Paraguay „Meine” UN-Staaten – zum 132ten

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1989 reisten Renate und ich quer durch Südamerika. Beim Lesen meines Tagesbuches wird mir bewusst, welchen Strapazen wir uns dabei zeitweise unerzogen haben. So haben wir mehrere Nächte hintereinander im Bus verbracht. Schließlich überquerten wir von Argentinien her kommend mit der Fähre den Río Paraná und kamen nach Encarnación in Paraguay, dort wurde einst der frühere Diktator Alfredo Stroessner geboren.

ParaguayFähre über den Río Paraná

Fähre über den Río Paraná © Wolfgang Stoephasius

In der Hauptstadt Asunción liefen in der Catedral de Encarnación gerade die Vorbereitungen für den Karfreitagsgottesdienst, es war Gründonnerstag.

Catedral de Encarnación © Wolfgang Stoephasius

Catedral de Encarnación © Wolfgang Stoephasius

Nahezu zwanzig Jahre später begleiteten wir eine Gruppe durch Südamerika und kamen wieder einmal nach Paraguay.

Viel Einwohner des Landes haben deutsche Wurzeln und es gibt nahezu original deutsche Ortschaften, wie beispielsweise Hohenau.

Hotel in Hohnau © Wolfgang Stoephasius

Hotel in Hohnau © Wolfgang Stoephasius

Beeindruckend war auch bei dieser Reise der Besuch der Missiones, hier haben sich einst die Jesuiten um die Ureinwohner gekümmert und vor der Versklavung durch die spanischen Kolonialherren gerettet.

Jesuiten Mission “La Santísima Trinidad de Paraná“ © Wolfgang Stoephasius

Jesuiten Mission “La Santísima Trinidad de Paraná“ © Wolfgang Stoephasius

Paraguay ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt.  Hauptstadt ist Asunción, Währung der  Paraguayische Guaraní und Amtssprachen sind Spanisch und Guaraní. Quelle: Wikipedia.

Weitere Infos stehen unter folgendem Link zur Verfügung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Paraguay

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Papua-Neuguinea „Meine” UN-Staaten – zum 131ten

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1990 sind Renate und ich über Singapur nach Papua-Neuguinea geflogen und haben in diesem Land Ungeheureres erlebt. Im Hochland um Mount Hagen konnten wir an einem Friedensfest teilnehmen, zwei Stämme hatten sich bis aufs Blut bekriegt, Missionare hatten einen Waffenstillstand ausgehandelt. Wir waren neben den Missionaren die einzigen Westler unter den verwegenen Gestalten. Unsere Reise führte später in das Tiefland und wir erlebten dort das friedliche Leben in den archaischen Dörfern am Sepik-River.

In Mount Hagen boten Bauersleute ihre spärlichen Produkte an:

 

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Markt in Mount Hagen © Wolfgang Stoephasius

Tausende von Kriegern hatten sich zum Friedensfest versammelt:

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Friedensfest in Minj © Wolfgang Stoephasius

In dem mehrmonatigen Krieg hatte es viele Tote, abgebrannte Dörfer und Vergewaltigungen gegeben:

Hochlandkrieger in Papua © Wolfgang Stoephasius

Hochlandkrieger in Papua © Wolfgang Stoephasius

Im Tiefland dienten uns LKWs mit Sitzbänken als Transportmittel:

„Omnibus“ am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

„Omnibus“ am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Auch im Tiefland sind die Märkte bescheiden, Stände gibt es keine:

Markt am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Markt am Sepik-River © Wolfgang Stoephasius

Papua-Neuguinea ist nach Indonesien und Madagaskar der flächenmäßig drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfasst den Osten der Insel Neuguinea (Westneuguinea gehört zu Indonesien) sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Hauptstadt ist Port Moresby, Währung der Kina (PGK). Amtssprachen sind Hiri Motu, Tok Pisin und Englisch. Auf 462.840 km² leben 7.476.000 Menschen.

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Die gesamte Insel wird durchzogen von einem etwa 200 Kilometer breiten, verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist. Diese Landesnatur begünstigte die isolierte Stammesbildung, wie sie in Neuguinea stattgefunden hat. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Papua, die sich in 700 bis 1000 Volksgruppen mit jeweils eigener Sprache und Kultur sowie teils auch eigener Religion unterteilen. Sie wohnen zu 90 % im unwegsamen Bergland der Insel und leben größtenteils traditionell in Familienverbänden. Unter den rund 7,4 Millionen Einwohnern werden insgesamt 839 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Aufgrund der Missionsarbeit von Missionaren aus dem Deutschen Kaiserreich gehört die Mehrheit der Bevölkerung christlichen Konfessionen an. Große Teile der Bevölkerung sind Analphabeten, insbesondere Frauen. Die Lage der Menschenrechte in Papua-Neuguinea gilt als äußerst kritisch. So berichtet die Organisation Amnesty International in ihrem Jahresbericht 2011, dass körperliche Misshandlungen in den Gefängnissen des Landes „an der Tagesordnung“ seien. Inhaftierte Frauen würden zudem häufig sexuell missbraucht. Auch Aberglaube ist weit verbreitet. Immer wieder werden deshalb Menschen – zumeist Frauen – der Hexerei beschuldigt und anschließend getötet oder gefoltert. Trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten und einer äußerst vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft ist der Tourismus in Papua-Neuguinea bisher nur gering ausgeprägt. Reisen in bestimmte Gebiete gelten als sehr gefährlich. Quelle: Wikipedia.

