Mali „Meine” UN-Staaten – zum 102ten

MaliFahne

Im Jahr 2001 kann ich endlich meinen Traum verwirklichen. Ich will von Marokko aus auf dem Landweg nach Timbuktu. Seit meiner Kindheit habe ich ein Bild im Kopf.

MaliTibuktu

52 Tage nach Timbuktu © Skizze von Heid Oel

Timbuktu liegt in Mali und ich reise über die Westsahara, Mauretanien und den Senegal nach Mali. Die Reise beginnt wenige Tage nach dem 11. September und es sind nur ganz wenige Touristen in diesen großteils muslimischen Ländern unterwegs.

Es ist eine lange Reise vom Senegal nach Bamako, die Hauptstadt von Mali. Von dort geht es weiter nach Djenne mit der größten Lehmmoschee der Welt.

Djenne © Wolfgang Stoephasius

Djenne © Wolfgang Stoephasius

Bei Mopti erreiche ich den Niger.

Mopti © Wolfgang Stoephasius

Mopti © Wolfgang Stoephasius

Von dort geht es mit dem Linienschiff nach Timbuktu, eine von Mythen umwobene Stadt, heutzutage nur noch eine von der Desertisierung betroffene Stadt im Sahel, welche allerdings eine der bedeutendsten Bibliotheken Afrikas besitzt.

Timbuktu © Wolfgang Stoephasius

Timbuktu © Wolfgang Stoephasius

Hier schließe ich mich einer Gruppe Tuaregs, den blauen Männern der Wüste, an und reite mit ihnen einige Tage von Dorf zu Dorf.

Kamelreiter © Wolfgang Stoephasius

Kamelreiter © Wolfgang Stoephasius

Heutzutage ist die Gegend um Timbuktu eine No-Go-Aera, radikale Islamisten und Tuareg-Rebellen kämpfen dort gegen die Armee Malis, welche von französischen Truppen unterstützt wird. Deutsche Soldaten sind als Ausbilder im Einsatz.

Terroristen in Timbuktu

Terroristen in Timbuktu

Bevor ich in den Senegal weiterreise, wandere ich im Land der Dogon, einem Volk, welches in der Falaise, einer bizarren Felslandschaft, lebt.

MaliDogon

In der Falaise mit Führer © Wolfgang Stoephasius

Männer vom Volk der Dogon © Wolfgang Stoephasius

Männer vom Volk der Dogon © Wolfgang Stoephasius

Mali ist ein Binnenstaat in . Der 1,24 Millionen km² große Staat wird von 15,3Millionen Menschen bevölkert (12 Einwohner pro km²). Seine Hauptstadt heißt Bamako, Amtssprache ist Französisch und die Währung der CFA-Franc BCEAO.  Nachbarländer sind Algerien, Burkina Faso, Niger, Elfenbeinküste, Mauretanien, Senegal und  Guinea.

