Marshallinseln „Meine” UN-Staaten – zum 105ten

MarshKarte

Im Frühjahr 1991 sind Renate und ich in der Südsee unterwegs. Von der Insel Kosrae fliegen wir mit Zwischenstopp in Kwajalein (militärischer Stützpunkt der USA, bis vor kurzem Sperrgebiet) zum Flughafen des Majuro-Atolls und verbringen einige Tage in diesem kleinen Paradies, den Perlen der Südsee. Wir waten bei Ebbe durch glasklares Wasser zu kleinen Inseln und genießen das Schnorcheln. Von hier reisen wir weiter nach Kiribati.

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Inselwanderer im Majuro-Atoll © Wolfgang Stoephasius

Die Republik Marshallinseln ist ein ozeanischer Inselstaat im westlichen Pazifischen Ozean. Der Staat umfasst die gleichnamige Inselgruppe, die zu Mikronesien gehört.  Hauptstadt ist Majuro und die Währung der US-Dollar. Auf 181,42  km² leben 52.634 Menschen.

Marshall-Inseln-Karte

Die Marshallinseln bestehen aus zwei fast parallel verlaufenden Insel- beziehungsweise Atollketten. Zu den Inselketten gehören zusammen rund 1225 größere und kleinere Inseln sowie 870 Riffe, die sich über ein Gebiet von knapp 2 Mio. km² im mittleren Pazifik erstrecken. Die Landfläche von insgesamt 181 km² ragt im Mittel rund 2 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Amtssprachen sind Marshallesisch und Englisch. 90 Prozent der Bevölkerung gehören der Unabhängigen Protestantischen Kirche der Marshallinseln an, 8,5 Prozent sind römisch-katholisch. Abgesehen davon, dass sie wahrscheinlich im 2. Jahrtausend vor Christus von Mikronesien aus besiedelt wurden, ist über die Frühgeschichte der Inseln wenig bekannt. Zeitweise waren sie deutsche Kolonie. Nach dem 2. Weltkrieg gehörten die Inseln zum Treuhandgebiet Pazifische Inseln der USA im Auftrag der Vereinten Nationen. Die USA führten bis in die 1960er Jahre Atom- und Wasserstoffbombentests auf dem Bikini-Atoll und Eniwetok durch. Nach der Rücksiedelung der ursprünglichen Einwohner wurde eine erhöhte Radioaktivität festgestellt, so dass die Einwohner erneut umgesiedelt werden mussten. 1979 wurden die Marshallinseln als Republik unabhängig und schlossen ein Assoziierungsabkommen mit den USA, das 1986 in Kraft trat. Vollständige formale Unabhängigkeit erreichten sie nach internationalem Recht 1990, nachdem der Schutzauftrag durch die UN an die USA offiziell endete (UN-Treuhandrat). Die Geschichte der Marshallinseln, beginnend mit der deutschen Kolonie, kann auf Briefmarken des Postgebiets, zu dem unter anderem die Marken und Stempel von Nauru gehören, verfolgt werden. Insbesondere die modernen Ausgaben der Marshallinseln bilden Szenen aus der Geschichte des Inselstaates ab. Die Ronald Reagan Ballistic Missile Defense Test Site, besser bekannt als Kwajalein Missile Range oder Reagan Test Site, ist eine Raketen-Teststation mit Raketenabschussanlagen unter anderem auf dem zu den Marshallinseln gehörenden Kwajalein-Atoll. Die Vereinigten Staaten entrichten hierfür Zahlungen an die Marshallinseln. Außerdem sind zahlreiche einheimische Arbeitskräfte auf der Basis beschäftigt. Die Marshallinseln gehören neben anderen Inselstaaten wie Tuvalu, Kiribati und den Malediven zu den Regionen der Welt, die voraussichtlich stark vom Klimawandel betroffen sein werden. Quelle: Wikipedia.

 

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