Haiti „Meine” UN-Staaten – zum 57sten

HaitiFlagge

Im Juni 1980 habe ich von Florida aus neben den Bahamas einen Teil der Großen Antillen, nämlich die Dominikanische Republik, Haiti und Jamaika bereist. Schon damals waren die beiden Staaten auf der Insel Hispaniola nicht sonderlich gut aufeinander zu sprechen. Das musste ich am eigenen Leib verspüren, wurde ich doch an der Grenze abgewiesen als ich von der Dominikanischen Republik auf dem Landweg nach Haiti einreisen wollte. Ich musste wieder zurück nach Santo Domingo und von dort das Flugzeug nehmen. Der Aufenthalt in einem der ärmsten Länder der Welt war äußerst spannend, hatte ich doch sogar die Gelegenheit an einer Voodoo-Zeremonie teilzunehmen. 2010 fuhr ich mit einem Kreuzfahrschiff genau in der Nacht an Haiti vorbei, als das Land von dem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde. Hätte ich nicht über das Internet von der Katastrophe erfahren, hätte ich nichts davon mitbekommen. Die Macher auf dem Schiff haben überhaupt nicht darüber berichtet, es war ihnen wohl wichtig, das Halli-Galli-Gefühl auf dem Schiff nicht zu stören.

HaitiFoto

Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Großen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Hauptstadt ist  Port-au-Prince, die Währung der Gourde und die Landessprachen sind Haitianisch und Französisch. Auf 27.750 km² leben 10,32 Millionen Menschen. In Haiti wird nur ein sehr kleiner Teil der Geburten und Todesfälle amtlich registriert. Daher beruhen alle Zahlen auf Schätzungen und Projektionen. Die Bevölkerung hat sich seit dem ersten Zensus 1950 etwa verdreifacht; damals wurden 3,1 Millionen gezählt. Die haitianische Bevölkerung teilt sich in 95 % Schwarze, 4,9 % Mulatten und 0,1 % Weiße auf.

HaitiKarte

Am 12. Januar 2010 forderte ein Erdbeben im südlichen Teil Haitis bis zu 316.000 Tote und zerstörte das Zentrum der Hauptstadt. Gemessen an den Opferzahlen war es die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Haitis und eines der schwersten Erdbeben weltweit. Haiti ist zweifellos ein schwacher Staat und nach Einschätzung von Foreign Policy gar ein gescheiterter Staat. Die innenpolitische Situation in Haiti war in den letzten Jahrzehnten durch wiederholte Krisen wie Staatsstreiche, ausländische Interventionen und/oder Diktaturen mit Ausbrüchen von gewalttätigen Konflikten, Verletzungen der Menschenrechte und chronische Instabilität gekennzeichnet. Der am 29. Februar 2004 zurückgetretene Präsident Jean-Bertrand Aristide hat Interims-Präsident Alexandre Latortue ein Land im Chaos hinterlassen. Rechtsstaatliche Ordnung, institutionelle Strukturen und kollektive Verhaltensregeln fehlen weitgehend. Hinzu kommt ein Panorama an Korruption, mangelnde Strafverfolgung, Wahlbetrug, kriminellen Banden, Drogenhandel und die Bereitschaft, Konflikte gewaltsam auszutragen. Ein weiteres Problem stellt die schlechte Überwachung des Luftraumes dar. Diese hat z. B. dazu geführt, dass Haiti ein beliebtes Transitland für den Kokainschmuggel geworden ist. Quelle: Wikipedia.

 

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