Mali_carte

Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Südteil des Landes, der von den beiden Strömen Niger und Senegal durchflossen wird. Der Norden erstreckt sich bis tief in die Sahara und ist äußerst dünn besiedelt. In kulturellen Bereichen hat Mali lange Traditionen vorzuweisen. Speziell in Musik, Tanz, Literatur und bildender Kunst führt es ein eigenständiges Kulturleben, das weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist. Das Land liegt im Human Development Index auf dem 176. von 187 Plätzen. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus rund 30 verschiedenen Ethnien zusammen. Sie haben verschiedene Sprachen und Kulturen. Mali ist ein muslimisch geprägtes Land. Zwischen 85 % und 90 % der Bevölkerung bekennen sich zur sunnitischen Islammalikitischen Rechtsschule. Die in Westafrika verbreitete, und auf der Gleichheit aller Muslime beharrende Richtung des Islams gelangte spätestens im 11. Jahrhundert zu starkem Einfluss in Mali. Träger dieser Variante der Islamisierung waren berberische Händler, die als Charidschiten mit der Sudan-Zone Handel trieben. Mali gehört zu jenen Staaten, wo die Beschneidung junger Mädchen am weitesten verbreitet ist. Im Jahr 2006 gaben 85 % der Frauen an, beschnitten zu sein. Ebenso viele Frauen gaben an, ihre Töchter beschneiden lassen zu wollen. Die Praxis ist unabhängig von Einkommen, Ausbildungsniveau oder Religion: Zwei Drittel der Frauen christlicher Religion sind beschnitten. Frauen der Tuareg oder Songhai sind zu weniger als einem Drittel beschnitten. Da der Eingriff vor dem 5. Lebensjahr und meist nicht von medizinischem Fachpersonal, sondern von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt wird, sind Komplikationen häufig. Trotzdem ist die Beschneidung so fest in der Tradition der Völker Malis verwurzelt, dass sämtliche Initiativen zur Abschaffung der Beschneidung nur zu einem geringen Rückgang dieser Praxis geführt haben. Korruption kommt in Mali in vielen verschiedenen Formen vor. Von den Bürgern werden regelmäßig Schmiergeldzahlungen für staatliche Leistungen verlangt, die eigentlich kostenlos oder zu festgelegten Preisen erbracht werden sollen. Lukrative Posten in Regierung oder Verwaltung werden routinemäßig verkauft oder an Parteigänger von einflussreichen Politikern vergeben, selbst wenn Kriterien für die Besetzung der betreffenden Posten gröblich verletzt werden. Die Veruntreuung von staatlichen Geldern oder Geldern aus der Entwicklungshilfe grassiert zu einem so schamlosen Ausmaß, dass diverse ausländische Geldgeber ihre Programme vorübergehend auf Eis legten oder beendeten. Die Politik Malis ist mit der organisierten Kriminalität, vor allem dem Schmuggel und der Lösegelderpressung, auf mehrfache Weise verbunden. Der Transsaharahandel mit Nordafrika hat eine jahrhundertelange Tradition, seit den 1960er Jahren wurden in Algerien und Libyen subventionierte Güter aus dem Land sowie Zigaretten und Vieh in das Land geschmuggelt. Seit den frühen 2000er Jahren werden vermehrt Drogen durch Mali transportiert, die auf dem Weg von Südamerika und Marokko nach Europa und in den Nahen Osten sind. Auch Waffen, speziell seit dem Zusammenbruch Libyens, und Menschen, vor allem Frauen, gehören zu den einträglichsten Schmuggelgütern. Die Regierung Malis hat Milizen arabischen Hintergrundes erlaubt, am Schmuggelgeschäft und den damit verbundenen beträchtlichen Gewinnen teilzuhaben, um damit den Kampf gegen Tuareg-Rebellen, die ihrerseits ebenfalls am Schmuggel beteiligt sind, zu finanzieren. Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass auch hochrangige Politiker in Bamako am Schmuggel durch die Sahara verdienen, wenngleich direkte Beweise fehlen. Der Nordmali-Konflikt wurde akut, nachdem zahlreiche schwer bewaffnete Söldner und Islamisten aus dem Krieg in Libyen nach Mali kamen und sich mit den Tuareg-Rebellen verbündeten. Im Januar 2012 griffen Tuareg-Verbände das malische Militär im Nordosten des Landes an, drei Monate später hatten sie den gesamten Norden unter ihre Kontrolle gebracht und erklärten das von ihnen beherrschte Gebiet für unabhängig. Die Armee Malis hatte den Rebellen nichts entgegenzusetzen, immerhin besaß es die Kraft, den Präsidenten aus dem Amt zu putschen. Im März 2012 wurde die Regierung von einer Gruppe niederrangiger Offiziere um Hauptmann Amadou Sanogo für gestürzt und Präsident Amadou Toumani Touré für abgesetzt erklärt. Die Putschisten begründeten ihr Vorgehen mit der Unfähigkeit der Regierung, den seit Mitte Januar 2012 andauernden Aufstand der Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) in der Region Azawad im Norden des Landes unter Kontrolle zu bekommen. Der UN-Sicherheitsrat, die Afrikanische Union und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilten den Staatsstreich und belegten die Militärjunta mit Sanktionen; Entwicklungshilfe wurde vorübergehend eingestellt. Demgegenüber nahm die Bevölkerung den Putsch gelassen hin, es kam sogar zu Solidaritätskundgebungen mit den Putschisten. Unterdessen nahmen die Tuareg-Rebellen der MNLA im Norden des Landes alle Städte der Region Azawad ein und erklärten am 6. April 2012 die einseitige Unabhängigkeit des Azawad. Zwischen Januar und Juli 2012 flüchteten über 250.000 Malier infolge der politischen Instabilität, der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser in die Nachbarländer Burkina Faso, Mauretanien und Niger. Außerdem gab es im selben Zeitraum rund 105.000 Binnenflüchtlinge im Norden und rund 69.000 Binnenflüchtlinge im Süden Malis. Erst im Dezember 2012 stimmten die Vereinten Nationen einer Resolution zu, die den Weg zu einer militärischen Intervention des Westens in Mali frei machte. Als sich die Rebellen im Januar 2013 aufmachten, auch den Süden des Landes zu erobern, bat Übergangspräsident Dioncounda Traoré die frühere Kolonialmacht Frankreich um Hilfe. Mit der Operation Serval konnten die Islamisten schnell besiegt und das Kommando an afrikanische Truppen zurück übertragen werden. Die mehrmals verschobene Präsidentschaftswahl in Mali 2013 gewann der frühere Premierminister Ibrahim Boubacar Keïta; er gilt als Kandidat der Oligarchie, die schon vor dem Putsch die Macht innehatte. Gleichzeitig bleibt die Lage speziell im Norden instabil, es kommt immer wieder zu Anschlägen von islamistischer Seite, während die Minderheiten der Mauren und Tuareg Vergeltung von Seiten der schwarzafrikanischen Bevölkerungsmehrheit ausgesetzt sind. Quelle: Wikipedia.

Malediven „Meine” UN-Staaten – zum 101ten

MaledivenFahne

1988 unternehme ich mit Frau und Tochter eine große Reise durch Indien und Sri Lanka. Den Abschluss bildet ein erholsamer Urlaub auf den Malediven.

