Guinea-Bissau „Meine” UN-Staaten – zum 55sten

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Von der Grenzstadt in Guinea finde ich ein durchgehendes Sammeltaxi in das Nachbarland und sitze für afrikanische Verhältnisse relativ bequem. Die Grenzkontrollen entpuppen sich als harmlos, die Bribes (Trinkgelder für die Beamten) sind mit insgesamt etwa 50 Euro-Cent wirklich erträglich. Die Weiterreise in die Stadt Gabu erfolgt auf guter Piste. Dort habe ich das Glück, dass ich Zeuge eines fröhlichen Straßenfestes werde.

Guinea-Bissau (1)

Trommler in Gabu © Wolfgang Stoephasius

Guinea-Bissau (2)

Tänzer © Wolfgang Stoephasius

Auch die Weiterreise nach Bissau ist relativ bequem.

Guinea-Bissau (3)

Kirche in Bissau © Wolfgang Stoephasius

Von Bissau reise ich weiter in die senegalesische Unruheprovinz Casmance.

Guinea-Bissau ist ein Staat in Afrika. Er liegt an der afrikanischen Westküste zum Atlantik und grenzt an Senegal und Guinea. Nach dem Human Development Index zählt Guinea-Bissau zu den am geringsten entwickelten Ländern weltweit. Hauptstadt ist Bissau, Landessprache Portugiesisch und die Währung der CFA-Franc (BCEAO). Mit einer Gesamtfläche von 36.125 km² (28.120 km² Landfläche und 8.005 km² Wasserfläche) ist das Land rund zehn Prozent kleiner als die Schweiz. Im Land leben 1,704 Millionen Menschen.

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Über 25 ethnische Gruppen leben im Land, die sich in Sprache, Kultur und Sozialstruktur mehr oder weniger unterscheiden. Obwohl die offizielle Landessprache Portugiesisch ist und Schulunterricht ausschließlich darin stattfindet, beherrschen es nur wenige Einwohner gut; Standardportugiesisch sprechen nur etwa 14 Prozent. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei rund 45 Prozent. Jede ethnische Gruppe verfügt über eine eigene Sprache, die zugleich die Muttersprache ihrer Mitglieder ist. Verkehrssprache  ist Guineabissauisches Kreol, eine auf dem Portugiesischen basierende Kreolsprache, die durch die Sprachen der verschiedenen ethnischen Gruppen beeinflusst ist und von rund 60 Prozent der Einwohner beherrscht wird. Nach Angaben der letzten Volkszählung 2009 sind 45,1 % Muslime, 22,1 % Christen (zumeist Katholiken) und 14,9 % bekennen sich zu Naturreligionen. Es gibt etwa 12 Ärzte pro 100 000 Einwohner. Die HIV-Prävalenz bei Erwachsenen betrug im Jahr 2009 rund 2,5 %. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 115 von 1000 Lebendgeburten, die Sterblichkeit von Kindern bis 5 Jahren bei 193 von 1000 Lebendgeburten (Stand 2009). Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 48,6 bis 48,8 Jahren angegeben. Am Abend des 12. April 2012 gegen 20:30 kam es zu einem Militärputsch in der Hauptstadt Bissau durch Truppenteile unter Führung von Mamadu Ture Kuruma. Sie nahmen Präsident Raimundo Pereira und Premierminister Carlos Gomes Júnior gefangen und übernahmen die Kontrolle über die Stadt. Sie versicherten allerdings, nicht dauerhaft die Macht ergreifen zu wollen. Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Nach Erkenntnissen des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung waren Guinea-Bissau und die Republik Guinea in den Jahren 2004 bis 2007 ein wichtiges Drehkreuz für den Kokainschmuggel von Südamerika über Westafrika nach Europa. Sowohl die innenpolitischen Ereignisse in den beiden Ländern, als auch internationale Bemühungen zur Bekämpfung des Kokainschmuggels in der Region führten zu einem deutlichen Rückgang der Transporte in den Jahren 2008 und 2009. Die Ereignisse des 1. April 2010 in Bissau läuteten die Wiederbelebung der Transportroute über Guinea-Bissau ein. Der in die Ereignisse verstrickte, ehemalige Chef der Marine Konteradmiral Bubo na Tchuto sowie der amtierende Luftwaffenchef Ibraima Papa Camara wurden im April von US-Behörden des Drogenschmuggels beschuldigt und deren Konten in den USA eingefroren. Im Jahr 2012 erreichten in jeder Nacht 800 bis 1000 Kilogramm Kokain das Land.  Quelle: Wikipedia.

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