Iran „Meine” UN-Staaten – zum 62sten

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Nach meiner Zentralasienreise im Jahre 2003 war ich der Meinung, dass ich diese Region unbedingt meinem Freundeskreis zeigen musste. So organisierte ich 2005 eine Gruppenreise vom Iran über Turkmenistan bis nach Usbekistan. Vom Iran und der Freundlichkeit der Menschen waren alle Mitreisenden ausnahmslos begeistert. Gewiss war uns allen klar, dass dort ein menschenverachtendes Mullah-Regime herrscht, aber uns wurde vor Augen geführt, dass die Menschen sich nicht davon beeinflussen lassen und ihren Weg gehen. Uns viel auf, dass sehr viele insbesondere junge Menschen Englisch zum Teil aber auch Deutsch sprachen. Der Kontakt von unseren Frauen zu den Iranerinnen war durchgehend freundschaftlich. Hier einige Impressionen:

In Persepolis trifft das Iran der Mullahs mit schwarz verschleierten Frauen auf ruhmreiche Vergangenheit.

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Persepolis © Wolfgang Stoephasius

Das Grabmal des Hafiz in Shiraz erinnert an einen gelehrten Sufi, der mit seiner Poesie Goethe zum seinem „West-östlicher Divan“ inspiriert hat.

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Shiraz © Wolfgang Stoephasius

Im gesamten Land findet man diese fest installierten Sammelbüchsen. Der Erlös soll angeblich den Armen zugutekommen. Unter vorgehaltener Hand wird kolportiert, dass er in Wirklichkeit zur Unterstützung der terroristischen Hisbollah im Nahen Osten verwendet wird.

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Sammelbüchse © Wolfgang Stoephasius

Die Prachtbauten in Isfahan, wie hier die Freitagsmoschee,  waren Vorbild für die sakralen Bauten in ganz Zentralasien.

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Isfahan © Wolfgang Stoephasius

Der schiitische Islam im Iran unterscheidet sich von den „Steinzeit“-Islamisten in Saudi-Arabien dadurch, dass christliche Religionen durchaus geduldet werden. Armenischen Christen wird sogar zugestanden in dem „trockenen“ Land für den Gottesdienst Messwein herzustellen. Auch freizügige Malereien in bestimmten Kirchen werden toleriert.

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Altargemälde in der armenischen Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Maschhad mit dem Imām-Reza-Schrein ist eine der heiligen Städte im Iran. Hier mussten sich unsere Frauen erstmals mit einem geliehenen Ganzkörperanzug kleiden, sonst genügte ein locker gebundenes Kopftuch.

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Maschhad © Wolfgang Stoephasius

Iran, veraltet als Persien bezeichnet, ist ein Staat in Vorderasien. Mit rund 75 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt er zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde. Hauptstadt ist Teheran, Währung der  Iranischer Rial und Amtssprache ist Persisch. Das Land ist seit 1979, als im Zuge der Islamischen Revolution der letzte Schah gestürzt wurde, ein Gottesstaat, der sich als islamische Republik bezeichnet. Der Iran besteht zum Großteil aus hohen Gebirgen und trockenen, wüstenhaften Becken. Seine Lage zwischen dem Kaspischen Meer und dem Persischen Golf und besonders an der Straße von Hormus macht ihn zu einem Gebiet von hoher geostrategischer Bedeutung mit langer, bis in die Antike zurückreichender Geschichte.

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Der Iran grenzt an sieben Staaten: im Westen und Nordwesten an den Irak (Grenzlinie 1609 Kilometer), die Türkei (511 Kilometer), Aserbaidschan (800 Kilometer) und Armenien (48 Kilometer), im Nordosten und Osten an Turkmenistan (1205 Kilometer) sowie im Osten und Südosten an Afghanistan (945 Kilometer) und Pakistan (978 Kilometer). Der Iran hat heute eine Einwohnerzahl, die etwa jener Deutschlands entspricht, die sich jedoch auf ein viereinhalb mal so großes Territorium verteilt. Die durchschnittliche Bevölkerungs- dichte beträgt somit 46 Einwohner/km². Die Verteilung der Einwohner ist jedoch sehr ungleichmäßig. Die vermittelnde Lage des Iran zwischen Zentralasien, Kleinasien, Arabien und dem indischen Subkontinent haben zu einer hohen ethnischen Vielfalt geführt. Die größte ethnische Gruppe im heutigen Iran ist indogermanischen Ursprunges. Die Völker indogermanischen Ursprunges dominieren das Land heute zahlenmäßig. Zwischen 60 und 65 % der Bevölkerung zählen sich zu den Persern; das iranische Hochland ist fast ausschließlich persisch besiedelt. Westlich des persischen Siedlungsgebietes leben die Kurden, die 7 bis 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachen und die größtenteils dem sunnitischen Islam anhängen, und die tendenziell schiitischen Luren (6 % der Bevölkerung des Iran). Im Osten Irans leben die ebenfalls sunnitischen Belutschen, die 2 % der Bevölkerung stellen. Kleinere indogermanische Völker sind z.B. die Bachtiaren. Völker türkischer Abstammung sind vor allem die zumeist schiitischen Aserbaidschaner, die 17 bis 21 % der Bevölkerung Irans ausmachen und im Nordwesten des Landes wohnen. Die meist sunnitischen  Turkmenen bewohnen die nördlichen Steppengebiete, darüber hinaus gibt es zahlreiche, über das ganze Land verstreute Inseln türkischstämmiger Bevölkerungsgruppen, zu denen die Kaschgai gehören. Die Araber des Iran leben im Südwesten an der Grenze zum Irak, sie machen etwa 2 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Iran lebt nicht zuletzt eine große Zahl sehr kleiner Ethnien, die teils schon vor der Ankunft der Perser im Iran lebte (wie die Assyrer) oder die künstlich im Lande angesiedelt wurden (wie die Armenier). Trotz Modernisierung und einer fünfzig Jahre dauernden Säkularisierung unter den Pahlavi ist der Iran heute ein Staat, in dem die Religion fast jeden Aspekt des sozialen Lebens durchdringt. Amnesty International kritisiert weiter die iranischen Gerichte bzw. Sondergerichte wegen Nichteinhaltung der internationalen Standards für faire Verfahren. Folter und Misshandlungen an Gefangenen sind üblich. Der Iran ist nach einer kurzen Phase zurückgehender Hinrichtungszahlen seit mehreren Jahren (Stand 2015) gemessen an der Bevölkerungszahl das Land mit den meisten Hinrichtungen. In absoluten Zahlen rangiert es heute an zweiter Stelle nach China. Freedom House bewertet das politische System des Iran im Jahr 2012 als „nicht frei“, mit großen Mängeln in den Bereichen der politischen Rechte, der Bürgerrechte und in einem generellen Abwärtstrend.[242] Im Demokratieindex von 2010 wird es als „autoritäres Regime“ eingestuft, wobei der mangelhafte Wahlprozess und die fehlende Akzeptanz der gesellschaftlichen Pluralität besonders negativ auffallen; es belegt Platz 158 von 167. Im Korruptionswahrnehmungsindex belegte der Iran im Jahr 2011 Platz 120 von 182. Quelle: Wikipedia.

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