Südkorea „Meine” UN-Staaten – zum 85sten

SüdkoreaFlagge

In der Vorweihnachtszeit 1986 flogen  meine damalige Frau Käthi nach Hongkong und fuhren von dort weiter in das chinesische Shanghai. Dort studierte  damals unsere Tochter Jutta an der Tongji-Universität.  Wir verbrachten mit ihr Weihnachten und reisten mit ihr gemeinsam durch den Süden  Chinas, ideal, sprach sie doch Mandarin (Hochchinesisch) recht gut sprechen und kannte die wichtigsten Schriftzeichen. Von Shanghai flogen wir in das südkoreanische Pusan.  Südkorea war damals eine Militärdiktatur und der Geheimdienst war allgegenwärtig, außerdem war es noch ein armes Land.

Hafen von Pusan

Hafen von Pusan

Wir besuchten von dort aus auch die alte Hauptstadt Gyeongju mit historischen Gebäuden.

Gyeongju

Gyeongju

Von dort ging es in die Hauptstadt Seoul. Dort zeugten mächtige Palasttore von einer ruhmreichen Vergangenheit.

Gwanghwamun

Gwanghwamun

Mir viel auf, dass sich sehr viel US-Militär in der Stadt aufhielt, die Bars waren voller GIs. Von Seoul flogen wir schließlich weiter nach Taiwan.

Die Republik Korea, allgemein Südkorea genannt, liegt in Ostasien und nimmt den südlichen Teil der Koreanischen Halbinsel ein. Die einzige Landgrenze, mit 243 km Länge, besteht faktisch zum nördlichen Nachbarn Nordkorea. Die beiden Nachfolgestaaten Chōsens wurden 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet; der folgende Koreakrieg zementierte die Teilung Koreas. Im Westen grenzt Südkorea an das Gelbe, im Süden an das Ostchinesische und im Osten an das Japanische Meer. Heute ist Südkorea ein entwickeltes Industrieland. In der Produktion von Schiffen und elektronischen Produkten wie Halbleitern, Mikrochips, Flachbildschirmen und Computern hat die südkoreanische Industrie eine marktbeherrschende Stellung erreicht. Hauptstadt ist Seoul, Landessprache Koreanisch und die Währung der Won (KRW). Auf einer Fläche von 100.284 km² leben 51.500.986 Menschen, das entspricht 513 Einwohner pro km² (Vergleich Deutschland:
227  Einwohner pro km²). Damit ist es eines der dichtbesiedeltsten Länder der Welt.

SüdkoreaKarte

Die Südkoreaner haben eine sehr hohe Lebenserwartung, sie liegt bei 75,5 Jahren für Männer und 82,2 für Frauen. Dies trägt zu einer schnellen Alterung der Bevölkerung bei. Waren etwa 1999 nur 6,9 % der Bevölkerung 65 oder mehr Jahre alt, so erreichte der Anteil dieser Altersgruppe im Jahre 2010 schon 11,1 %. Das Durchschnittsalter beträgt 37,9 Jahre (Vergleich Deutschland: ca. 44 Jahre). Es gibt einen kleinen Flüchtlingsstrom von Nordkorea nach Südkorea. Das Entkommen aus dem diktatorischen Regime Nordkoreas ist generell mit großen Schwierigkeiten verbunden. Um die Flüchtlinge an die Lebensweise in einer Demokratie zu gewöhnen, existiert das Umerziehungslager Hanawon, in dem (Stand Januar 2014) etwa 160 Nordkoreaner auf eine schlussendliche Einbürgerung warten. Am 25. Juni 1950 überschritt die Nordkoreanische Volksarmee die Grenze am 38. Breitengrad und leitete damit den Koreakrieg ein. Der amerikanische Präsident Harry S. Truman hatte bereits wieder einige Truppen nach Südkorea geschickt, die keinesfalls stark genug waren, die materielle Überlegenheit der nordkoreanischen Truppen über die südkoreanische Armee auszugleichen. Die Hauptstadt Seoul fiel bereits nach drei Tagen, etwa einen Monat später kontrollierten die Nordkoreaner bereits die gesamte Koreanische Halbinsel bis auf einige Inseln und einen schmalen Streifen um Pusan im Südosten. Erst hier gelang es den Südkoreanern, die Lage zu stabilisieren. Mit der Landung bei Incheon Mitte September 1950 gelang es den UN-Truppen, den Vormarsch der Nordkoreaner zu beenden. Am 30. September überschritten die Truppen Südkoreas den 38. Breitengrad, um die Koreanische Halbinsel unter ihrer Flagge wieder zu vereinigen. Im November erreichte man erste Abschnitte des Grenzflusses Yalu zu China. Die Chinesen wollten ein vereinigtes Korea unter US-amerikanischem Einfluss nicht dulden und griffen mit einer zunächst 300.000 Soldaten umfassenden „Freiwilligenarmee” in Nordkorea ein. Die UN-Truppen wurden schließlich bis südlich des 38. Breitengrades zurückgedrängt, wo die Front erstarrte. Nach dem Koreakrieg ging es trotz westlicher Entwicklungshilfe wirtschaftlich mit Südkorea kaum aufwärts. Als Land ohne größere Bodenschätze war Südkorea auf Importe angewiesen, auch waren die wenigen Industrieanlagen und die gesamte Infrastruktur zerstört. Als auch eine parlamentarisch basierte Regierung die Probleme des Landes nicht in den Griff bekam, putschte sich am 16. Mai 1961 das Militär unter der Führung von GeneralPark Chung-hee an die Macht. Man ließ in der Folgezeit zwar Wahlen zu, diese blieben aber praktisch folgenlos. Wesentliche demokratische Rechte wie Meinungs- und Pressefreiheit blieben den Südkoreanern versagt. Unter Park Chung-hee entwickelte sich eine Militärdiktatur, Oppositionelle wurden gefoltert und ermordet. Der Ex-General Roh Tae-woo, bot im Sommer 1987 überraschend an, die Verfassung zugunsten echter demokratischer Reformen zu ändern. So wurde der Präsident im November 1987 zum ersten Mal seit 1961 wieder direkt durch die Bevölkerung gewählt und seine Amtszeit auf fünf Jahre verkürzt. Die beiden Oppositionsführer Kim Young-sam und Kim Dae-jung konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen und kandidierten gegeneinander. Weil die Opposition damit gespalten war, genügten Roh 37 % der Stimmen, um die Wahl zu gewinnen. Während der Amtszeit Rohs machte die Demokratie in Südkorea deutliche Fortschritte, es wurden viele Reformen beschlossen. 1988 war Südkorea Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Südkorea nahm mit ehemaligen Ostblockstaaten diplomatische Beziehungen auf. Zusammen mit Nordkorea trat das Land 1991 den Vereinten Nationen bei. Nach dem Abzug von etwa einhundert amerikanischen taktischen Atomwaffen im September 1991 schlossen am 13. Dezember 1991, 38 Jahre nach dem vorläufigen Ende des Koreakriegs durch den Waffenstillstand, Nord- und Südkorea einen Nichtangriffspakt. Wie lange und ob dieser hält, liegt nun in den Händen der nordkoreanischen menschenverachtenden Diktatur. Quelle: Wikipedia.

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