Marokko „Meine” UN-Staaten – zum 104ten

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1985 war ich das erste Mal in Marokko. Von Agadir aus besuchte ich Casablanca, die Königsstädte Rabat, Fes sowie  Meknès und das sagenumwobene  Marrakesch.

Am Stadtrand von  Meknès erlebte ich eine Fantasia, eines dieser archaischen tempogeladenen Reiterspiele:

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Fantasia © Wolfgang Stoephasius

Im Oktober 2001 startete ich in Marokko mit meiner langen Tour nach Timbuktu. Damals reiste ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit vielen Zwischenstopps gemächlich Richtung Süden und hatte viele eindrückliche Erlebnisse und freundschaftliche Begegnungen in diesem muslimischen Land kurz nach den Anschlägen in New York vom 11. September.

Von Marrakesch aus kam ich nach Zagora. Dort steht vor der Polizeistation das berühmte Bild, welches mich zu der Reise in das sagenumwobene Timbuktu inspiriert hat.

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52 Tage nach Timbuktu © Wolfgang Stoephasius

Von dort aus unternahm ich mit Führer und Kamel einen mehrtägigen Ausflug in die Wüste, um eine klein Wenig von der Faszination der Einsamkeit zu spüren.

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Wüstentrip © Wolfgang Stoephasius

Über die von Marokko okkupierte Westsahara kam ich an die Grenze zu Mauretanien. Das Grenzgebiet war durch den Krieg mit den Polisario, den Aufständischen aus der ehemaligen spanischen Kolonie,  vermint und ich musste mir eine Mitfahrgelegenheit suchen, um im vorgeschriebenen Konvoi, der zweimal in der Woche zusammengestellt wurde, suchen.

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Konvoi an der Grenze zu Mauretanien © Wolfgang Stoephasius

2007 war ich mit Renate noch einmal im Land. Neben Fes und Marrakesch, welches bei einem Besuch in diesem Land ganz einfach zum Pflichtprogamm gehört,  besuchten wir die Küstenstadt Essaouira, die Drogenhochburg Tetouan und die heilige Stadt Chefchaouen, welche bis vor wenigen Jahren für Ausländer gesperrt war. Von Tanger gelangten wir in die spanische Enklave Ceuta, wo wir selbst sehen konnten, mit welch massivem Grenzzaun die afrikanischen Flüchtlinge von Europa abgeschirmt werden. Von dort ging es mit der Fähre hinüber nach Spanien.

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Dachcafe über den Mauern der Königsstadt Fes © Wolfgang Stoephasius

Das Königreich Marokko, ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Er ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Hauptstadt ist Rabat, Währung der Marokkanische Dirham und die Amtssprache ist Arabisch. Als westlichstes der fünf (mit Westsahara sechs) Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Das nordafrikanische Land ist seit 1956 unabhängig und gemäß Verfassung von 1992 eine konstitutionelle Monarchie. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UN-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten. Das Land hat ohne Westsahara 33.500.000 Einwohner, die auf 446.550 km² leben.

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Etwa 80 % der Bevölkerung sind Berber, davon knapp 60 % arabisierte Berber. Sie sind heute zumeist sesshafte Bauern, nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden oder halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den Hochplateaus im Osten des Landes. Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Nordmarokko mit der alten Metropole Fès ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch (30 % der Bevölkerung Berber) geprägt. Zudem leben rund 60.000 Ausländer im Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier. Die offiziellen Sprachen Marokkos sind das Arabische und das Mazirische (eine Berbesprache). Französisch wird im gesamten Land als Handels-, Bildungs- und zweite Amtssprache benutzt. Englisch gewinnt als Sprache der gebildeten Jugend an Bedeutung. Staatsreligion ist der Islam. Rund 98,7 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 1,1 % der Einwohner bekennen sich zum Christentum(meist Katholiken) und 0,2 % zum Judentum. In der Volksreligion ist der Glaube an Geister – als Erbe der vorislamischen Berber – tief verwurzelt. Mit der wachsenden Wirtschaftskraft des Königreichs wandern immer weniger Marokkaner in andere Staaten aus. Dafür steigt die illegale Zuwanderung von Schwarzafrikanern. Marokko liegt beim Pro-Kopf-Einkommen in der höheren Gruppe der afrikanischen Staaten. Die Sozialversicherung umfasst Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten. Auch Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft sowie Familienbeihilfen werden gewährt. Versichert sind allerdings nur Arbeitnehmer in Industrie und Handel, beziehungsweise Genossenschaftsmitglieder. Gemäß der Verfassung von 1992, zuletzt geändert 1996, ist Marokko eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt seit dem 24. Juli 1999 König Mohammed VI. ist, der der Dynastie der Alawiden angehört. Amnesty International sieht die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit im Zusammenhang mit der staatlichen Sicherheit stark eingeschränkt. Die Regierung reagiert teilweise sehr intolerant auf Meinungen oder Informationen, die als Angriff auf die Monarchie gewertet werden. So wurden Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und weitere Personen strafrechtlich verfolgt, weil sie Korruption angeprangert und die Behörden kritisiert hatten.  Laut Genfer Weltwirtschaftsforum rangiert Marokko bei den Frauenrechten auf Platz 133 von 142.  Der Schulbesuch ist seit 1963 für 5- bis 13-Jährige obligatorisch und wurde 2002 auf die bis zu 15-Jährigen erweitert. Die Einschulungsquote beträgt 92 %, von den 15-Jährigen besucht jedoch nur noch die Hälfte die Schule. So sind noch etwa knapp 30 (so die offizielle Schätzung) bis 45 % der über 15-Jährigen vor allem in ländlichen Regionen Analphabeten, darunter weitaus mehr Frauen als Männer. Quelle: Wikipedia.

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