Indien „Meine” UN-Staaten – zum 59sten

IndienFahne

1980 kam ich das erste Mal nach Indien, es sollten noch viele Reisen in dieses schwierige Land folgen. Es gäbe viel zu erzählen über Indien, die größte Demokratie der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern, einem Vielvölkerstaat, in welchem die verschiedenen Ethnien sich oft fremder sind, als die Völker Europas. Auf dem Subkontinent werden unendlich viele Dialekte aber auch unterschiedliche Sprachen gesprochen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Auf meinen  Indienreisen verteilt auf einen Zeitraum von über 30 Jahren und in alle auch die entlegensten Landesteile habe ich versucht, mir ein möglichst objektives Bild zu verschaffen und bin hoffnungslos gescheitert. Die Kommunikation wird alleine schon dadurch erschwert, dass Inder, ganz gleich aus welchem Landesteil, kein bejahendes Nicken kennen. Kopfschütteln kann Ja und Nein bedeuten, es kommt alleine auf die Art der Halsbewegung an. So wird selbst die Kommunikation mit englisch sprechenden Indern zum Abenteuer, geschweige denn mit Menschen, die nur ihre jeweilige Heimatsprache beherrschen. Es ist interessant zu wissen, dass eigentlich Hindi die Landessprache sein sollte, aber sich ein reisender Inder schwer tut mit Hindi zurecht zu kommen. Da kommt er mit Englisch, der Sprache der einstigen Kolonialherren, erheblich weiter. Englisch ist sozusagen die Lingua Franca. Nahezu jeder Inder, der eine Schule besucht hat, spricht Englisch aber nicht unbedingt Hindi. Es gibt einen Spruch der lautet: „Indien, entweder du liebst es oder du hasst es“. Mit geht es anders, einmal liebe ich das Land und dann hasse ich es wieder, insbesondere wegen der intoleranten Oberschicht und dem mangelnden Umweltverständnis.

Indien (1)

Schlangenbeschwörer © Wolfgang Stoephasius

Indien (2)

Palast der Winde in Jaipur © Wolfgang Stoephasius

Indien (4)

Taj Mahal © Wolfgang Stoephasius

Indien (3)

Straßenszene © Wolfgang Stoephasius

Indien (6)

Hinduismus © Wolfgang Stoephasius

Indien (7)

Rajastan © Wolfgang Stoephasius

IndKochi

Das südindische Kochi © Wolfgang Stoephasius

IndLakhadiven

Die entlegenen Lakkadiven © Wolfgang Stoephasius

Ein großes Problem ist der Konflikt mit Pakistan. Es gibt nur einen Grenzübergang zwischen den beiden Staaten. Die Grenzschließung am Nachmittag wird jeden Tag mit übertriebenem Patriotismus auf beiden Seiten begangen.

 

Indien ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, das chinesische Autonome Gebiet Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven. Der multiethnische Staat ist mit über 1,292 Milliarden Einwohnern (2015) nach der Volksrepublik China (1,373 Mrd.)  das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde und somit die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt. Bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum könnte Indien in fünf Jahren China überholen. Hinsichtlich der Landesfläche gehört es zu den zehn größten Ländern. Amtssprachen der Union ist Hindi und Englisch, Hauptstadt Neu-Delhi und die Währung die Indische Rupie (INR).

IndienKarte

Indien ist ein Vielvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt ohne weiteres mit der des gesamten europäischen Kontinents vergleichbar ist. Etwa 72 Prozent der Bevölkerung sind Indoarier. 25 Prozent sind Draviden, die hauptsächlich im Süden Indiens leben. 3 Prozent entfallen auf sonstige Völkergruppen, vor allem tibeto-birmanische, Munda- und Mon-Khmer-Völker im Himalayaraum sowie Nordost- und Ostindien. In Indien werden weit über 100 verschiedene Sprachen gesprochen, die vier verschiedenen Sprachfamilien angehören. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch erkennt die indische Verfassung 21 weitere Sprachen an.  Die Religionen verteilen sich nach der Volkszählung 2011 wie folgt: 79,8 % Hindus, 14,2 % Muslime, 2,3 % Christen, 1,7 % Sikhs, 0,7 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,7 % andere (zum Beispiel traditionelle Adivasi-Religionen, Bahai oder Parsen). Insgesamt 0,2 % der Inder gaben bei der Volkszählung keine Religionszugehörigkeit an bzw. gaben an, ohne Religion zu sein. Der Laizismus, die Trennung von Staat und Religion, zählt zu den wesentlichsten Grundsätzen des indischen Staates und ist in seiner Verfassung verankert. Seit Jahrhunderten bestehen verschiedene Glaubensrichtungen zumeist friedlich nebeneinander. Dennoch kommt es manchmal zu regional begrenzten, religiös motivierten Auseinandersetzungen. Bei der Teilung Indiens 1947 und beim Bangladesch-Krieg 1971 kam es zwischen Hindus und Muslimen zu massiven Ausschreitungen. Unruhen zwischen Anhängern der beiden Glaubensrichtungen brechen in Indien in gewissen Zeitabständen immer wieder aus. Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 % der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Quelle: Wikipedia.

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