Moschee auf der Inselhauptstadt Malé © Wolfgang Stoephasius

Moschee auf der Inselhauptstadt Malé © Wolfgang Stoephasius

Strand auf der Insel Helengeli © Wolfgang Stoephasius

Strand auf der Insel Helengeli © Wolfgang Stoephasius

Transport in einem Inselstaat © Wolfgang Stoephasius

Transport in einem Inselstaat © Wolfgang Stoephasius

Meine Tochter Jutta auf  Helengeli © Wolfgang Stoephasius

Meine Tochter Jutta auf Helengeli © Wolfgang Stoephasius

Die Malediven sind ein islamischer Inselstaat im Indischen Ozean nahe der Südspitze Indiens und bestehen aus mehreren Atollen und 1196 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und 87 weitere für touristische Zwecke genutzt werden. Hauptstadt ist Malé und  die Währung heißt Rufiyaa. Auf insgesamt 298 km² leben 345.023 Menschen. Die maledivische Sprache, Dhivehi, leitet sich vom mittelalterlichen Singhalesisch ab, ist aber inzwischen vollkommen eigenständig. Sie ist die einzige Amtssprache des Landes, in letzter Zeit gewinnt aber die arabische Sprache stark an Bedeutung.

MaledKarte

Die Malediven sind eine Kette von 19 Inselgruppen im Indischen Ozean, südwestlich von Indien und Sri Lanka. Insgesamt sind von den 1196 Inseln nur 220 Inseln bewohnt. Die Inseln liegen alle rund 1 Meter (m) über dem Meeresspiegel, was sie besonders anfällig für den stetig ansteigenden Meeresspiegel macht. Der Islam ist die alleinige Staatsreligion. Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen: Die öffentliche Religionsausübung jeder anderen Religion ist verboten und unterliegt strafrechtlicher Verfolgung. Nicht-Muslime werden diskriminiert und die gesellschaftliche Kontrolle ist enorm. Zum 1. Januar 2008 wurde allen Staatsbürgern, die Christensind, die Staatsbürgerschaft entzogen. Mehr als 700 Christen wurden so zu Staatenlosen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Mohamed Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen. In maledivischen Gefängnissen sitzen nach wie vor zahlreiche politische Häftlinge ein. Die Herausgeber des unabhängigen Internetmagazins „Sandhaan“ wurden wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt, unliebsame Politiker seien ebenso weggesperrt worden wie religiöse Führer oder Künstler. 2010 besuchten knapp 800.000 Touristen die Malediven (ca. 77.000 aus Deutschland, 28.000 aus der Schweiz und 15.000 aus Österreich). Quelle: Wikipedia.

 

Malaysia „Meine” UN-Staaten – zum 100sten

MalFahne

1979 reise ich mit vier Freunden nach Südost-Asien und zwar nach Indonesien, Brunei, Singapur und Malaysia.

In Malaysia sind wir nicht nur auf der Malaiischen Halbinsel sondern auch in Borneo mit den Provinzen Sarawak und Sabah unterwegs.

Damals war Kuala Lumpur noch die Hauptstadt eines Landes der Dritten Welt.

Auf Sarawak besuchten wir die Langhäuser der Dajak.

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Dajak-Krieger © Wolfgang Stoephasius

1979 war es gar nicht so lange her, dass die Dajaks noch als gefürchtete Kopfjäger den Dschungel unsicher machten.

Schädel getöteter Feinde © Wolfgang Stoephasius

Schädel getöteter Feinde © Wolfgang Stoephasius

Auf den Rajong-River fuhren wir mit Langbooten durch gefährliche Stromschnellen nach Belaga, damals ein Dorf mitten im Urwald, welches nur mit einer Sondergenehmigung erreicht werden konnte.

Von Brunei aus erreichten wir schließlich die Provinz Sabah auf Borneo und genossen die Strände am Fuße des Mount Kinabalu.

Strand auf Sabah © Wolfgang Stoephasius

Strand auf Sabah © Wolfgang Stoephasius

1990 war ich mit Renate in Thailand, Singapur, Malaysia und Papua Neu Guinea unterwegs. Wir besuchten gemeinsam die Halbinsel Penang.

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Chinesischer Tempel in Georgtown © Wolfgang Stoephasius

Später reiste ich alleine entlang der Ostküste der Malaiischen Halbinsel.

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Thaipusan in den Batu Caves , größtes Indisches Fest in Malaysia © Wolfgang Stoephasius

Sonntag in Johor Bahru © Wolfgang Stoephasius

Sonntag in Johor Bahru © Wolfgang Stoephasius

Der Liegende Buddha im Wat Photivihan (Kelantan) © Wolfgang Stoephasius

Der Liegende Buddha im Wat Photivihan (Kelantan) © Wolfgang Stoephasius

Wasserfall bei Kota Tinggi © Wolfgang Stoephasius

Wasserfall bei Kota Tinggi © Wolfgang Stoephasius

Die Mosche von Kuala Kangsar © Wolfgang Stoephasius

Die Mosche von Kuala Kangsar © Wolfgang Stoephasius

Holländisches Erbe an der „Straße von Malakka“ © Wolfgang Stoephasius

Holländisches Erbe an der „Straße von Malakka“ © Wolfgang Stoephasius

2002 reiste ich in 16 Wochen von Istanbul nach Südasien und weiter nach Malaysia. In Kuala Lumpur  traf ich auf die Gruppe, welche mit Renate dort ankam   und welche wir gemeinsam in Malaysia und –Vietnam  führten und zum Schluss noch einen Badeurlaub auf Pangkor-Island  einlegten.