 

Über Dubai auf die Insel Phuket in Thailand

Renate und ich sind also wieder zurück von unserer Seele-Baumeln-Reise. Am 6. Januar sind wir in München gestartet und mit dem riesigen A 380 nach Dubai geflogen, wo wir nach knapp sechs Stunden Flugzeit und drei Stunden Zeitunterschied mitten in der Nacht ankamen. Dort haben wir für einen Tag in einem Hotel in Flughafennähe ein Stopover eingelegt. Es war ja nicht das erste Mal, dass wir in diesem Emirat auf der arabischen Halbinsel Station gemacht haben, so war es uns ein Leichtes den Tag optimal zu gestalten. Dubai-City vefügt über ein effizientes Öffentliches Verkehrssystem, so haben wir uns in die bequeme voll klimatisiere U-Bahn gesetzt und sind zunächst in Richtung Creek gefahren. An diesem Meeresarm findet noch immer arabisches Leben so wie vor 100 Jahren statt. Die Dhows, die hölzernen Schiffe, werden nach wie vor in schweißtreibender Arbeit von Hand beladen und machen sich auf den Weg in diverse Häfen in der arabischen See.

© Wolfgang Stoephasius

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Am Eingang zum Goldmarkt ist der größte jemals hergestelle Goldring in 21 Karat ausgestellt, er wiegt über 57 kg.

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Für umgerechnet 25 Euro-Cent setzten wir mit einem der kleinen Motorboote auf die andere Seite des Cree über.

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Am späten Abend saßen wir schließlich in einer Boeing 777 und flogen weiter Richtung Südosten. Am frühen Morgen kamen wir nach weiteren sechs Stunden Flugzeit an, die Uhr musste nochmals um drei Stunden vorgestellt werden. Mit dem Taxi ging es vom Flughafen in knapp eineinhalb Stunden zu unserem Hotel in Karon in Süden der Insel Phuket. Ein liebevoll bezogenes Bett wartete auf uns und wir genossen es, unsere Beine endlich wieder richtig ausstrecken zu können.

© Wolfgang Stoephasius

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Die Strände in der Umgebung warten mit unglaublich schönen Sonnenuntergängen auf.

© Wolfgang Stoephasius

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Weiße Strände soweit das Auge reicht, unterbrochen von steilen Buchten, beschert uns unser Domizil.

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Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan, die berühmt berüchtigten Tuk Tuks (Fahrgelegenheit auf einem lärmenden dreirädrigen Motorrad) wurden durch rote kleine  Pick Ups mit einer mit Sitzbänken bestückten Ladefläche ersetzt.

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Nur die Stromversorgung ist nach wie vor so archaisch, wie bei meinem ersten Aufenthalt in Thailand vor 40 Jahren.

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Das Angebot an Seafood aller Art war überwältigend und hat unseren Geldbeutel nicht überfordert.

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Für einige Tage mieteten wir uns ein kleines Auto und bereisten die Gegend auf eigene Faust. Wir hatten keine Lust so wie vor drei Jahren ein Motorrad zu mieten, der höllische Verkehr hat uns davon abgehalten. So fuhren wir unter anderem hinauf zum Großen Buddha, der hoch über dem Süden der Insel thront.

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Das Aquarium auf einem „Finger“ im Süden der Insel ist durchaus einen Besuch wert.

© Wolfgang Stoephasius

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Wir streiften durch den Khao Phra Thaep Nationalpark mit den Resten eines intakten Regenwaldes und erfrischen  uns in den Pool unterhalb eines Wasserfalls.

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Auf dem Rückweg besuchten wir den Wat Phra Thong mit dem Buddha aus purem Gold, der nach seinem Auffinden wegen seines Gewichts nicht aus dem Boden gehoben werden konnte und deshalb ragt nur sein Oberkörper aus dem Boden.

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Ein weiterer Ausflug führte über eine Brücke von der Insel auf das Festland. Von dort aus erkundeten wir mit einem Langboot die Ao Phan Nga Bucht, eine Inselwelt in welcher Kalksteinformationen in bizarrer Weise aus dem Wasser ragen. Hier wurde der 007-Film vom „goldenen Colt“ gedreht.

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Im übrigen genossen wir die Zeit der Ruhe mit Lesen am Pool und Baden im azurblauen Meer. Eines Tages machten wir uns auf den Fussweg in das benachbarte Kata. Dort hatten wir vor drei Jahren in einer Pension gewohnt und wir entdeckten das Eck, wo sie einst gestanden hat. Sie ist verschwunden und an der Stelle entsteht ein größerer Hotelkomplex. Der Fischbrater, bei welchem wir bei unserem letzten Aufenthalt gegessen hatten, existiert aber immer noch und sein gegrillter Fisch ist nach wie vor ein Sensation.

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

An einem anderen Tag nahmen wir an einem organisierten Ausflug teil und ließen uns von einem großen Schnellboot umgeben von Touristen aus aller Herren Länder auf die 25 Kilometer vor Phuket gelegene Insel Raya bringen. Das Schnorcheln dort hat außer einigen bunten Fischen und abgestorbenen Korallen nicht viel geboten. Der weiße Sandstrand vor klarem blauem Wasser war wunderschöne, aber voller Menschen, wir sind nun mal nicht die einzigen Touristen in dieser Gegend.

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

Wir genosseen im Übrigen das Nichtstun, die Gelegenheit endlich mal zum Lesen zu kommen, das gute und gesunde Thaiessen, im Pool zu plätschern und sich im Meer von den Wellen wiegen zu lassen. Durch E-Mail-Kontakt hatte ich erfahren, dass Helmut, ein ehemaliger Kollege aus meiner Zeit in der 60ern bei der Stadtpolizei Rosenheim, mit seiner Gattin am Nachbarstrand Urlaub macht. Wir trafen uns auf ein edles Dinner direkt am Wasser in ihrer luxoriösen Hotelanlage.

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

Ganz in der Nähe unseres Hotels in Karon ist eine ganz neue Tempelanlage um einen Boddhi-Baum entstanden. In dieser wird der Erleuchtung von Shakjamuni, also Buddha, gedacht. Wir genossen es, alleine dort zu sein, und in Ruhe Einkehr zu halten, die Seele nach einem aufregenden Reiseleben in den letzten Jahrzehnten nachkommen zu lassen.

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

Am 24. Januar, also wenige Tage vor unserer Abreise, war Vollmond. Damit beginnt das Jahr des Affen im Chinesischen Kalender. Mal sehen, was es uns bringt. Übrigens ist auch Renate im Jahr des Affen geboren, ein gutes Zeichen!?

