Namibia „Meine” UN-Staaten – zum 117ten

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1996 hatte ich eine kleine Gruppe für eine abenteuerliche Reise durch Namibia, Botswana, Südafrika und Lesotho organisiert. In Namibia waren wir mit Geländewagen unterwegs, die wir selbst steuerten.

Noch immer stand das Reiterdenkmal aus der deutschen Kolonialvergangenheit hoch über Windhoek.

Das deutsche Schutztruppendenkmal in Windhoek© Wolfgang Stoephasius

Das deutsche Schutztruppendenkmal in Windhoek© Wolfgang Stoephasius

An der Walfishbay trafen wir auf diese Seelöwenkolonie.

Walfishbay © Wolfgang Stoephasius

Walfishbay © Wolfgang Stoephasius

Nach ausgiebigen Pirschfahrten in der Etoschapfanne kamen wir zum Mudumu-Nationalpark in welchem wir vielen Elefanten begegneten.

Mudumu-Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Mudumu-Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Der sogenannte Caprivizipfel grenzt an Sambia, Angola und Botswana. Grenzziehung und Namensgebung gehen auf den ehemaligen deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi zurück. Hier legten wir den letzten Tankstopp vor der Weiterfahrt nach Botswana ein.

Tankstelle im Caprivizipfel © Wolfgang Stoephasius

Tankstelle im Caprivizipfel © Wolfgang Stoephasius

Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika zwischen Angola, Botswana, Sambia, Südafrika und dem Atlantischen Ozean. Amtssprache ist Englisch. Die in Namibia gesprochenen Bantu-Sprachen sind Oshivambo, Otjiherero, Ru Kwangali, SiLozi und Setswana. Zu den Khoisan-Sprachen zählen Khoekhoegowab und die Sprachen der San wie Kung und Khoe. Die von den Europäern  eingeführten indogermanischen Sprachen wie Afrikaans  und Deutsch werden zwar nur von einem kleinen Bevölkerungsteil als Muttersprache gesprochen, sind aber besonders unter Farmarbeitern und anderssprachigen Weißen weiterhin sehr verbreitete Verkehrssprachen. Hauptstadt ist Windhoek und die Währung der Namibia-Dollar.  2,303 Millionen Menschen leben auf 824.116 km², das entspricht 2,56 Einwohner pro km²  (in Deutschland 227 pro km²). Namibia ist extrem dünn besiedelt. Nach der Mongolei gilt Namibia als der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Erde.

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Namibia erlangte im Zuge des Namibischen Befreiungskampfes am 21. März 1990 – mit Ausnahme von Walvis Bay und den Penguin Islands, die bis 1994 unter südafrikanischer Kontrolle standen – die Unabhängigkeit von Südafrika. Der 21. März ist seitdem Nationalfeiertag des Landes. Die Hauptstadt und größte Stadt Namibias ist Windhoek. Das Land ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), der Zollunion des südlichen Afrika (SACU) sowie der Afrikanischen Union (AU) und des Commonwealth of Nations. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der internationalen Armutsgrenze. Eine namibische Frau bringt in ihrem Leben durchschnittlich 2,2 Kinder zur Welt. Das derzeitige jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei etwa 0,5 Prozent (Stand 2015). Etwa 11 Prozent (Stand 2013) der Bevölkerung sind mit HIV/AIDS infiziert. Anfang der 2000er Jahre lag die HIV-Rate bei etwa 20 Prozent. Dadurch war die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt deutlich gefallen. Sie lag 1990 bei etwa 62 Jahren und im Jahr 2005 nur noch bei 52 Jahren. Im Jahr 2012 fiel sie auf 46 Jahre bei den Frauen und 47 Jahre bei Männern, stieg seitdem aber wieder auf deutlich über 50 Jahre an. Namibia hat eines der besten medizinischen Systeme des afrikanischen Kontinents. 2007 gab es in Namibia 37 Ärzte pro 100.000 Einwohner und damit eines der besten Arzt-Einwohner-Verhältnisse Afrikas. Namibia hat eine stabile parlamentarische Demokratie. Die namibische Wirtschaft ist stark durch die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau speziell von Uran, Gold, Silber und unedlen Metallen geprägt.

Nachdem es dem deutschen Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz gelungen war, durch Verträge mit einheimischen Stammesführern weite Landstriche zu erwerben („Lüderitzbucht“), wurde das Land vom Oranje bis zum Kunene 1884 zum „Schutzgebiet“ Deutsch-Südwestafrika und sodann zur deutschen Kolonie erklärt. Die Nachricht von sagenhaften Diamantenfunden löste geradezu eine „Goldgräberstimmung“ im kaiserlichen Deutschen Reich aus. In Lüderitzbucht konnte man die Klippekies, wie die Diamanten bezeichnet wurden, im Sand des Strandes und der Dünen der Wüste auflesen. Der davon ausgelöste Zuzug von Händlern und Farmern sowie deren Landnahme stießen auf zunehmenden Widerstand der einheimischen Herero und Nama. Das rüde Vorgehen der Siedler stieß besonders bei den Herero auf Widerstand. Die sich Ende des 19. Jahrhunderts dramatisch verschlechternde wirtschaftliche Situation der Herero zwang sie zu weiteren Landverkäufen und schließlich zur Lohnarbeit bei deutschen Siedlern. Anhaltende Konflikte zwischen den Siedlern und der einheimischen Bevölkerung konnten durch den Kapitän der Herero Samuel Maharero und den Gouverneur Deutsch-Südafrikas Theodor Leutwein nicht gelöst werden. Es kam in der Folge zu einem deutschen Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama, der von 1904 bis 1908 dauerte und sich zu einem Vernichtungskrieg auswuchs, der schätzungsweise 60.000 bis 70.000 Männer, Frauen und Kinder das Leben kostete. Am 9. Juli 1915 unterzeichneten der Kommandeur der Schutztruppe, Oberstleutnant Franke, sowie der kaiserliche Gouverneur Seitz und der Generaloberkommandeur der Südafrikanischen Union Louis Botha einen Waffenstillstandsvertrag, der einer Kapitulation gleichkam. Am 21. März 1990 erhielt Namibia, nach mehr als 100-jähriger Fremdbestimmung, seine Unabhängigkeit. Quelle: Wikipedia.

 

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