Niger „Meine” UN-Staaten – zum 122ten

NigerFahne

1987 war ich das erste Mal mit Öffentlichen Verkehrsmitteln in den Staaten des südlichen Sahel  unterwegs. Von Paris aus bin ich mit einer betagten Boeing 707 in das damalige Obervolta geflogen und von dort ging es mit Buschtaxis auf staubigen Pisten in den Staat Niger und von dort weiter nach Benin, Togo und Nigeria.

Hier eine Straßenszene aus der Hauptstadt Niamey:

Die Republik Niger ist ein Binnenstaat in Westafrika. Der namensgebende Fluss Niger durchfließt den relativ dicht besiedelten Südwesten des Wüstenstaates. Hauptstadt ist Niamey und die Währung der CFA-Franc. 75 % der Bevölkerung sprechen Hausa als Erst- oder Zweitsprache; die Sprache wird von rund 85 % der Bevölkerung verstanden. Weitere Sprachen neben Französisch – der einzigen Amtssprache – sind Songhai-Djerma (22 %), Fulfulde (10%), Tamaschagh  – eine Tuareg-Berbersprache –  10 %), Kanuri (4 %) und andere. Auf einer Fläche von 1.267.000 km² leben 17,83 Millionen Menschen, das entspricht 14 Einwohnern pro km² (Im Vergleich: Deutschland 257).

NigerKarte

Niger grenzt im Norden an Algerien und Libyen, im Westen an Mali und Burkina Faso, im Osten an den Tschad und im Süden an Nigeria und Benin. Niger ist ein Binnenstaat mit Anteil an der Sahara, dem Sahel und dem Sudan. Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und nahm beim Human Development Index 2013 den letzten Platz ein. Die ehemalige französische Kolonie ist seit 1960 unabhängig. Nach einer Phase von Staatsstreichen und Aufständen der Tuareg scheint sich Niger politisch zu stabilisieren. Existenzbedrohend für den größten Teil der nigrischen Bevölkerung sind regelmäßig wiederkehrende Dürren und Hungersnöte bei einer zu schnell wachsenden Bevölkerung aufgrund mangelnder Geburtenkontrolle. Dem trockenen Klima entsprechend geht die Trockensavanne von Süden nach Norden hin in Dornstrauchsavanne und bald in Halb- und Vollwüste über. Im Norden sind weite Flächen Sand- und Steinwüste. Als Folge der fünfjährigen Dürreperiode zwischen 1969 und 1974 in der gesamten Sahelzone ist der Grundwasserspiegel gesunken, die natürliche Vegetation ist teilweise komplett abgestorben, zum Teil auch durch Viehbestände vernichtet. Dies hat wiederum die Viehbestände reduziert und Menschenleben gekostet. Der nur durch Nomaden nutzbare Raum hat sich in der Folge um etwa 50 km weiter nach Süden ausgedehnt. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 wuchs die Bevölkerung Nigers von 3,2 auf über 17,8 Millionen Menschen im Jahr 2013, was mehr als einer Verfünffachung der Bevölkerungszahl entspricht. Die Regierung setzt kaum Maßnahmen, um die Bevölkerungsexplosion einzudämmen oder das Land landwirtschaftlich besser nutzbar zu machen. Die meisten Bräute in Niger sind noch nicht volljährig, wenn sie heiraten – einer Untersuchung des nigrischen Ministeriums für Öffentliche Gesundheit aus dem Jahr 2012 zufolge sind 75 % der Mädchen erst zwischen 15 und 19 Jahre alt, wenn sie verheiratet werden. In einem Bericht des United Nations Children’s Fund von 2011 rangiert Niger damit auf Platz 1 der Liste mit den Ländern, in denen Kinderhochzeiten am meisten vorkommen. Das rapide Bevölkerungswachstum hat negative Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 52,5 bis 57,3 Jahren angegeben. Die Müttersterblichkeit (820 auf 100.000 Lebendgeburten) und die Kindersterblichkeit (73 von 1000 Lebendgeborenen sterben vor dem 1. Geburtstag, 143 vor dem 5. Geburtstag) ist hoch. 2004 lag die Zahl der Ärzte in Niger unter 400. Zugang zu sauberem Trinkwasser, seit 2010 ein Menschenrecht der UNO, besitzt laut WHO und Unicef nicht einmal jeder zweite Mensch in Niger. 74 % der Männer und 90 % der Frauen sind Analphabeten. Kinderarbeit ist in Niger verbreitet.  Nach Angaben der Weltbank zählt Niger zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Quelle: Wikipedia.

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