Litauen „Meine” UN-Staaten – zum 96sten

LitauenFahne

Bei der Baltikumreise im Jahre 1993 kommen Renate und  ich von Lettland her nach Litauen. Allmählich wacht das Land aus seinem Dornröschenschlaf auf, neu gebaute schmucke Einfamilienhäuser kontrastieren mit Holzwägelchen, welche von Pferden gezogen werden, Pferde sind auch vor die Pflüge bei der Feldarbeit gespannt.

In Trakai besichtigen wir das mächtige Wasserschloss:

Trakai © Wolfgang Stoephasius

Trakai © Wolfgang Stoephasius

Vilnius mit seiner barocken Bausubstanz macht einen recht gepflegten Eindruck auf uns:

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Vilnius

Ein provisorisches Denkmal erinnert an den Blutsonntag von 1991, an welchem sowjetische Spezialeinheiten brutal gegen Demonstranten vorgingen und es sehr viele Opfer unter der Zivilbevölkerung gab:

Denkmal in Vilnius © Wolfgang Stoephasius

Denkmal in Vilnius © Wolfgang Stoephasius

1996 sind  wir noch einmal in Litauen, diesmal insbesondere auf den deutschen Spuren im Memelland. So hatte beispielsweise auf Nidden Thomas Mann sein Ferienhaus.

In Heidekrug gibt es noch eine kleine deutsche evangelische Gemeinde:

Heidekrug © Wolfgang Stoephasius

Heidekrug © Wolfgang Stoephasius

Von Litauen geht es weiter in das ehemalige Ostpreußen, von welchem ein Teil heute zu Russland gehört. Königsberg heißt nun Kaliningrad.

Litauen ist ein Staat in Nordeuropa und der südlichste der drei baltischen Staaten. Es grenzt im Westen an die Ostsee und hat gemeinsame Grenzen mit Lettland, Weißrussland, Polen und der russischen Oblast Kaliningrad. Hauptstadt ist Vilnius (Wilna), Währung der Euro und die Amtssprache Litauisch. Auf einer Fläche von 65.300 km² leben 2.900.787 Menschen.

LitauenKarte

Ab ca. 1253 bis 1795 war Litauen ein Großfürstentum, ab 1569 als polnisch-litauische Union. Mit der 3. Teilung Polens1795 kam Litauen bis 1918 unter russische Oberhoheit und erklärte 1918 als Republik seine Unabhängigkeit. Nach der sowjetischen Okkupationszeit erlangte es 1990 wieder staatliche Souveränität.  Am Vilniusser Blutsonntag, dem 13. Januar 1991, versuchten pro-sowjetische militärische Kräfte erfolglos, die junge Demokratie mit Panzern zu stürzen.  Im Zuge der EU-Erweiterung 2004 wurde Litauen Mitgliedstaat der Europäischen Union und Mitglied der NATO. Seit dem 1. Januar 2015 ist Litauen das 19. Mitglied der Eurozone. Litauisch als Muttersprache sprechen ca. 2.694.000 Einwohner. Polnisch sprechen ca. 358.000, Russisch ca. 344.000, Weißrussisch ca. 63.000, Ukrainisch ca. 45.000, Tatarisch ca. 5.100, Lettisch ca. 5.000, Karaimisch ca. 300. In Klaipėda (Memel) und auf der Kurischen Nehrung finden sich noch einige Litauer, die Deutsch sprechen. Laut WHO war Litauen im Jahr 2005 mit statistisch 38,6 Fällen pro 100.000 Einwohner das Land mit der höchsten Selbstmordrate weltweit. Mittlerweile ist Litauen mit durchschnittlich 35,6 Fällen (im Jahr 2009) pro 100.000 Einwohner (61,3 Fällen bei Männern, 10,4 bei Frauen) immer noch führend auf der Liste der Selbstmordraten, gefolgt von Russland mit 31,7 Fällen (im Jahr 2006) pro 100.000 Einwohner. Seit der Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1991, die von breiten Bevölkerungsschichten unterstützt wurde, ist die Zustimmung zur Demokratie hoch. Dementsprechend haben sich relativ gefestigte Institutionen entwickelt. Auch bildeten sich in Litauen zunehmend gesellschaftlich verankerte Interessengruppen heraus, die Rolle der Gewerkschaften ist allerdings eher unbedeutend. Generell herrscht eher Skepsis gegenüber staatlichen Einrichtungen und den Entscheidungen des Parlaments. Der Einfluss der Kirche in Litauen nahm seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 stark zu. Homosexualität wurde 1993 zwar legalisiert, sie ist aber nach wie vor weithin ein Tabu. Quelle: Wikipedia.

 

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