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© Wolfgang Stoephasius

 

 

 

 

 

Panama „Meine” UN-Staaten – zum 130ten

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Im Dezember 1980 startete ich mit Frau und Tochter in Richtung Zentralamerika. Die Weihnachtsfeiertage verbrachten wir in Florida und von dort flogen wir nach Panama. Dort begann unsere Reise entlang der Panamericana bis nach Mexiko.

Mit dem Zug fuhren wir aus Panama-City hinaus zum Panamakanal.

Nach einigen Tagen ging es mit dem Bus weiter nach Costa Rica.

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Bus in Panama

Panama ist ein Staat in Mittelamerika, der an Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten grenzt. Der das Land durchquerende Panamakanal verbindet die Karibik im Norden und den Pazifischen Ozean im Süden. Hauptstadt ist Panama-Stadt, Amtssprache Spanisch und die Währung ist der US-Dollar sowie der Panamaischer Balboa. Das Land hat 3.332.576 Einwohner, die auf 75.517 km² leben.

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Die amtliche Bezeichnung der Einwohner lautet „Panamaer/in”.  Die Lebenserwartung beträgt bei den Männern 75 und bei den Frauen 80 Jahre. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup vom Dezember 2012 zählen die Einwohner des Landes mit zu den glücklichsten Menschen auf der Erde. Zwei Drittel (rund 60 %) der Panamaer sind Mestizen, also Mischlinge aus Indios und Europäern. Die zweitstärkste Gruppe bilden die Schwarzen und Mulatten mit ca. 15 %. Auf die Afropanamaer folgen mit 13 % die Weißen (in den Provinzen Panamá, Los Santos, und Chiriquí über 15 %). Die Indigenen haben einen Anteil von 8,3 % an der Bevölkerung. Asiaten machen einen Anteil von rund 4 % an der Bevölkerung aus. Die Hauptverbindungsstraße ist die Panamericana, die durch ganz Panama führt. Die Panamericana verbindet eigentlich Nordamerika mit Südamerika und führt von Alaska bis Süd-Chile, doch im Grenzgebiet zwischen Panama und Kolumbien, im Urwaldgebiet des Darién, befindet sich eine Lücke, der so genannte Tapón del Darién , die bisher noch nicht geschlossen wurde. Wichtigste Einkunftsquellen der panamaischen Volkswirtschaft sind der Panamakanal, in dessen Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung rund 8000 Menschen arbeiten, sowie die Registrierung von Schiffen. In Panama sind weltweit die meisten Schiffe registriert, fast jedes fünfte. Der Grund dafür sind das vergleichsweise unkomplizierte Verfahren und die geringen Steuern. Quelle: Wikipedia.

Palau „Meine” UN-Staaten – zum 129ten

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Im Frühjahr 2001 führt Renate und mich die große Südseereise als Island-Hopping mit dem Flugzeug von den Philippinnen nach Tahiti. Erstes Ziel im Pazifik ist die Inselwelt von Palau. Wir landen in der damaligen Hauptstadt Koror auf der Insel Babelthuap und unternehmen von dort Ausflüge.

Mit einem Schnellboot fahren wir hinaus in die angebliche Idylle einer kleinen Insel im Inselparadies der Rock Islands.

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Palau – Rock Islands

Von Idylle ist nicht arg viel zu spüren, ein Arbeiter ist eifrig damit beschäftigt, mit der Motorsäge Palmen zu zerkleinern. Von dem unvermittelt beginnenden Lärm falle ich vor Schreck gleich aus der Hängematte. Zum Glück sind Strand und Wasser so, wie man es sich in der Südsee vorstellt.

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Strand auf einer vorgelagerten Insel auf Palau © Wolfgang Stoephasius

Auf der Hauptinsel gibt es ein recht gut sortiertes Museum, in welchem wir viel von der Geschichte der Inselbewohner erfahren. Problemlos können wir zu drei der vorgelagerten Inseln wandern. Auf Holztafeln in einem Männerhaus wird der Ahnen gedacht. So ist da die Story von der Witwe, die einen Hochzeiter mit einem besonders langen Glied sucht. Schließlich wird sie fündig, wird aber bei der Ejakulation auf die Insel Peleliu gewirbelt und zerschellt dort. Wir aber reisen weiter nach Yap, die Insel des Steingeldes.

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Holztafel eines Männerhauses auf Palau © Wolfgang Stoephasius

Palau (pal.: Belau) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Hauptstadt ist seit einigen Jahren Melekeok und die Währung der US-Dollar. Auf insgesamt 459 km² leben 21.265 Menschen.

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Der Südsee-Staat, der der pazifischen Inselregion Mikronesien zuzuordnen ist, umfasst die Palauinseln, die aus der westlichen Inselgruppe der Karolinen gebildet werden und nördlich von Papua-Neuguinea liegen, sowie einige weit abgelegene Inseln im Südwesten (Südwest-Inseln genannt). Die sechs Inselgruppen der Palauinseln bestehen aus 356 Inseln, deren bei weitem größte mit 396 km² Babelthuap ist. Nur elf der Inseln sind bewohnt. Die ersten Bewohner von Palau kamen vermutlich aus Indonesien, Australien oder Polynesien und besiedelten die Inseln schon um 1000 v. Chr. Nach den teilweise schweren Kämpfen zwischen den USA und Japan während des Zweiten Weltkrieges kamen die Inseln 1947 als ein Distrikt des UN-Treuhandgebiets Pazifik-Inseln unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten. Nach einer langen Übergangsperiode und dem Tod zweier Präsidenten (Haruo Remeliik wurde 1985 ermordet; Lazarus Salii beging 1988 Suizid) wurde Palau am 1. Oktober 1994 offiziell unabhängig. Zuvor hatte die Regierung auf Druck der USA einen Assoziierungsvertrag mit den USA unterzeichnet. Die Palauer, die größte Volksgruppe und gleichzeitig Titularnation, haben einen Anteil von 69,9 % Prozent. Dies sind Mikronesier mit malaiischen und melanesischen Vermischungen. Weiterhin besteht die Bevölkerung zu 28 Prozent aus Asiaten. Palauisch und Englisch sind die Amtssprachen auf Palau. Es werden auch Japanisch, Tobianisch und Sonsorolesisch als Amtssprachen verwendet. Es besteht eine starke Identifikation mit der althergebrachten Kultur, auffällig ist eine enge Verbindung des Menschen mit dem Meer. Der Tourismus auf Palau wird noch nicht sehr kommerziell betrieben. Die meisten der ca. 100.000 (Stand 2011 Touristen pro Jahr kommen aus den USA, Japan, Südkorea, Taiwan und den Philippinen. Quelle: Wikipedia.