Strandparty auf Pangkor Island © Wolfgang Stoephasius

Strandparty auf Pangkor Island © Wolfgang Stoephasius

Malaysia ist ein Staat in Südostasien und besteht aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennten Landesteilen, der Malaiischen Halbinsel im Westen und Teilen der Insel Borneo im Osten. Hauptstadt ist Kuala Lumpur, die Währung der Ringgit und die Amtssprache ist Malaysisch. Die Amtssprache Malaysias ist Bahasa Malaysia (Malaysisch). Die englische Sprache genießt aufgrund der langen britischen Kolonialzeit in Malaysia eine besondere Rolle und ist für viele Malaysier Zweitsprache. Aufgrund einer großen chinesischen Minderheit spielt auch das Chinesische eine wichtige Rolle. Aufgrund der ebenfalls in Malaysia lebenden indischen Minderheit werden diverse indische Sprachen gesprochen. In Ostmalaysia werden des Weiteren eine Vielzahl indigener Sprachen gesprochen. Auf einer Fläche von 330.290 km² leben 28.334.135 Menschen.

MalaysiaKarte

Der Westteil grenzt im Norden an Thailand, im Süden befindet sich auf einer vorgelagerten Insel der Stadtstaat Singapur, der Ostteil teilt sich eine lange Grenze mit Indonesien und umschließt im Norden das Sultanat Brunei. Malaysia ist Gründungsmitglied des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) und wird aufgrund seiner wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten als Schwellenland eingestuft. Am 31. August 1957 erlangte die Föderation Malaya, bestehend aus den neun malaiischen Sultanaten sowie den beiden Straits Settlements Penang und Malakka, ihre Unabhängigkeit. Am 16. September 1963 wurde eine neue Föderation unter dem Namen Malaysia gegründet, welche die Föderation Malaya, die britische Kronkolonie Singapur sowie die Protektorate Nordborneo (heute Sabah) und Sarawak umfasste. Die frühen Jahre waren durch territoriale Ansprüche der Nachbarn bestimmt, insbesondere durch die von Indonesien veranlasste Konfrontasi, durch das Ausscheiden Singapurs aus der Föderation im Jahre 1965 sowie durch den Sabah-Disput, in dem die Philippinen den Anspruch auf Sabah geltend machen wollen. Bis weit in die 1970er Jahre galten viele muslimische Malaien als liberal (ähnlich den Abangan im heutigen Indonesien). Mit der Dakwah, einer islamischen Erweckungsbewegung, setzte jedoch eine Islamisierungswelle ein (ausgelöst durch verschiedene ethnische und soziale Konflikte), so dass Malaysia heute orthodox-islamisch ist. Homosexualität ist in Malaysia, im Gegensatz zu den meisten anderen benachbarten südostasiatischen Staaten, grundsätzlich strafbar. Aus diesem Grund existieren auch keine Antidiskriminierungsvorschriften zum Schutz der sexuellen Orientierung oder offizielle Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare. Vielmehr ist zu beobachten, dass vorsichtigen Versuchen, in der Öffentlichkeit und den Medien eine objektive Thematisierung zu erreichen, mittlerweile zunehmende staatliche Repression entgegengesetzt wird. Neue Medien sind stark im Kommen. 2008 kamen auf 100 Einwohner 100 Mobiltelefone. 58 von 100 Einwohnern nutzen das Internet. Obwohl sich das Internet freier entfalten kann als die klassischen Medien, ist auch hier ein Trend zur Kontrolle und Zensur erkennbar. Vor allem kritische politische Blogs, Online-Zeitungen und Diskussionsforen werden von den Behörden stärker überwacht. Diese erfreuen sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit. Quelle: Wikipedia.

 

Malawi „Meine” UN-Staaten – zum 99sten

FahneMalawi

Im Herbst 2006 bin ich in den südostafrikanischen Staaten Mosambik und Malawi unterwegs. Von dem Städtchen Tete in Mosambik nehme ich ein Sammeltaxi an die Grenze, reise aus, fahre mit einem klapprigen Shuttle-Taxi zur Einreise nach Malawi, die wie die vorherige Ausreise problemlos und ohne „Trinkgeld“ klappt. Von dort geht es mit einem wieder übervollen Chapa (so heißen hier die Sammeltaxis) in das 100 Kilometer entfernte Blantyre.

Blantyre/Malawi © Wolfgang Stoephasius

Blantyre/Malawi © Wolfgang Stoephasius

Von dort schlage ich mich zum Liwonde Nationalpark durch und erlebe für einige Tage afrikanische Wildnis pur.

Elefanten im Liwonde Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Elefanten im Liwonde Nationalpark © Wolfgang Stoephasius

Von dort reise ich weiter zum Malawi-See. Der See ist berühmt für seine bunten Fische, von welchen viele in den Aquarien der Welt landen. Trotz Bilharziose-Gefahr schnorchle ich in dem glasklaren Wasser – und lasse mir auf den Rat niederländischer Ärzte in einer Sanitätsstation gleich eine Profilaxe verpassen, ein ziemlicher Hammer, wie mir später im Tropeninstitut in München versichert wird.

Der Malawi-See © Wolfgang Stoephasius

Der Malawi-See © Wolfgang Stoephasius

Schließlich geht es in bewegender Fahrt über den See hinüber nach Mosambik. Als ich an Bord des  Fährschiffes, der betagten „Ilaha“ , gehe, schwant mir noch nicht, wie schlecht mir sein wird.

