Malawi „Meine” UN-Staaten – zum 99sten

FahneMalawi

Im Herbst 2006 bin ich in den südostafrikanischen Staaten Mosambik und Malawi unterwegs. Von dem Städtchen Tete in Mosambik nehme ich ein Sammeltaxi an die Grenze, reise aus, fahre mit einem klapprigen Shuttle-Taxi zur Einreise nach Malawi, die wie die vorherige Ausreise problemlos und ohne „Trinkgeld“ klappt. Von dort geht es mit einem wieder übervollen Chapa (so heißen hier die Sammeltaxis) in das 100 Kilometer entfernte Blantyre.

Blantyre/Malawi © Wolfgang Stoephasius

Blantyre/Malawi © Wolfgang Stoephasius

Von dort schlage ich mich zum Liwonde Nationalpark durch und erlebe für einige Tage afrikanische Wildnis pur.

Elefanten im Liwonde Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Elefanten im Liwonde Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Von dort reise ich weiter zum Malawi-See. Der See ist berühmt für seine bunten Fische, von welchen viele in den Aquarien der Welt landen. Trotz Bilharziose-Gefahr schnorchle ich in dem glasklaren Wasser – und lasse mir auf den Rat niederländischer Ärzte in einer Sanitätsstation gleich eine Profilaxe verpassen, ein ziemlicher Hammer, wie mir später im Tropeninstitut in München versichert wird.

Der Malawi-See © Wolfgang Stoephasius

Der Malawi-See © Wolfgang Stoephasius

Schließlich geht es in bewegender Fahrt über den See hinüber nach Mosambik. Als ich an Bord des  Fährschiffes, der betagten „Ilaha“ , gehe, schwant mir noch nicht, wie schlecht mir sein wird.

An Bord der „Ilaha“ © Wolfgang Stoephasius

An Bord der „Ilaha“ © Wolfgang Stoephasius

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2013 etwa 16 Millionen Einwohner, die auf 118.480 km² leben. Die Hauptstadt ist Lilongwe und die Währung der Malawi-Kwacha. Amtssprache ist Englisch als Erbe der Kolonialzeit. Die Bantusprache Chichewa ist Nationalsprache.

MalawiKarte

Die Außengrenze hat eine Länge von 2.881 km, 475 km zu Tansania im Norden, 1.569 km zu Mosambik im Osten, Süden und Südwesten sowie 837 km zu Sambia im Westen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag und Kopf (Stand 2005). Eine Frau bringt in ihrem Leben durchschnittlich 5,5 Kinder zur Welt (Stand 2013, Tendenz: fallend). Diese hohe Fruchtbarkeitsrate ist unter anderem dadurch bedingt, dass nur 42 % der Frauen moderne Verhütungsmittel zur Verfügung stehen. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 47,1 bis 54,6 Jahren angegeben. 11,9 % der Erwachsenen (15–49 Jahre) sind HIV-positiv (Stand 2008). Da vor allem junge Menschen betroffen sind, hat dies enorme ökonomische Konsequenzen. Verstärkt werden diese noch durch ein starkes Bevölkerungswachstum, das extremen Druck auf das Land und seine Ressourcen, die Ernährungslage, den Arbeitsmarkt und die Sozialleistungen ausübt. Die Analphabetenrate liegt bei durchschnittlich 30 %, Männer 22,3 %, Frauen 36,7 % (Stand 2006). Aus dem Jahresbericht 2009 von Amnesty International geht hervor, dass über 86 % der Bevölkerung nur eingeschränkt Zugang zu Bildungseinrichtungen und Gesundheitsfürsorge haben. In Malawi ist Korruption weit verbreitet. In diesem Fall ist das eine Art Verteilungskampf, die auf traditionellen Rechten, Vorrechten und Vormachtstellungen aufbaut. So gibt es neben dem öffentlichen Staatshaushalt einen informellen, der für die Stabilität des Landes erheblich, jedoch enorm konfliktträchtig ist. Ab 2008 kam es zu zahlreichen Geschäftsgründungen durch Chinesen, so dass es teilweise zu Unruhen kam. Zum Schutz der einheimischen Wirtschaft erließ die Regierung am 31. Juli 2012 ein Gesetz, das ausländischen Händlern verbietet, außerhalb der vier Ballungszentren Malawis Geschäfte zu machen. Das Ministerium für Kultur, Tourismus und Wildlife stellt Kultureinrichtungen keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung. Bemerkenswert ist die Entwicklung des Theaters Nanzikambe Arts in Blantyre. Dieses Theater unterstützt auch Gruppen im Bereich der gesellschaftlichen Entwicklung. Seit 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen Nanzikambe Arts und dem Stadttheater Konstanz. Hier gab es bis in das Jahr 2012 drei gemeinsame Theaterproduktionen, die auch in Deutschland gezeigt wurden. Quelle: Wikipedia.

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