Pakistan „Meine” UN-Staaten – zum 128ten

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Im Jahr 2005 verabschiedete ich Renate und eine kleine Gruppe nach einer Reise durch den Iran, Turkmenistan und Usbekistan in der dortigen Hauptstadt Taschkent und reiste mit meinem Kumpel Walter weiter nach Kasachstan und von dort in die chinesische Provinz Ostturkestan. Von der legendären Oasenstadt Kashgar ging es mit dem öffentlichen Bus auf dem Karakorum-Highway über 5000 Meter hohe Pässe in Richtung Pakistan.

Im über 2000 Meter hoch gelegenen Hunza-Tal umrahmt von 7000er Bergriesen verbrachten wir geruhsame Wandertage.

Der  Rakaposhi © Wolfgang Stoephasius

Der Rakaposhi © Wolfgang Stoephasius

Vor zehn Tagen war Pakistan von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Die Straße nach Rāwalpindi war notdürftig repariert worden und wir fuhren mit dem ersten Linienbus nach Freigabe der Straße durch das von Banditen heimgesuchte Indus-Kohistan entlang des Epizentrums des Bebens nach Rāwalpindi.

Mit dem Bus durch das Erdbebengebiet © Wolfgang Stoephasius

Mit dem Bus durch das Erdbebengebiet © Wolfgang Stoephasius

Nach anstrengender 27stündiger Busfahrt erreichten wir schließlich Pindi, wie die Einheimischen die Wirtschaftmetropole Rāwalpindi nennen.

Pindi © Wolfgang Stoephasius

Pindi © Wolfgang Stoephasius

Von dort aus besuchten wir Taxila, dort wurde unter dem Einfluss der Griechen, die unter Alexander dem Großen bis an den Indus gekommen waren, Buddha erstmals in menschlicher Gestalt dargestellt.

Buddha in Taxila © Wolfgang Stoephasius

Buddha in Taxila © Wolfgang Stoephasius

Auch die Hauptstadt des Landes stand auf dem Programm.

Schuhputzer in Islamabad © Wolfgang Stoephasius

Schuhputzer in Islamabad © Wolfgang Stoephasius

Schließlich kamen wir nach Peshāwar, heutzutage einer der gefährlichsten Orte der Welt, 2005 auch schon ein Hotspot, Einflussbereich der Taliban.

Peshāwar © Wolfgang Stoephasius

Peshāwar © Wolfgang Stoephasius

Durch die Stammesprovinz Waziristan fuhren wir begleitet von einem Paschtunen-Prinzen zum Khyberpass an der afghanischen Grenze.

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Richtung Khyberpass © Wolfgang Stoephasius

 

In den Stammesgebieten reisten wir begleitet von „unserem“ Prinzen als Paschtunen verkleidet an Orte, die für Westler eigentlich gesperrt sind, so auch nach Darra Adam Khel, dort wo in kleinen Manufakturen alle erdenklichen Handfeuerwaffen nachgebaut werden.

Darra Adam Khel © Wolfgang Stoephasius

Darra Adam Khel © Wolfgang Stoephasius

Schließlich kamen wir in den Pandschab und zwar in die Großstadt Lahore.

Freitagsmoschee in Lahore © Wolfgang Stoephasius

Freitagsmoschee in Lahore © Wolfgang Stoephasius

Von dort aus fuhren wir an die Grenze nach Indien. Wagah  ist der einzige Grenzübergang zwischen den beiden mehr oder weniger verfeindeten Staaten. Dort wird jeden Nachmittag die Grenze mit einem Brimborium der besonderen Art geschlossen.

Die Reise ging weiter nach Multan, dort wird ein Sufi Heiliger in einem großen Mausoleum verehrt. Wenige Jahre nach unserer Reise gab es einen Bombenanschlag von islamistischen  Terroristen auf diese Anlage.

Mausoleum von Rukn-i-Alam © Wolfgang Stoephasius

Mausoleum von Rukn-i-Alam © Wolfgang Stoephasius

In der Provinz Belutschistan, nämlich in Quetta, feierten wir mit den Einheimischen das Zuckerfest zum Ende des Ramadan.

Motorrikscha in Quetta © Wolfgang Stoephasius

Motorrikscha in Quetta © Wolfgang Stoephasius

Die Reise endete in der Wirtschaftsmetropole Karatschi, von dort flogen wir über Istanbul zurück nach Deutschland.

Mausoleum des Staatsgründers Jinnah © Wolfgang Stoephasius

Mausoleum des Staatsgründers Jinnah © Wolfgang Stoephasius

Pakistan ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Südwesten an den Iran, im Westen an Afghanistan, im Norden an China sowie im Osten an Indien. Im Süden hat Pakistan Anteil an der Küste des Arabischen Meeres, eines Nebenmeeres des Indischen Ozeans. Hauptstadt ist Islamabad und die Währung die Pakistanische Rupie, Amtssprachen sind Urdu und Englisch sowie die anerkannten Regionalsprachen Belutschi, Paschtunisch, Panjabi, Saraiki und Sindhi. Das Land hat 182,1 Millionen die auf 880.254 km² leben.