An Bord der „Ilaha“ © Wolfgang Stoephasius

An Bord der „Ilaha“ © Wolfgang Stoephasius

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2013 etwa 16 Millionen Einwohner, die auf 118.480 km² leben. Die Hauptstadt ist Lilongwe und die Währung der Malawi-Kwacha. Amtssprache ist Englisch als Erbe der Kolonialzeit. Die Bantusprache Chichewa ist Nationalsprache.

MalawiKarte

Die Außengrenze hat eine Länge von 2.881 km, 475 km zu Tansania im Norden, 1.569 km zu Mosambik im Osten, Süden und Südwesten sowie 837 km zu Sambia im Westen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag und Kopf (Stand 2005). Eine Frau bringt in ihrem Leben durchschnittlich 5,5 Kinder zur Welt (Stand 2013, Tendenz: fallend). Diese hohe Fruchtbarkeitsrate ist unter anderem dadurch bedingt, dass nur 42 % der Frauen moderne Verhütungsmittel zur Verfügung stehen. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 47,1 bis 54,6 Jahren angegeben. 11,9 % der Erwachsenen (15–49 Jahre) sind HIV-positiv (Stand 2008). Da vor allem junge Menschen betroffen sind, hat dies enorme ökonomische Konsequenzen. Verstärkt werden diese noch durch ein starkes Bevölkerungswachstum, das extremen Druck auf das Land und seine Ressourcen, die Ernährungslage, den Arbeitsmarkt und die Sozialleistungen ausübt. Die Analphabetenrate liegt bei durchschnittlich 30 %, Männer 22,3 %, Frauen 36,7 % (Stand 2006). Aus dem Jahresbericht 2009 von Amnesty International geht hervor, dass über 86 % der Bevölkerung nur eingeschränkt Zugang zu Bildungseinrichtungen und Gesundheitsfürsorge haben. In Malawi ist Korruption weit verbreitet. In diesem Fall ist das eine Art Verteilungskampf, die auf traditionellen Rechten, Vorrechten und Vormachtstellungen aufbaut. So gibt es neben dem öffentlichen Staatshaushalt einen informellen, der für die Stabilität des Landes erheblich, jedoch enorm konfliktträchtig ist. Ab 2008 kam es zu zahlreichen Geschäftsgründungen durch Chinesen, so dass es teilweise zu Unruhen kam. Zum Schutz der einheimischen Wirtschaft erließ die Regierung am 31. Juli 2012 ein Gesetz, das ausländischen Händlern verbietet, außerhalb der vier Ballungszentren Malawis Geschäfte zu machen. Das Ministerium für Kultur, Tourismus und Wildlife stellt Kultureinrichtungen keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung. Bemerkenswert ist die Entwicklung des Theaters Nanzikambe Arts in Blantyre. Dieses Theater unterstützt auch Gruppen im Bereich der gesellschaftlichen Entwicklung. Seit 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen Nanzikambe Arts und dem Stadttheater Konstanz. Hier gab es bis in das Jahr 2012 drei gemeinsame Theaterproduktionen, die auch in Deutschland gezeigt wurden. Quelle: Wikipedia.

Madagaskar „Meine” UN-Staaten – zum 98sten

Madagaskar Fahne

Im Jahre 2005 waren Renate und ich mit der legendären „Royal Star“ im Indischen Ozean vor Ostafrika unterwegs. Auf dieser Reise warf das Schiff auch vor Nosy Be in Madagaskar Anker und wir konnten einige interessante Exkursionen unternehmen.

So begegneten wir auch den eigenartigen Lemuren, die nur auf dieser Insel vor Afrika zu finden sind:

Chamäleons sind auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet und kommen daneben auf der arabischen Halbinsel und im Mittelmeerraum vor. Daneben findet man sie im westlichen Indien und auf Sri Lanka. Ihre größte Artenvielfalt haben sie auf Madagaskar:

Chamäleon © Wolfgang Stoephasius

Chamäleon © Wolfgang Stoephasius

In dem Städtchen Andoany geht es beschaulich zu:

Andoany © Wolfgang Stoephasius

Andoany © Wolfgang Stoephasius

Madagaskar hat etwa 23,6 Millionen Einwohner und ist mit einer Fläche von 587.295 Quadratkilometern nach Indonesien der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt.  Hauptstadt ist Antananarivo, die Währung der Ariary und Amtssprachen sind Malagasy sowie Französisch. Die Präsidialrepublik mit einer Küstenlänge von 4828 Kilometern liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean.

