Osttimor „Meine” UN-Staaten – zum 126ten

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Im Jahr 2002 hatte ich endgültig beschlossen, möglichst alle Länder auf unserem Planeten zu besuchen. So traf es sich gut, dass Osttimor im gleichen Jahr selbstständig geworden war. Also machte ich mich ein Jahr drauf, also 2003 auf, um gemeinsam mit Renate dieses Land zu besuchen. Wir reisten vom indonesischen Westtimor problemlos auf dem Landweg nach  Timor-Leste ein, wurden aber bei der Ausreise daran gehindert, wieder nach Indonesien zurückzukehren. So mussten wir von der Hauptstadt des Landes den teuren internationalen Flug nach Bali nehmen. Während des Unabhängigkeitskrieges sind fast 200 000 Menschen ums Leben gekommen. Die Bevölkerung von damals gut 700 000 Menschen hing voll am Tropf der UNO, die hier einen wahnsinnigen Wasserkopf aufgebaut hatte.

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Frachtschiff im Hafen von Dili © Wolfgang Stoephasius

Christus soll das Land beschützen © Wolfgang Stoephasius

Christus soll das Land beschützen © Wolfgang Stoephasius

Die Demokratische Republik Timor-Leste, im Deutschen auch als Osttimor bezeichnet, ist ein Inselstaat in Südostasien. Es war der erste Staat, der im 21. Jahrhundert unabhängig wurde. Hauptstadt ist Dili und die Währung der US-Dollar. Mit Stand 2013 hat das Land 1,178 Millionen Einwohner, die auf 15.470 km² leben.

Osttimor

Osttimor ist etwas kleiner als Schleswig-Holstein oder die Steiermark. Die Hauptlandmasse ist 260 km lang und bis zu 80 km breit. Es gibt auf Osttimor etwa 15 Ethnien, davon 12 größere Stammesverbände. Sie sprechen meist austronesische (malayo-polynesische) Sprachen und Papua-Sprachen. Amtssprachen sind Portugiesisch und Tetum, die als Lingua Franca am weitesten verbreitete einheimische Sprache. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft, verbessert sich aber langsam. Die Vielfalt der Sprachen im Land führt oft zu Problemen bei der Verständigung zwischen Arzt und Patient. Fast alle Einwohner Osttimors sind christlichen Glaubens. Über 96 % gaben bei der Volkszählung 2004 an Katholiken zu sein. Im 16. Jahrhundert gründeten die Portugiesen ihre Kolonie Portugiesisch-Timor. Die Japaner besetzten die Kolonie während des Zweiten Weltkrieges, obwohl Portugal ein neutrales Land war. 1975 entließ Portugal Osttimor in die Unabhängigkeit, doch nur wenige Tage danach annektierte Indonesien das neue Land und machte es trotz internationaler Verurteilung zu seiner 27. Provinz Timor Timur. In den 24 Jahren der indonesischen Besetzung wurde etwa ein Drittel der 800.000 Einwohner getötet. Nach einer Volksabstimmung (Referendum), die zu Gunsten einer Unabhängigkeit ausging und weiteren Verbrechen durch pro-indonesische Milizen und der indonesische Armee, entsandten die Vereinten Nationen unter australischer Führung die Friedenstruppe INTERFET. Osttimor kam unter Verwaltung der UNTAET, bis es schließlich am 20. Mai 2002 endgültig unabhängig wurde. Zwischen Ende April und Ende Mai 2006 erlebte Osttimor die schwersten Unruhen seit seiner Unabhängigkeit. Wieder mussten 150.000 Menschen fliehen und 37 Personen starben. Später im Jahr randalierten Jugendbanden und kämpften in den Straßen gegeneinander. 2008 kam es zu einem Attentat auf Premierminister und Präsident, bei dem der Rebellenführer ums Leben kam. Danach brach die Rebellenorganisation zusammen und das Land stabilisierte sich wieder. Osttimor gilt weiterhin als fragil, aber eine internationale UN-Mission (UNMIT) sorgt seit September 2006 für Ruhe und Ordnung und konnte inzwischen in mehreren Distrikten die Verantwortung wieder an die nationale Polizei (PNTL) übergeben. Quelle: Wikipedia.

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