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Der Staat Pakistan entstand 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indiens, während die Gebiete mit hinduistischer oder sonstiger Bevölkerungsmehrheit sowie der größte Teil des überwiegend muslimischen Kaschmir im heutigen Indien aufgingen. 1956 rief sich Pakistan zur ersten Islamischen Republik der Welt aus. Der ehemalige Landesteil Ostpakistan ist seit 1971 als Bangladesch unabhängig. Im äußersten Norden Pakistans treffen mit dem Hindukusch, dem Karakorum und dem Himalaya die drei höchsten Gebirgszüge der Erde zusammen und schirmen das Land von Zentralasien ab. Die Ebene des Indus, die sich südlich an die Hochgebirgsregion anschließt, nimmt mehr als ein Drittel der Landesfläche ein. Mit einer jährlichen Bevölkerungszunahme von mehr als zwei Prozent hat Pakistan eine der höchsten Wachstumsraten in Asien. Von 1950 (rund 40 Millionen) bis 2005 (rund 160 Millionen) hat sich die Zahl der Bewohner etwa vervierfach. In Pakistan sind mehr als 50 verschiedene Sprachen verbreitet. Laut der Volkszählung von 1998 waren 96,3 Prozent der Einwohner Pakistans Muslime. Sie gehören verschiedenen Strömungen an, deren Stärken statistisch kaum bis gar nicht erfasst werden. Seit seiner Unabhängigkeit ist Pakistan Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volks- und Glaubensgruppen. Problematisch aus Sicht der kleineren Volksgruppen ist die Dominanz der Panjaber. Außerdem haben innere und äußere Wanderungsbewegungen in einigen Landesteilen zu erheblichen ethnischen Verschiebungen geführt, die auf Unmut stoßen. Im Sindh, insbesondere in der Provinzhauptstadt Karatschi und in Hyderabad, kommt es immer wieder zu blutigen Zusammenstößen zwischen den einheimischen Sindhi einerseits und zugewanderten Muhajir andererseits. Seit der Islamisierungspolitik der 1980er-Jahre erlebt Pakistan einen rasanten Zuwachs an religiösem Extremismus im Land und an Koranschulen (Madrasa). Letztere werden seit der Militärdiktatur unter General Mohammed Zia ul-Haq finanziell gefördert. An einigen der rund 18.000 Koranschulen sind (Stand 2009) fundamentalistische Anschauungen verbreitet, die zu einer Radikalisierung des Landes beitragen. Dies äußert sich in zunehmenden gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen militanten Sunniten und Schiiten und z. B. in der andauernden Benachteiligung der zahlenmäßig eher unbedeutenden nicht-muslimischen Minderheiten sowie der Ahmadiyya-Muslimgemeinde. Auch einige pakistanische Regierungen wurden wiederholt der aktiven Unterstützung terroristischer Gruppierungen als Mittel der politischen Einflussnahme in Afghanistan (Taliban-Regime) und Kaschmir bezichtigt. Einige Islamistengruppen haben eine Eigendynamik entwickelt, die sie der Kontrolle Islamabads entzieht. Waziristan an der afghanischen Grenze dient radikalislamischen Taliban als Rückzugsgebiet. Pakistanische Regierungstruppen kämpfen seit 2004 gegen Taliban-Verbände, um die Regierungsgewalt in diesem Landesteil wiederherzustellen. Obwohl seit der Unabhängigkeit Fortschritte im Aufbau des Bildungssystems erzielt werden konnten, ist die Analphabetenrate Pakistans mit über 50 Prozent nach wie vor eine der höchsten Asiens. Bei Männern liegt sie mit 37 Prozent deutlich niedriger als bei Frauen mit 64 Prozent. Obwohl die pakistanische Verfassung Grundrechte wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Gleichheit vor dem Gesetz, Freizügigkeit, Gefangenenrechte, Versammlungs-, Vereinigungs-, Meinungs- und Religionsfreiheit garantiert, werden Menschenrechte sowohl vom Staatsapparat als auch von einzelnen Elementen der Gesellschaft immer wieder missachtet. Die Regierung erlässt willkürliche Verhaftungen und führt undurchsichtige Prozesse gegen Verdächtige. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch berichten wiederholt von staatlichen Willkürakten wie Folter und Misshandlungen gegen Vertreter von Organisationen zur Stärkung der Rechte ethnischer Minderheiten, regierungskritische Menschenrechtsaktivisten und Personen, denen blasphemische Äußerungen oder Handlungen zur Last gelegt werden. Quelle: Wikipedia.

 

Österreich „Meine” UN-Staaten – zum 127ten

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Mit knapp sechs Jahren kam ich nach Passau und verbrachte dort einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend. Die Stadt war und ist auf der rechten Seite des Inn quasi von Österreich umschlossen. Nahezu jedes Wochenende war ich mit meinen Eltern  in Österreich zum Wander und zum Schmuggeln, die Preise in unserem Nachbarland waren um vieles günstiger als bei uns. In den Ferien ging es ins Salzkammergut oder in die Steiermark.

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Hier ist Peter Rosegger, der Waldbauernbub aufgewachsen © Wolfgang Stoephasius

Als ich so etwa dreizehn Jahre alt war, wollte ich von Deutschland nach Österreich hinüber schwimmen, hatte aber dabei unterschätzt, dass der Inn ein reißender Gebirgsfluss ist und hätte das Abenteuer beinahe mit dem Leben bezahlt.

Passau 1954, auf der anderen Seite des Inn ist Österreich © Wolfgang Stoephasius

Passau 1954, auf der anderen Seite des Inn ist Österreich © Wolfgang Stoephasius

1955 fuhr ich mit meinen Eltern mit dem Linienschiff die Donau hinunter. In Dürnstein wurde die Reise unterbrochen.

Auf der Donau mit meinem Vater © Wolfgang Stoephasius

Auf der Donau mit meinem Vater © Wolfgang Stoephasius

Schließlich kamen wir nach Wien.

Park von Schloss Schönbrunn mit meiner Mutter © Wolfgang Stoephasius

Park von Schloss Schönbrunn mit meiner Mutter © Wolfgang Stoephasius

Es sollten noch unzählige  Reisen nach Österreich folgen, darunter viele Wanderungen im Kaisergebirge sowie im Karwendel.