MadagaskarKarte

Bedingt durch seine lange geographische Isolation beherbergt Madagaskar eine einzigartige Fauna und Flora mit einem sehr hohen Anteil endemischer Arten. Auf der Insel fehlen Affen und Giftschlangen. Tiergruppen wie die Lemuren kommen dagegen nur hier vor. Das Durchschnittsalter der madagassischen Bevölkerung beträgt 18,3 Jahre, wobei das männliche Durchschnittsalter bei 18,0 Jahren liegt und das weibliche bei 18,5 Jahren (Stand 2012). Zu diesem niedrigen Alter führt eine Fertilität von 4,45 Kindern pro Frau und ein hohes Bevölkerungswachstum von 2,68 Prozent jährlich. Obwohl vor der Küste Ostafrikas, der mutmaßlichen Wiege der Menschheit, gelegen, ist Madagaskar eines der letzten durch den Menschen besiedelten Gebiete der Erde. Konservative Schätzungen datieren erste menschliche Präsenz auf der Insel um das Jahr 350 v. Chr. Die Herkunft der ersten Bewohner ist ungeklärt, wobei aufgrund linguistischer und genetischer Erkenntnisse davon ausgegangen wird, dass Madagaskar von Ostafrika, Süd- und Südostasien und dem Nahen Osten aus besiedelt worden ist. Die meisten ethnischen Madagassen haben über die gemeinsame Sprache, Malagasy, eine gemeinsame Identität herausgebildet; die gesellschaftlichen Institutionen und Traditionen unterscheiden sich jedoch entlang verschiedener Untergruppen, foko, erheblich. Zugang zu sauberem Trinkwasser besitzt laut WHO und Unicef nicht einmal jeder zweite Inselbewohner, dies betrifft hauptsächlich die städtischen Gebiete mit einem Schwerpunkt im Ballungsraum von Antananarivo. Besonders in der Regenzeit sind in Madagaskar immer wieder Fälle von Pest aufgetreten. So wurden für das Jahr 2014 bis Ende November etwa 120 Infektionen bestätigt, an denen zwischen 40 und 50 Menschen gestorben sind. 2012 wurden auf Madagaskar 1474 neue Fälle von Lepraerkrankungen registriert. Ein großer Teil der Bevölkerung besteht aus Analphabeten. Die Analphabetenquote ist bei weiblichen Jugendlichen weit höher als bei männlichen. Amnesty International berichtete 2010, dass in Madagaskar die Sicherheitskräfte Menschen ohne rechtliche Grundlagen festnahmen und inhaftierten. Sie gingen demnach mit exzessiver Gewalt gegen Demonstranten vor und griffen Journalisten sowie führende Mitglieder der Opposition tätlich an. Laut Amnesty International werden bei derartigen Menschenrechtsverletzungen die Verantwortlichen nur in Einzelfällen zur Rechenschaft gezogen. Journalisten sind laut Amnesty International Schikanen und Einschüchterungen ausgesetzt. Die Wirtschaft Madagaskars trägt typische Züge eines Entwicklungslandes. Laut dem Internationalen Währungsfonds betrug das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2012 unter Berücksichtigung der Kaufkraftparität 21,26 Milliarden US-Dollar, das entspricht 949 US-Dollar pro Einwohner. Madagaskar zählt damit nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Quelle: Wikipedia.

Luxemburg „Meine” UN-Staaten – zum 97sten

LuxemburgFahne

1976 kam ich mit meinem R4 erstmals in die Benelux-Staaten. Vom Saarland ging es zunächst nach Luxemburg. Es sollten noch einige Reisen in dieses kleine Land folgen, unter anderem habe ich  auch  das Justus-Lipsius-Gebäude, Sitz des Rates der Europäischen Union,  besucht.

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Das Großherzogtum Luxemburg ist ein Staat und eine parlamentarische Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie im Westen Mitteleuropas. Es ist das letzte von einst zwölf europäischen Großherzogtümern. Hauptstadt ist Luxemburg. Auf   2.586,4 km² leben 562.958 Menschen, davon 45,9 % Ausländer. Amtssprachen sind Französisch, Deutsch und  Luxemburgisch.

LuxemburgKarte

Der Mindestlohn beträgt 1.922,96 EUR pro Monat.  Luxemburg ist einer der kleinsten Flächenstaaten der Erde und (nach Malta) das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Es grenzt im Süden über 73 Kilometer an die Französische Republik, im Westen über 148 Kilometer an das Königreich Belgien und im Osten über 135 Kilometer an die Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes übertrifft mit Rang 70 aller Staaten weltweit beim nominellen Bruttonationaleinkommen diejenige weitaus größerer und bevölkerungsreicherer Staaten auch in der Europäischen Union. Mit Belgien und den Niederlanden bildet Luxemburg die Beneluxstaaten. Das Land ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und spielt im europäischen Einigungsprozess eine bedeutende Rolle. Die gleichnamige Hauptstadt ist Verwaltungssitz der Europäischen Union. Sie ist Sitz des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), des Europäischen Rechnungshofes (EuRH), des Sekretariats des Europäischen Parlamentes, der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Dienststellen der Europäischen Kommission und der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF). Luxemburg ist zudem Tagungsort des Rates der Europäischen Union.

 

Litauen „Meine” UN-Staaten – zum 96sten

LitauenFahne

Bei der Baltikumreise im Jahre 1993 kommen Renate und  ich von Lettland her nach Litauen. Allmählich wacht das Land aus seinem Dornröschenschlaf auf, neu gebaute schmucke Einfamilienhäuser kontrastieren mit Holzwägelchen, welche von Pferden gezogen werden, Pferde sind auch vor die Pflüge bei der Feldarbeit gespannt.

