Kuweit „Meine” UN-Staaten – zum 88sten

KuweitFahne

2004 bin ich zwei Monate in Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel unterwegs. In Kenia und Tansania haben Renate und ich eine Reisegruppe begleitet. Die Rückreise mit „Emirates“ geht über Dubai und von dort aus machen wir beiden uns auf zu einer Tour durch  verschiedene arabische Staaten. Von Bahrein fliegen wir nach Kuweit und stellen fest, dass man in dem  reichen Ölstaat immer noch Ecken entdecken kann, in welchem sich das Leben so abspielt, wie es vor dem Erdölboom gewesen ist, so wie auf dem Fischmarkt:

Die Wassertürme sind das Wahrzeichen von Kuweit:

Kuweittowers © Wolfgang Stoephasius

Kuweittowers © Wolfgang Stoephasius

Das Emirat Kuwait ist ein Staat in Vorderasien auf der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Norden und Westen an den Irak, im Süden an Saudi-Arabien und im Osten an den Persischen Golf. Hauptstadt ist Kuweit City und die  Währung der Kuwait-Dinar (KWD). Amtssprache ist Arabisch, Umgangssprache der Kuwaitis untereinander ist Irakisch-Arabisch, Persisch wird in Kuwait als Zweitsprache verwendet, Handelssprache ist Englisch. Auf einer Fläche von 17.818 km² leben drei Millionen Menschen.

KuweitKarte

Von den rund drei Millionen Einwohnern sind nur etwa 33 % Kuwaiter. 150.000 bis 180.000 Beduinen und die übrigen Einwohner, die aus dem Iran, Indien, Pakistan, und vielen anderen,  hauptsächlich arabischen und südostasiatischen, Ländern zugewandert sind, besitzen nicht die kuwaitische Staatsbürgerschaft. Die Beduinen und die Zuwanderer sind den Staatsbürgern gegenüber gesellschaftlich benachteiligt. Die Bevölkerung ist überwiegend muslimisch, davon sind 65 % Sunniten und 35 % Schiiten. Der Islam ist Staatsreligion. Der römisch-katholischen Kirche gehören 6 % der Bevölkerung an. Die restlichen 9 % umfassen vorwiegend andere christliche Konfessionen, Hindus und Parsen. Bis 1991 war Kuwait eine absolute Monarchie unter der Herrschaft der Familie as-Sabah. Gemäß der Verfassung von 1962, zuletzt geändert 1997, ist Kuwait jetzt eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Emir ist sowohl weltliches als auch geistliches Staatsoberhaupt. Er ernennt und entlässt die Regierung und kann außerdem das Parlament auflösen. Das Rechtssystem orientiert sich am islamischen Recht (Scharia) und an britischen Vorbildern. Frauen werden laut Amnesty durch Gesetze sowie im täglichen Leben diskriminiert. 2011 hatten Jura-Absolventinnen Klagen gegen das Justizministerium auf Einstellung eingereicht. Das Ministerium hatte Stellen mit dem Hinweis ausgeschrieben, sie seien Männern vorbehalten. Im September 2012 kündigte der Oberste Justizrat an, Frauen könnten sich auf eine Reihe von Stellen bei der kuwaitischen Staatsanwaltschaft und im Justizwesen bewerben und reagierte damit auf die anhängigen Klagen der Frauen. Besonders die Situation von Arbeitsmigranten aus Asien ist in Kuwait unzureichend. Immer wieder kommt es in Kuwait zum Übergriff auf weibliche Haushaltshilfen. Sie werden teilweise von ihren kuwaitischen Arbeitgebern geschlagen, seelisch terrorisiert oder sexuell missbraucht. Die Philippinen, Nepal und Indonesien haben 2011 und 2012 es ihren Staatsbürgerinnen verboten, sich von Kuwait und anderen arabischen Staaten anwerben zu lassen. Nach Einschätzung des US-Außenministeriums ist die Misshandlung von Haushaltshilfen in Kuwait so verbreitet, dass dies den Tatbestand des Menschenhandels erfüllt. Der Reichtum des Landes basiert auf Erdöl, das seit 1946 gefördert wird. Kuwait ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). 94 Prozent der Einnahmen sind von Erdöl abhängig, von dem täglich etwa 2,6 Millionen Barrel gefördert werden. Quelle: Wikipedia.

 

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