2014 nahm ich meine Stammtischspetzl mit auf eine Fahrt auf der Donau nach Wien. Natürlich waren wir auch in Schönbrunn – und nahezu 60 Jahre später hat sich fast nichts verändert.

Schönbrunn mit Stammtischbrüdern © Wolfgang Stoephasius

Schönbrunn mit Stammtischbrüdern © Wolfgang Stoephasius

Im gleichen Jahr feierten wir Renates Geburtstag ebenfalls in Wien. Das war mit Sicherheit nicht der letzte Aufenthalt in Österreich. Dieses Land des Wiener Walzers mit seinen Bergen, der lieblichen Donaulandschaft und den Ausläufern der Ungarischen Tiefebene mit seinen Menschen, die uns Bayern so vertraut sind, hat unendlich viel zu bieten. Man muss es einfach lieben.

Prost im Cafe Demel © Wolfgang Stoephasius

Prost im Cafe Demel © Wolfgang Stoephasius

Österreich ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat mit rund 8,5 Millionen Einwohnern. Die angrenzenden Staaten sind Deutschland und Tschechien im Norden, Slowenien und Italien im Süden, die Slowakei und Ungarn im Osten sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen. Hauptstadt ist Wien. Auf einer Fläche von 83.855 km² leben 8.579.747 Menschen, mit 102 Einwohnern pro km² ist Österreich weniger als halb so dicht besiedelt wie Deutschland.  Amtssprache ist Deutsch, aber Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch sind anerkannte Minderheitssprachen. Außerdem wir die österreichische Gebärdensprache als Amtssprache anerkannt.
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Österreich erstreckt sich in west-östlicher Richtung über maximal 575, in nord-südlicher über 294 Kilometer. Etwa 60 % des Staatsgebietes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). Deshalb wird das Land umgangssprachlich auch Alpenrepublik genannt. Von der Gesamtfläche Österreichs mit 83.879 Quadratkilometern entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 Meter, 43 % der Landesfläche sind bewaldet.

Das heutige Bundesgebiet und insbesondere Wien waren schon in den fünfzig Jahren vor dem Ersten Weltkrieg Ziel vieler Zuwanderer aus anderen Teilen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, besonders aus Böhmen und Mähren. Diese Zuwanderung bewirkte, dass Wien 1910 mehr als zwei Millionen Einwohner hatte. Im Ersten Weltkrieg flüchteten Bewohner Galiziens (darunter viele jüdischer Religion) vor der russischen Armee nach Wien. Seit dem Beginn des starken Wirtschafts- und Wohlstandswachstums, das Österreich ab den 1950er-Jahren zu einem wohlhabenden Land machte, hat sich die Wanderungsbilanz umgedreht: Gastarbeiter wurden gezielt angeworben. So wurde mit der Türkei im Jahr 1964 ein Anwerbeabkommen für Arbeitskräfte abgeschlossen. Ein ähnlicher Vertrag wurde 1966 mit Jugoslawien abgeschlossen. 2014 lebten rund 1,714 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (Zuwanderer der 1. oder 2. Generation) in Österreich, das waren 20,4 % der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der ausländischen Wohnbevölkerung lag Anfang 2015 bei 1,146 Millionen Personen, das waren 13,3 % der Bevölkerung. Auf breiter Basis entwickelte sich das österreichische Nationalbewusstsein erst nach dem Kriegsende. Dazu trugen auch politische und gesellschaftliche Erfolge wie der Abschluss des Staatsvertrages und der Wirtschaftsaufschwung der 1960er Jahre bei. Heute ist das Vorhandensein einer österreichischen Nation, beziehungsweise eines österreichischen Volkes, überwiegend anerkannt. Die polizeilich registrierte Kriminalität in Österreich war 2012 im europäischen Vergleich eher unterdurchschnittlich, zudem signifikant gesunken und sank bis 2014 weiter. Überdurchschnittlich ist dagegen die Gefangenenrate, im Vergleich mit Deutschland und der Schweiz werden deutlich häufiger Freiheitsstrafen verhängt. Die Menschenrechtskonvention steht in Österreich im Verfassungsrang. Seit der Öffnung der Grenzen des früheren Ostblocks 1989/90 liegt Österreich nicht mehr an der Ostgrenze des kapitalistisch ausgerichteten Europas. Österreich wurde einer der stärksten Investoren in den Reformländern. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurden Menschen aus den einander bekriegenden jugoslawischen Nationalitäten verstärkt in Österreich aufgenommen. Quelle: Wikipedia.

Osttimor „Meine” UN-Staaten – zum 126ten

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Im Jahr 2002 hatte ich endgültig beschlossen, möglichst alle Länder auf unserem Planeten zu besuchen. So traf es sich gut, dass Osttimor im gleichen Jahr selbstständig geworden war. Also machte ich mich ein Jahr drauf, also 2003 auf, um gemeinsam mit Renate dieses Land zu besuchen. Wir reisten vom indonesischen Westtimor problemlos auf dem Landweg nach  Timor-Leste ein, wurden aber bei der Ausreise daran gehindert, wieder nach Indonesien zurückzukehren. So mussten wir von der Hauptstadt des Landes den teuren internationalen Flug nach Bali nehmen. Während des Unabhängigkeitskrieges sind fast 200 000 Menschen ums Leben gekommen. Die Bevölkerung von damals gut 700 000 Menschen hing voll am Tropf der UNO, die hier einen wahnsinnigen Wasserkopf aufgebaut hatte.

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Frachtschiff im Hafen von Dili © Wolfgang Stoephasius

Christus soll das Land beschützen © Wolfgang Stoephasius

Christus soll das Land beschützen © Wolfgang Stoephasius

Die Demokratische Republik Timor-Leste, im Deutschen auch als Osttimor bezeichnet, ist ein Inselstaat in Südostasien. Es war der erste Staat, der im 21. Jahrhundert unabhängig wurde. Hauptstadt ist Dili und die Währung der US-Dollar. Mit Stand 2013 hat das Land 1,178 Millionen Einwohner, die auf 15.470 km² leben.

