Kolumbien „Meine” UN-Staaten – zum 80sten

KolumbFahne

1987 war ich in Venezuela, Ecuador und Kolumbien unterwegs. Kolumbien war zu dieser Zeit eines der gefährlichsten Länder auf unserem Planeten und insbesondere in der Hauptstadt Bogota musste ich mich verdammt in Acht nehmen. Dennoch habe ich die Reise genossen und bin kaum in bedrohliche Situationen gekommen.

Bei der Ortschaft Otavallo verließ ich Ecuador und reiste problemlos mit dem Bus in die kolumbianische Grenzstadt Las Lajas. Dort besuchte ich  das Santuario de Nuestra Señora de las Lajas  (Heiligtum Unserer Dame von Las Lajas), eine katholische Basilika, die zu Ehren der Nuestra Señora de las Lajas (Maria) erbaut wurde, einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte im nördlichen Südamerika.

In Bogota war einer der Höhepunkte der Besuch des Goldmuseums. Die Sammlung präkolumbischer Goldobjekte ist weltweit einzigartig und gilt als die größte ihrer Art (35.000 Stück). Ich betrat einen völlig abgedunkelten Raum und plötzlich wurde es gleißend hell, geblendet von einem Goldschatz kaum vorstellbaren Ausmaßes.

KolumbienGoldmuseum

Hier noch einige Impressionen von Bogota:

Kolumbien ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika. Sie grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador. Hauptstadt ist Bogota, Amtssprache Spanisch und die Währung ist der Kolumbianischer Peso (COP). Auf 1.138.910 km² (dreimal größer als Deutschland) leben  47.997.215 Menschen (gut die Hälfte der Einwohner von Deutschland).

KolumbKarte

Kolumbien ist nach Brasilien der bevölkerungsreichste Staat Südamerikas und hat auf Grund seiner Geschichte eine sehr diversifizierte Bevölkerungsstruktur. 74 % der Gesamtbevölkerung leben in den Ballungsgebieten und Städten, hauptsächlich in den Tälern des Río Magdalena und des Río Cauca sowie an der Karibikküste. Allein in Bogotá, der Hauptstadt und dem Zentrum der Industrie, lebt etwa 1/6 der Bevölkerung. Auf jedem Quadratkilometer leben durchschnittlich 36 Einwohner. 48,6 % sind Männer und 51,4 % Frauen. Die Bevölkerung setzte sich zur Kolonialzeit aus drei unterschiedlichen Gruppen zusammen: der indigenen Bevölkerung, den europäischen, zumeist aus Spanien stammenden Kolonisten und den importierten Sklaven afrikanischer Herkunft. Verbindungen zwischen diesen Gruppen waren und sind sehr weit verbreitet, so dass die heutige Bevölkerung des Landes aus einer Mischung dieser Gruppen besteht. Den größten Anteil an der Bevölkerung stellen mit 48 % die Mestizen, deren Vorfahren Europäer und Indigene waren. In Kolumbien konnte die Zahl der Menschen die von ernsthafter Armut betroffen sind, also mindestens fünf Armuts-Indikatoren aufweisen, in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts deutlich schneller gesenkt werden als in den Dekaden davor. Waren im Jahr 2003 noch 49 Prozent der Bevölkerung von ernsthafter Armut betroffen sank deren Anteil im Jahr 2012 auf 27 Prozent. Kolumbien blieb dennoch ein Land mit vergleichsweise hoher sozialer Ungleichheit. Jahrzehnte dauerte ein bewaffneter Konflikt in Kolumbien. Nach einer weiteren Welle von Gewalt und Terror verhängte Präsident Álvaro Uribe Vélez am 12. August 2002 für 90 Tage den Ausnahmezustand. Die im Jahre 2003 von Uribe begonnene Demobilisierung der Paramilitärs drohte zu scheitern. Ein Grund dafür war das spurlose Verschwinden des Gründers der Paramilitärs, Carlos Castaño, ein anderer die Forderung der Paramilitärs, für ihre Taten, einschließlich des Drogenhandels, weder bestraft noch an die USA ausgeliefert zu werden. Kolumbien bleibt weltweit das Land mit den meisten Entführungen und politischen Morden. Ein Großteil der von den UN beanstandeten Menschenrechtsverletzungen geht auf das Konto der Paramilitärs. Der Demobilisierungsprozess löste eine Kontroverse über die Straffreiheit von Personen aus, die massive Verbrechen begangen haben. Daneben wird kritisiert, dass Drogenhändler, die eine Auslieferung an die USA umgehen wollen, sich offiziell als ehemalige Paramilitärs ausgeben und so in den Genuss der Amnestie gelangen. Ohne Einnahmen aus dem Drogenhandel hätten sich die nichtstaatlichen bewaffneten Akteure in Kolumbien nicht finanzieren können. Ein erfolgreicher Einsatz der Industrieländer gegen Drogenimporte würde daher den Aufständischen schaden. Viele Beobachter halten den Krieg gegen die Drogen, der weitgehend von Seiten der USA unterstützt wird, für weitgehend verloren. Quelle: Wikipedia.

 

 

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