In Trakai besichtigen wir das mächtige Wasserschloss:

Trakai © Wolfgang Stoephasius

Trakai © Wolfgang Stoephasius

Vilnius mit seiner barocken Bausubstanz macht einen recht gepflegten Eindruck auf uns:

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Vilnius

Ein provisorisches Denkmal erinnert an den Blutsonntag von 1991, an welchem sowjetische Spezialeinheiten brutal gegen Demonstranten vorgingen und es sehr viele Opfer unter der Zivilbevölkerung gab:

Denkmal in Vilnius © Wolfgang Stoephasius

Denkmal in Vilnius © Wolfgang Stoephasius

1996 sind  wir noch einmal in Litauen, diesmal insbesondere auf den deutschen Spuren im Memelland. So hatte beispielsweise auf Nidden Thomas Mann sein Ferienhaus.

In Heidekrug gibt es noch eine kleine deutsche evangelische Gemeinde:

Heidekrug © Wolfgang Stoephasius

Heidekrug © Wolfgang Stoephasius

Von Litauen geht es weiter in das ehemalige Ostpreußen, von welchem ein Teil heute zu Russland gehört. Königsberg heißt nun Kaliningrad.

Litauen ist ein Staat in Nordeuropa und der südlichste der drei baltischen Staaten. Es grenzt im Westen an die Ostsee und hat gemeinsame Grenzen mit Lettland, Weißrussland, Polen und der russischen Oblast Kaliningrad. Hauptstadt ist Vilnius (Wilna), Währung der Euro und die Amtssprache Litauisch. Auf einer Fläche von 65.300 km² leben 2.900.787 Menschen.

LitauenKarte

Ab ca. 1253 bis 1795 war Litauen ein Großfürstentum, ab 1569 als polnisch-litauische Union. Mit der 3. Teilung Polens1795 kam Litauen bis 1918 unter russische Oberhoheit und erklärte 1918 als Republik seine Unabhängigkeit. Nach der sowjetischen Okkupationszeit erlangte es 1990 wieder staatliche Souveränität.  Am Vilniusser Blutsonntag, dem 13. Januar 1991, versuchten pro-sowjetische militärische Kräfte erfolglos, die junge Demokratie mit Panzern zu stürzen.  Im Zuge der EU-Erweiterung 2004 wurde Litauen Mitgliedstaat der Europäischen Union und Mitglied der NATO. Seit dem 1. Januar 2015 ist Litauen das 19. Mitglied der Eurozone. Litauisch als Muttersprache sprechen ca. 2.694.000 Einwohner. Polnisch sprechen ca. 358.000, Russisch ca. 344.000, Weißrussisch ca. 63.000, Ukrainisch ca. 45.000, Tatarisch ca. 5.100, Lettisch ca. 5.000, Karaimisch ca. 300. In Klaipėda (Memel) und auf der Kurischen Nehrung finden sich noch einige Litauer, die Deutsch sprechen. Laut WHO war Litauen im Jahr 2005 mit statistisch 38,6 Fällen pro 100.000 Einwohner das Land mit der höchsten Selbstmordrate weltweit. Mittlerweile ist Litauen mit durchschnittlich 35,6 Fällen (im Jahr 2009) pro 100.000 Einwohner (61,3 Fällen bei Männern, 10,4 bei Frauen) immer noch führend auf der Liste der Selbstmordraten, gefolgt von Russland mit 31,7 Fällen (im Jahr 2006) pro 100.000 Einwohner. Seit der Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1991, die von breiten Bevölkerungsschichten unterstützt wurde, ist die Zustimmung zur Demokratie hoch. Dementsprechend haben sich relativ gefestigte Institutionen entwickelt. Auch bildeten sich in Litauen zunehmend gesellschaftlich verankerte Interessengruppen heraus, die Rolle der Gewerkschaften ist allerdings eher unbedeutend. Generell herrscht eher Skepsis gegenüber staatlichen Einrichtungen und den Entscheidungen des Parlaments. Der Einfluss der Kirche in Litauen nahm seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 stark zu. Homosexualität wurde 1993 zwar legalisiert, sie ist aber nach wie vor weithin ein Tabu. Quelle: Wikipedia.

 

Liechtenstein „Meine” UN-Staaten – zum 95sten

LiechtensteinFahne

Als ich in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts damit begann die europäischen Staaten abzuklappern, kam ich 1974 das erste Mal nach Liechtenstein. Es sollten im Laufe der kommenden Jahre noch einige Besuche in dem Kleinstaat folgen, meist in Verbindung mit Reisen nach Voralberg oder in die Schweiz.

LiechtensteinVaduz

Liechtenstein ist ein Fürstentum und Binnenstaat im Alpenraum Mitteleuropas. Der sechstkleinste Staat der Welt besitzt eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Das Haus Liechtenstein stellt den Landesfürsten. Hauptstadt ist Vaduz, Währung der Schweizer Franken und Amtssprache Deutsch. Auf 160,4 km² (das ist die halbe Fläche von München mit 1,5 Millionen Einwohnern) leben 37132 Menschen.

