Guyana „Meine” UN-Staaten – zum 56sten

GuyanaFahne

Die große Südamerikareise mit meinem Kumpel Günter im Jahre 1984, die in Peru begann, sollten die drei Guyanastaaten den Abschluss bilden. Wie heißte es, „der Mensch denkt und Gott lenkt“. Es kam also anders als geplant. Mein Plan war von Belem im brasilianischen Amazonasdelta auf abenteuerlichen Wegen über Land und Fluss nach Cayenne, Französisch Guyana, zu reisen und von dort weiter nach Surinam. Ich hatte einen Flug von Paramaribo, der Hauptstadt von Surinam, nach Georgetown, die Hauptstadt von Guyana gebucht, bis Französisch Guyana und weiter nach Surinam wollten wir ja über Land reisen. In Belem erfuhr ich, dass die Einreise nach Französisch Guyana nur möglich sei, wenn man ein gültiges Ausreiseticket vorweisen könne. Surinam hatte wegen des Bürgerkrieges für Deutsche die Visumpflicht eingeführt, dieses war in Amsterdam zu beantragen. So galt es die Route zu ändern. Wir reisten also in den äußersten Norden von Brasilien, in die Grenzstadt Boa Vista und flogen von dort mit einer uralten klapprigen Propellermaschine nach Georgetown.

Guyana (2)

Schon damals war die Kriminalität sehr hoch und wir mussten uns höllisch in Acht nehmen. Andererseits waren wir von dem gepflegten botanischen Garten überrascht.

Guyana (3)

Botanischer Garten in Georgetown © Wolfgang Stoephasius

Die Kathedrale soll eine der größten in Südamerika sein.

Guyana (1)

Kathedrale in Geogetown © Wolfgang Stoephasius

Es bedurfte übrigens noch zwei weitere Anläufe, bis ich im Jahr 2002 nach Surinam reisen konnte.

Guyana, einer der drei Guyana-Staaten, – amtlich: Kooperative Republik Guyana – ist ein Staat an der Atlantikküste Südamerikas. Er grenzt an Brasilien, Venezuela und Surinam. Hauptstadt ist Georgetown, Währung der  Guyana-Dollar und Amtssprache Englisch. Im Land leben 735.554 Menschen auf 214.970 km².

GuyanaKarte

Die Bevölkerung setzt sich aus 43,4 % Indern aus dem ehemaligen Britisch-Indien, 30,2% Kreolen, auch Afro-Guyaner genannt sowie 9,2% Indigene Völker und diversen anderen Gruppen zusammen. Umgangssprache ist vor allem ein teilweise kreolisiertes Englisch, daneben indische Sprachen (unter anderem Hindi) sowie Indianersprachen. Seit den 1960er Jahren spielen ethnische Konflikte zwischen den Afro-Guyanern und den Indisch-Guyanern in Gesellschaft und Politik immer wieder eine Rolle. 1978 kam Guyana durch den Massensuizid von Jonestown in die Weltnachrichten. Sektenführer Jim Jones vom Peoples Temple gab nach der Ermordung eines US-amerikanischen Politikers seinen Anhängern den Auftrag zum kollektiven Selbstmord. Über 900 Menschen kamen ums Leben. Amnesty International hat das Land in seinen jährlichen Menschenrechtsberichten angemahnt; vor allem wegen der lebenslangen Haftstrafen für Homosexuelle sowie häufig auch deren Missbrauch von staatlicher Seite. Das Parlament hält jedoch an dem Gesetz fest, denkt aber zugleich über ein Antidiskriminierungsgesetz nach, das u. a. vor Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität schützen soll. Guyana ist der einzige südamerikanische Staat, der die Todesstrafe weiterhin anwendet. Das Land wird auch hierfür von Menschenrechtsaktivisten kritisiert. Das Land weist eine extrem hohe Kriminalitätsrate auf. Quelle: Wikipedia.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s