Osttimor

Osttimor ist etwas kleiner als Schleswig-Holstein oder die Steiermark. Die Hauptlandmasse ist 260 km lang und bis zu 80 km breit. Es gibt auf Osttimor etwa 15 Ethnien, davon 12 größere Stammesverbände. Sie sprechen meist austronesische (malayo-polynesische) Sprachen und Papua-Sprachen. Amtssprachen sind Portugiesisch und Tetum, die als Lingua Franca am weitesten verbreitete einheimische Sprache. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft, verbessert sich aber langsam. Die Vielfalt der Sprachen im Land führt oft zu Problemen bei der Verständigung zwischen Arzt und Patient. Fast alle Einwohner Osttimors sind christlichen Glaubens. Über 96 % gaben bei der Volkszählung 2004 an Katholiken zu sein. Im 16. Jahrhundert gründeten die Portugiesen ihre Kolonie Portugiesisch-Timor. Die Japaner besetzten die Kolonie während des Zweiten Weltkrieges, obwohl Portugal ein neutrales Land war. 1975 entließ Portugal Osttimor in die Unabhängigkeit, doch nur wenige Tage danach annektierte Indonesien das neue Land und machte es trotz internationaler Verurteilung zu seiner 27. Provinz Timor Timur. In den 24 Jahren der indonesischen Besetzung wurde etwa ein Drittel der 800.000 Einwohner getötet. Nach einer Volksabstimmung (Referendum), die zu Gunsten einer Unabhängigkeit ausging und weiteren Verbrechen durch pro-indonesische Milizen und der indonesische Armee, entsandten die Vereinten Nationen unter australischer Führung die Friedenstruppe INTERFET. Osttimor kam unter Verwaltung der UNTAET, bis es schließlich am 20. Mai 2002 endgültig unabhängig wurde. Zwischen Ende April und Ende Mai 2006 erlebte Osttimor die schwersten Unruhen seit seiner Unabhängigkeit. Wieder mussten 150.000 Menschen fliehen und 37 Personen starben. Später im Jahr randalierten Jugendbanden und kämpften in den Straßen gegeneinander. 2008 kam es zu einem Attentat auf Premierminister und Präsident, bei dem der Rebellenführer ums Leben kam. Danach brach die Rebellenorganisation zusammen und das Land stabilisierte sich wieder. Osttimor gilt weiterhin als fragil, aber eine internationale UN-Mission (UNMIT) sorgt seit September 2006 für Ruhe und Ordnung und konnte inzwischen in mehreren Distrikten die Verantwortung wieder an die nationale Polizei (PNTL) übergeben. Quelle: Wikipedia.

Oman „Meine” UN-Staaten – zum 125ten

OmanFahne

2004 waren Renate und ich in Ostafrika unterwegs, dort begleiteten wir eine Gruppe. Auf der Rückreise blieben wir noch längere Zeit auf der Arabischen Halbinsel und unternahmen eine längere Rundreise mit dem Leihwagen durch den Norden des Omans.

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Der Palast des Sultan in Muscat © Wolfgang Stoephasius

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Die Moschee von Nizwa © Wolfgang Stoephasius

Damals war es uns zu weit, um in die Oase rund um Salalah an der Grenze zum Jemen zu fahren, wir hätten an die 1000 Kilometer mit dem Auto fahren müssen. Das holten wir dieses Jahr nach und verbrachten interessante Tage in dem Land, aus welchem der Weihrauch kommt, Badespaß inbegriffen.

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Jeepsafari im „Leeren Viertel“, der Wüste Rub Al Khali © Wolfgang Stoephasius

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Die Sultan-Qabos-Moschee © Wolfgang Stoephasius

Im Palast des Provinzvorstehers von Tagah © Wolfgang Stoephasius

Im Palast des Provinzvorstehers von Tagah © Wolfgang Stoephasius

Der Strand beim Rotana-Hotel © Wolfgang Stoephasius

Der Strand beim Rotana-Hotel © Wolfgang Stoephasius

Oman ist ein Staat im Osten der Arabischen Halbinsel. Die etwas mehr als drei Millionen Einwohner leben vorwiegend in Städten. Etwa 75 % der Bevölkerung sind muslimische Ibaditen. Hauptstadt ist Maskat, die Währung der Omanische Rial und die Landessprache Arabisch. Nachbarländer sind  Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und  Jemen. Auf einer Fläche von 309.500 km² leben 3.259.775, das entspricht  10,4 Einwohnern pro km².

OmanKarte

Oman ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Etwa 5 % der Bevölkerung leben noch als Nomaden. Zwischen 1994 und 2004 wuchs die Bevölkerung um 17,5 %. Zu dem steigenden Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren trug vor allem der Zuzug ausländischer Arbeitnehmer bei. Staatsreligion ist der Islam. Etwa 75 % der Bevölkerung sind muslimische Ibaditen. Die verbleibenden 25 % der Bevölkerung sind im Wesentlichen Sunniten, Schiiten und Hindus. Die Christen in Oman, die 2,5 % der Bevölkerung ausmachen, sind größtenteils Immigranten aus Ost- und Mittelasien. Das 1913 von Bergstämmen im Landesinnern ausgerufene Ibaditen-Imamat wurde 1955 von Truppen des Sultans besetzt, der Imam nach einem Aufstandsversuch 1957 vertrieben. Sultan Said ibn Taimur, der von 1932 bis 1970 herrschte, beließ das Land in seiner Rückständigkeit und außenpolitischen Isolierung: Die Sklaverei wurde aufrechterhalten, hohe Binnenzölle erhoben, das Schulsystem auf Koranschulen beschränkt. Erst mit Beginn der Erdölförderung und dem Regierungsantritt von Qabus ibn Said, der seinen Vater 1970 abgesetzt hatte, kam es zu ersten Reformen: Abschaffung der Sklaverei sowie der Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Verwendung von Teilen der Erdöleinnahmen für die Verbesserung der Infrastruktur. Im Sultanat Oman stehen die Menschenrechte nach der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam unter dem Vorbehalt der Gesetze der Scharia. Die absolut regierende königliche Familie geht konsequent gegen oppositionelle Stimmen und Kritiker vor. Im Sultanat werden Oman viele Menschenrechte missachtet bzw. verletzt. Noch vor wenigen Jahren war Oman ein Land für abenteuerlustige Individualreisende, inzwischen hat sich ein staatlich geförderter Tourismus entwickelt, der sich den internationalen Standards angleicht. Offensichtlich haben die Erfolge der Vereinigte Arabische Emirate hier als Vorbild gedient. Quelle: Wikipedia.

