Indonesien „Meine” UN-Staaten – zum 60sten

IndonesienFlagge

1979 kam ich das erste Mal in das riesige Inselarchipel von Indonesien. In den folgenden 30 Jahren habe ich den Inselstaat immer wieder bereist und alle bedeutenden Landesteile bis auf den zu Indonesien gehörenden Westteil von Neuguinea bereist. Das Land mit seinen vielen Fassetten hat mich immer wieder fasziniert. Hier einige Bilder aus dem Land:

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Renate mit Frauen in Jakarta © Wolfgang Stoephasius

Das Land hat mit schweren Umweltproblemen zu kämpfen.

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Fluss in Ambon (Molukken) © Wolfgang Stoephasius

Auf Tana Toraja (Sulawesi) herrscht ein seltsamer Totenkult. Die Verstorbenen werden oft jahrelang im Haus der Familie aufgebahrt und erst dann bei einem großen Fest endgültig bestattet.

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Begräbnis in Tana Toraja © Wolfgang Stoephasius

Im hinduistischen Bali zeugen Tänze aus der aus Indien kommenden Kultur, häufig aus dem Ramayana-Epos.

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Kecac-Tänzer © Wolfgang Stoephasius

Das Fabeltier Barong spielt in der Geisterwelt auf Bali eine besondere Rolle.

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Barong © Wolfgang Stoephasius

Der Prambanan auf dem nun überwiegend islamischen Java zeugt von der Hindu-Epoche.

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Prambanan © Wolfgang Stoephasius

Der buddhistische Borobodur ist eine der mächtigsten Tempelanlagen weltweit.

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Borobodur © Wolfgang Stoephasius

Auf einigen Inseln der Kleinen Sundainseln leben heute noch die letzten Drachen, die über drei Meter langen Komodo-Varane:

Indonesien ist eine Republik und der weltgrößte Inselstaat sowie mit rund 250 Millionen Einwohnern der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt. Das Land verteilt sich auf 17.508 Inseln und umfasst insgesamt 1.904.569 km².  Indonesien grenzt auf der Insel Borneo an Malaysia, auf der Insel Neuguinea an Papua-Neuguinea und auf der Insel Timor an Osttimor. Indonesien zählt zum größten Teil zum asiatischen Kontinent, sein Landesteil auf der Insel Neuguinea gehört jedoch zum australischen Kontinent. Hauptstadt ist  Jakarta und die Währung heißt Rupiah (IDR). Amtssprache ist Indonesisch.

IndonesienKarte

Laut der indonesischen Volkszählung von 2001 leben in Indonesien insgesamt fast 360 verschiedene Völker, von denen die meisten malaiischer Herkunft sind. Erst gegen Ende der niederländischen Kolonialzeit wurde die Bezeichnung Indonesier gegenüber der bis dahin üblichen eigenen Stammesbezeichnung bevorzugt. Allerdings gibt es starke regionale Autonomie- und Sezessionsbestrebungen. Mit ungefähr 200 Millionen Muslimen stellt Indonesien den Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt dar. Der Islam ist jedoch nicht Staatsreligion. Allerdings müssen sich alle Bürger des Inselstaates zu einer von fünf anerkannten Weltreligionen bekennen. Dies wird durch die Staatsideologie Pancasila fest vorgeschrieben. Die Bürger können demnach nur den Lehren von Islam, Christentum (katholisch und evangelisch), Buddhismus oder Hinduismus folgen. Dies stellt eine erhebliche Einschränkung der Religionsfreiheit dar. Manche Volksgruppen geben daher eine dieser offiziellen Religionen an, praktizieren jedoch tatsächlich weiterhin ihren traditionellen Glauben. Während die Menschen in Indonesien überwiegend einem moderaten Islam anhängen, gilt in der Provinz Aceh seit 2001 die Scharia. Als Teil eines Friedensabkommens mit der Zentralregierung zur Beendigung der Separatistenkämpfe in der Provinz erhielt Aceh 2005 einen halbautonomen Status. Dort geht die Polizei massiv gegen als „unislamisch“ deklarierte Verhaltensweisen vor: Wer Kleidervorschriften missachtet, wird bestraft. Anderes abweichendes Verhalten im Alltag kann mit zur Abschreckung inszenierten „Umerziehungsmaßnahmen“ geahndet werden, wie im Dezember 2011 eine Gruppe Punks erfahren musste.[17] Im Juni 2012 wurde ein bekennender 30 jähriger Atheist zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Über 27 % der insgesamt 241 Millionen Indonesier leben in Armut, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Während in Java, der Hauptinsel des Landes, etwa 23 % in Armut leben, gibt es manche Provinzen, besonders im Osten, in denen der Anteil der armen Bevölkerung bei 44 % liegt. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums. Auf Java gibt es etwa 1,7 Millionen Straßenkinder. Obwohl zuvor die Justiz nur selten Menschenrechtsverletzungen verfolgte, ratifizierte Indonesien 2005 den Internationalen Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte sowie den Internationalen. In den Jahren 2006 und 2007 wurden verschiedene Regelungen des Strafgesetzbuches für verfassungswidrig erklärt, die davor der Verfolgung Oppositioneller dienten. Laut Amnesty International geschehen jedoch weiterhin schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen: Mindestens 117 Personen waren im Jahr 2008 als gewaltlose politische Gefangene inhaftiert. In Indonesien wird für verschiedene Verbrechen die Todesstrafe verhängt und seit Mai 2004 vermehrt angewandt. Quelle: Wikipedia.

 

 

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