Lesotho „Meine” UN-Staaten – zum 90sten

LesothoFahne

Es ist Heiliger Abend 1992 und Renate und ich sind in dem kleinen südafrikanischen Städtchen Betlehem. Morgen soll es weiter nach Lesotho gehen. Am 11. Dezember sind wir in München zu unserer Tour durch das südliche Afrika gestartet. Als wir bei meinen Eltern in Aalen anrufen, um ihnen ein frohes Fest zu wünschen, ist meine Mama verzweifelt am Telefon. Mein Vater ist am Tag unserer Abreise gestorben. Keine Frage, dass wir die Reise abbrechen und zurück nach Deutschland fliegen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag sitzen wir in  Johannesburg im Flugzeug. Es sollen vier Jahre vergehen, bis wir wieder nach Südafrika kommen. Dieses Mal sind wir mit Freunden in drei VW-Bussen unterwegs. Nach einigen Reifenpannen erreichen wir auf dem Weg von Johannesburg die Grenze bei der Maseru-Brücke und sind in Lesotho.

In den Drakensbergen © Wolfgang Stoephasius

In den Drakensbergen © Wolfgang Stoephasius

Ortsvorsteher eines traditionellen Sothodorfes © Wolfgang Stoephasius

Ortsvorsteher eines traditionellen Sothodorfes © Wolfgang Stoephasius

Das Königreich Lesotho, 1868 bis 1966 Basutoland, ist eine parlamentarische Monarchie im südlichen Afrika. Lesotho ist eine Enklave in der Republik Südafrika, gehörte aber zu keiner Zeit politisch zu Südafrika. Hauptstadt ist Maseru, offizielle Landessprachen sind Sotho und Englisch und Währung ist der Lesotho Loti (LSL). Auf 30,355 km² leben 2,074 Millionen Menschen. Aufgrund seiner besonderen Höhenlage wird das Land auch The Kingdom in the Sky („Das Königreich im Himmel“) genannt. Im Human Development Index von 2014 steht Lesotho auf dem 162. von 187 Plätzen. Lesotho bedeutet „Land der Sotho-sprechenden Menschen“.

LesothoKarte

Das Königreich Lesotho gehört zu den kleineren Ländern Afrikas (Platz 42 von 54) und hat  etwa die Größe Belgiens. Lesotho ist einer der wenigen afrikanischen Nationalstaaten, der ein homogenes Staatsvolk mit einer gemeinsamen Kultur, Identität und Tradition besitzt. Die über zwei Millionen Einwohner des Landes sind ethnisch nahezu vollständig (etwa 99 %) dem südlichen Bantuvolk der Basotho zuzurechnen. Kleine Minderheiten im Land sind Gruppen von Zulu, Xhosa, Europäern und Asiaten. AIDS ist in Lesotho, wie auch in allen anderen Staaten des südlichen Afrikas, das größte demographische Problem. Im Jahr 2013 waren geschätzt rund 23 % der erwachsenen Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. Dies ist nach Swasiland und vor Botswana die zweithöchste Rate weltweit. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt etwa 53 Jahre.[5]Frauen haben in Lesotho nur eine unwesentlich höhere Lebenserwartung als Männer, da im südlichen Afrika mehr Frauen als Männer mit dem HI-Virus infiziert sind. Die geographische Lage und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes sind die Hauptgründe für ein nur schwach ausgebautes Verkehrssystem. Das großteils unwirtliche und schwer wegbare Gelände in den östlichen Hochebenen und in den Drakensbergen ist vielerorts nicht erschlossen oder nur schwer zugänglich. Eine Ausnahme bilden asphaltierte Straßen, die im Rahmen des Lesotho Highlands Water Projects gebaut wurden. Das traditionelle Zentrum der Sesotho-Kultur ist das Dorf. Die Dörfer liegen oftmals in den mittleren Höhenlagen der Berge, um sich vor Überschwemmungen der Flusstäler zu schützen, und sind landwirtschaftlich geprägt. Jedes Dorf hat eine feste Ordnung mit einem Vorsteher (Morena), ähnlich dem europäischen Bürgermeister, der dem jeweiligen Chief der Region unterstellt ist. Quelle: Wikipedia.

 

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