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Liechtenstein ist ein am Rhein gelegener Binnenstaat in den Alpen, umgeben von den Schweizer Kantonen St. Gallen im Westen und Graubünden im Süden sowie dem österreichischen Bundesland Vorarlberg im Osten. Der sechstkleinste Staat der Welt besitzt eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage.  Der Staat war als Steueroase bekannt. Die Liechtensteiner Steueraffäre und Offshore-Leaks haben dazu beigetragen, dass Liechtenstein im November 2013 ein internationales Abkommen zur Verhinderung von Steuerflucht(«OECD-/Europarats-Übereinkommen») unterzeichnete. Liechtenstein zählte am 31. Dezember 2013 insgesamt 37’132 Einwohner. Etwa zwei Drittel der Einwohner sind gebürtige Liechtensteiner (65,8 Prozent); ein Fünftel (20,1 Prozent) der Wohnbevölkerung kommt aus dem übrigen deutschen Sprachraum (10,8 Prozent aus der Schweiz, 5,9 Prozent aus Österreich und 3,4 Prozent aus Deutschland), gefolgt von jeweils 3,3 Prozent aus Italien und Einwohnern des früheren Jugoslawien, 2,6 Prozent sind Türken und 4,8 Prozent kommen aus anderen Staaten. Insgesamt umfasst Liechtensteins ständige Wohnbevölkerung Menschen aus rund 90 Nationalitäten. Es gibt ein stark direktdemokratisches Element im liechtensteinischen System. So können beispielsweise mindestens 1000 Bürger den Landtag einberufen.  Quelle: Wikipedia.

 

Frohe Weihnachten

© Wolfgang Stoephasius

© Wolfgang Stoephasius

Auch wenn es draußen nach Frühling aussieht, die Amseln singen, Knospen treiben, irgendwie ist der 24. Dezember doch ein besonderer Tag. Ich kann mich erinnern, dass ich als achtzehnjähriger mit Spezln am Heiligen Abend nachmittags in einer Wirtschaft in Rosenheim gesessen bin und wir haben unentwegt Münzen in die Musikbox eingeworfen und Elvis Presley „Silent Night“ singen lassen.

An so einem Tag darf man meine ich etwas sentimental sein. In diesem Sinne wünsche ich euch eine gesegnete Weihnacht, vergessen wir für einen Moment, was draußen in der Welt – auch dort wo ein kleines Kind einst in einer Krippe lag – schlimmes geschieht.

Hier ist das Lied, welches seit vielen Jahren um die Welt geht, gesungen von Donna Brown und den Golden Gospel Pearls.

Libyen „Meine” UN-Staaten – zum 94sten

LibyenFahne

Allmählich wurden die Staaten, welche auf meiner Länderliste standen, weniger, es fehlten nicht mehr allzuviele. Libyen war im Jahr 2004  auf dieser Liste noch „offen“. Schweren Herzens entschlossen Renate und ich uns, mit dem Rollenden Hotel (dem sogenannten Schneewittchensarg) in das Land zu reisen, Individualreisen waren nicht möglich. Entgegen unserer Erwartungen wurde es eine recht erfolgreiche Tour und wir kamen in viele entlegene Ecken des Landes und wurden ausgezeichnet geführt. Wir sahen die Ruinen der ehemaligen Römerstädte an der Küste und lernten die Wüste kennen, kamen fast an die Grenze zum Sudan. Wenige Jahre später sollte das Land im Chaos versinken.

 

Hier einige Impressionen:

Libyen (1)

Das Rotel © Wolfgang Stoephasius

Amphitheater in Leptis Magna © Wolfgang Stoephasius

Amphitheater in Leptis Magna © Wolfgang Stoephasius

Die Lehmstadt Ghadames © Wolfgang Stoephasius

Die Lehmstadt Ghadames © Wolfgang Stoephasius

Mandara See mitten in der Wüste © Wolfgang Stoephasius

Mandara See mitten in der Wüste © Wolfgang Stoephasius

Unser Begleitpolizist © Wolfgang Stoephasius

Unser Begleitpolizist © Wolfgang Stoephasius

Wüste an der Grenze zum Sudan © Wolfgang Stoephasius

Wüste an der Grenze zum Sudan © Wolfgang Stoephasius

In den römischen Ruinen von Sabratha hatten wir trotz 35 Grad im Schatten ein Gänsehauterlebnis:

Libyen ist ein Staat in Nordafrika. Seine Nordgrenze ist das Mittelmeer; er grenzt im Osten an Ägypten und Sudan, im Süden an Niger und Tschad und im Westen an die Maghreb-Staaten Tunesien und Algerien.

LybienKart

Libyen ist seit 1951 ein souveräner Staat und war bis 1969 ein Königreich. Im Jahr 1969 kam Muammar al-Gaddafi durch einen Militärputsch an die Macht. Im Februar 2011 begann seine diktatorische Herrschaft zu bröckeln; der libysche Bürgerkrieg 2011 begann. Von März bis Oktober 2011 fand eine internationale Militärintervention auf der Seite der Gegner Gaddafis statt. Gaddafi wurde am 20. Oktober 2011 von seinen Gegnern getötet. Etwa im Mai 2014 begann ein Bürgerkrieg, in dem rivalisierende Milizen gegeneinander kämpften. Am 6. Dezember 2015 wurde überraschend ein Abkommen geschlossen, das zur Bildung einer Einheitsregierung führen soll. Quelle: Wikipedia.

Heute ist Libyen de facto in zwei Teile gespalten, der IS drängt vermehrt in das Vakuum. Zur aktuellen Situation ein Link zu Spiegel-Online:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-islamischer-staat-auf-dem-vormarsch-regierungen-uneins-a-1068114.html