Norwegen „Meine” UN-Staaten – zum 124ten

NorwegenFahne

1974 habe ich mit meiner kleinen Familie im R4 und mit Zelt auf dem Dach zum ersten Mal die skandinavischen Staaten abgeklappert und kam dabei bis zum Nordkap, dort herrschte aber ein solch dichter Nebel, dass wir kaum die Hand vor den Augen sahen.

1995 organisierte ich eine Gruppenreise nach Westnorwegen.

Der Vigelandpark in Oslo © Wolfgang Stoephasius

Der Vigelandpark in Oslo © Wolfgang Stoephasius

Bei den Trollen © Wolfgang Stoephasius

Bei den Trollen © Wolfgang Stoephasius

1997 kam ich nochmals mit einer von mir organisierten Gruppe nach Norwegen, dieses Mal hatte ich etwas mehr Glück am Nordkap, die Sicht reichte wenigsten auf 20 Meter.

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Nordkap © Wolfgang Stoephasius

Von den Trollstigen hatten wir einen hervorragenden Blick auf den Geirangerfjord.

Trollstigen © Wolfgang Stoephasius

Trollstigen © Wolfgang Stoephasius

2013 unternahm ich eine Reise nach Spitzbergen. Ich liebe die arktischen Regionen.

Außerhalb der Ortschaft Longyearbyen darf man wegen der Eisbärengefahr nur bewaffnet unterwegs sein, so hatte ich bei der Wanderung auf dem Longyear-Gletscher einen Guide mit Karabiner dabei.

(c) Wolfgang Stoephasius

(c) Wolfgang Stoephasius

Longyear-Gletscher © Wolfgang Stoephasius

Longyear-Gletscher © Wolfgang Stoephasius

Auf Sitzbergen gibt es eine ganz spezielle Rasse von Rentieren, sie sind gedrungener, als die auf dem Festland.

Rentier © Wolfgang Stoephasius

Rentier © Wolfgang Stoephasius

Auf vorgelagerten Inseln haben russische Behörden das Recht Kohle abzubauen.

Pyramiden © Wolfgang Stoephasius

Pyramiden © Wolfgang Stoephasius

Das Königreich Norwegen ist ein Staat in Nordeuropa, liegt auf der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Hauptstadt ist Oslo und die Währung ist die Norwegische Krone. 5,084 Millionen Menschen leben auf
385.1991 km², das sind 13 Einwohner pro km² (Vergleich Deutschland: 227).
Amtssprache ist Norwegisch regional aber auch  Samisch und  Kvenisch. Zum Königreich Norwegen gehören neben dem kontinentalen „Hauptland“ (hovedland) die im Nordatlantik beziehungsweise im Nordpolarmeer gelegene Inselgruppe Spitzbergen (norw. Svalbard) mit der Bäreninsel sowie die Insel Jan Mayen.

NorwegenKarte

Der Index für menschliche Entwicklung (HDI) der UN stuft Norwegen seit vielen Jahren als das weltweit am weitesten entwickelte Land ein. Darüber hinaus ist es laut dem Demokratieindex der britischen Zeitschrift „The Economist“ der demokratischste Staat der Welt. Die Längenausdehnung des Landes ist beträchtlich, die Luftlinie von Kristiansand im Süden nach Hammerfest in der Nähe des Nordkapps beträgt 1.572 km, also 43 km mehr als die 1.529 km von Kristiansand nach Genua am Mittelmeer. Die Grenze zu Schweden ist 1619 km lang, die zu Finnland 727 km und die zu Russland 196 km. Die Bevölkerung des Landes verteilt sich mit 75 % auf die größeren Städte und 25 % auf die ländlichen Gebiete. Dabei ist signifikant, dass die Bevölkerungsdichte ein erhebliches Gefälle zwischen den relativ dicht besiedelten südlichen und westlichen Küsten- und küstennahen Regionen und dem deutlich dünner besiedelten Norden des Landes aufweist. Neben dem relativ moderaten Nord-Süd-Gefälle zeigt sich ein deutlicheres Gefälle zwischen den stärker besiedelten Küstenregionen und dem Landesinneren mit kaum bewohntem Hochland und teilweise sehr dicht besiedelten Tälern. In Norwegen lebt mit 60.000 bis 100.000 Menschen die größte Gruppe der Samen, ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens. Die Waldfinnen, die Kvenen, die sogenannten Tatere, die Roma und die Juden haben einen Status als nationale Minorität inne. Norwegen weist aktuell einen erheblichen Fachkräftemangel auf. Um diesen Mangel zu beheben, werden gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat zahlreiche Starthilfen und finanzielle Anreize in den ersten 24 Monaten. Am 22. Juli 2011 wurden zwei verheerende Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya verübt, die insgesamt 77 Todesopfer forderten. Premierminister Jens Stoltenberg bezeichnete den Anschlag als „nationale Tragödie“ und als schlimmste Gewalttat seit dem Zweiten Weltkrieg. Norwegen verbraucht jährlich rund 4,4 l reinen Alkohol pro Kopf und zählt damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Konsum von Alkohol (Deutschland: 10,2 l pro Kopf). Selbst der Spirituosen-Konsum ist mit 2,9 l pro Kopf deutlich niedriger als in anderen Ländern (Deutschland: 5,7 l pro Kopf). Quelle: Wikipedia.