Mauretanien „Meine” UN-Staaten – zum 106ten

MaurFahne

Auf meiner Reise 2001 von Marokko nach Timbuktu hatte ich in der Stadt Dakhla in der Westsahara nette Holländer getroffen, die mich über die Grenze nach Mauretanien mitgenommen haben, dort gab es nämlich keine öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Konvoi ging es durch das minenverseuchte Grenzgebiet und nach oberflächlicher aber langwieriger Kontrolle kamen wir schließlich nach Mauretanien.

Piste in Mauretanien © Wolfgang Stoephasius

Piste in Mauretanien © Wolfgang Stoephasius

In der Hafenstadt  Nouadhibou verabschiede ich mich von meinen freundlichen Niederländern. Von dort fährt der längste Güterzug der Welt in das Erzgebiet des Landes. Ich hatte eine neue Reisegefährtin kennengelernt, Rosaluna aus Sizilien. Mit ihr gemeinsam fanden wir einen Platz in dem einzigen Passagierwagen des Zuges und es ging in aufregender Fahrt in das Adrargebirge.

Im längsten Zug der Welt © Wolfgang Stoephasius

Im längsten Zug der Welt © Wolfgang Stoephasius

Vom Städtchen Atar suchte ich mir eine Mitfahrgelegenheit in einem Sammeltaxi, welches allerdings nach kurzer Zeit seinen Geist aufgab.

Panne in der Wüste © Wolfgang Stoephasius

Panne in der Wüste © Wolfgang Stoephasius

Per Handy wurde ein Ersatzfahrzeug, ein uralter Mercedes 300 geordert. Es war der erste Tag von Ramadan, gläubige Muslime dürfen tagsüber weder essen noch trinken. Das traf den Fahrer hart und schließlich übernahm ich das Steuer und in den späten Abendstunden kamen wir in Nouakchott, der Hauptstadt von Mauretanien an.

Moschee in Nouakchott © Wolfgang Stoephasius

Moschee in Nouakchott © Wolfgang Stoephasius

Dort fand ich einen neuen temporären Reisegefährten, einen jungen Mann von der Elfenbeinküste, und wir reisten mit dem Sammeltaxi gemeinsam an die Grenze zum Senegal.

Reisende mit dem Sammeltaxi © Wolfgang Stoephasius

Reisende mit dem Sammeltaxi © Wolfgang Stoephasius

Schließlich kamen wir an den Senegal-River und mit der Fähre ging es hinüber in das gleichnamige Land.

Schließlich kamen wir an den Senegal-River und mit der Fähre ging es hinüber in das gleichnamige Land.

Fähre von Mauretanien in den Senegal © Wolfgang Stoephasius

Mauretanien ist ein Staat im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien im Nordosten, Mali im Osten und Südosten, Senegal im Südwesten sowie im Bereich der Halbinsel von Nouadhibou an das von Marokko besetzte Territorium der Westsahara und im Nordwesten an den Landesstreifen, der von der Frente Polisario zur Demokratischen Arabischen Republik Sahara ausgerufen wurde. Hauptstadt ist Nouakchott, Amtssprache Arabisch und die Währung der Ouguiya. Auf 1.030.700 km² leben 3.597.000 Menschen, das entspricht 3 Einwohner pro km² (Deutschland 227).

MaurKarte

Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland und besteht mit Ausnahme einer Dornbuschsavannenzone von der Hauptstadt Nouakchott entlang der Südgrenze aus Wüste. In Mauretanien treffen arabische, berberische und schwarzafrikanische Völkergruppen zusammen, die sich stark miteinander vermischt haben, so dass Prozentangaben zu einzelnen Ethnien kaum möglich sind. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung sprechen Hassania. Sie gehören zu den arabisch-berberischen Mauren. Alleinige Amtssprache ist heute das Arabische, das während der Kolonialzeit offiziell gesprochene Französisch hat sich als Arbeits-, Handels- und Bildungssprache erhalten. Französisch ist neben Arabisch Unterrichtssprache. Inzwischen sind annähernd 100 Prozent der Bevölkerung sunnitische Muslime, die der malikitischen Rechtsschule angehören. Die winzige Minderheit der mauretanischen Christen, vorwiegend Katholiken, spielt im öffentlichen Leben keine Rolle. Die Elite der weißen Mauren hatte lange die meiste politische Macht inne, während schätzungsweise Hunderttausende schwarze Mauren bis heute in Sklaverei leben und dieSoudans unterdrückt wurden. Konflikte zwischen weißen Mauren und Soudans gipfelten 1989, als nach Übergriffen zehntausende Soudans über die Grenze nach Senegal flohen. 2007 unterzeichnete die neue Regierung Mauretaniens ein Abkommen mit Senegal, um die Rückkehr dieser Flüchtlinge zu ermöglichen. Die Sklaverei in Mauretanien besteht trotz ihrer mehrmaligen offiziellen Abschaffung in Mauretanien – zuletzt 2007 – weiter fort und betrifft die Nachfahren von vor Generationen versklavten und bis heute nicht freigelassenen Menschen. Die Zahl der Sklaven im Land wird auf die Größenordnung von Hunderttausenden geschätzt. Der Anteil von Sklaven an der Gesamtbevölkerung ist der höchste der Welt. Der Islam ist Staatsreligion. Es gilt islamisches Recht (Schari’a). Ein Muslim, der zu einer anderen Religion übertritt, wird nach Artikel 306 des Strafrechts wegen Glaubensabfall (Ridda) mit der Todesstrafe bedroht, die bislang aber nicht verhängt wurde. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International weist in ihrem Jahresbericht 2010 besonders auf unverhältnismäßige Gewalt und systematische Folter gegen Demonstranten, Häftlinge und die Zivilbevölkerung hin. Bei Amnesty International gingen auch 2009 Berichte über harte und willkürlich verhängte Strafmaßnahmen ein. Die Gefängnisse sind überfüllt. Quelle: Wikipedia.

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