gebiete gelten als sehr gefährlich. Quelle: Wikipedia.

 

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