Estland – „Meine” UN-Staaten – zum 43sten

Estland

Am 23. Mai 1993 fährt mein Freund Schorschi, der übrigens heute seinen 60. Geburtstag feiert, den Bus vom Ladedeck der „Estonia“, die im Jahr darauf bei einer der größten Katastrophen der zivilen Schifffahrt untergehen wird. Wir sind in Tallinn, der Hauptstadt von Estland.  Ich habe für die Reise durch die baltischen Staaten über eine Service-Agentur eine ortkundige Reisebegleiterin engagiert. Die Russin Larissa ist eine liebenswerte Person. Der Agentur scheint aber entgangen zu sein, dass es die Sowjetunion nicht mehr gibt und uns Larissa mehr Probleme bereitet, als sie uns nutzt. Sie benötigt für jeden Grenzübergang ein Visum, welches längere Wartezeiten beansprucht und Russisch will mit ihr ohnehin niemand sprechen.

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St. Nikolaikirche in Tallinn © Wolfgang Stoephasius

Estland ist ein Staat in Nordeuropa und das nördlichste Land des Baltikums. Es grenzt im Süden an Lettland, im Osten an Russland sowie im Norden und Westen an die Ostsee. Hauptstadt ist Tallinn, Währung der Euro und Estnisch ist die Amtssprache. Auf 45.33  km² leben 1.313.271 Menschen. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge Beziehungen zu Finnland, und historisch gibt es durch die Deutsch-Balten viele kulturelle Verbindungen nach Deutschland.

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Der seit 1991 unabhängige Staat ist Mitglied der Vereinten Nationen, seit 2004 der EU. Estland ist zudem Mitglied des Europarats, der NATO sowie der OSZE, seit 2010 der OECD und seit 2011 der Eurozone. Amnesty International weist in seinem Jahresbericht 2010 darauf hin, dass es in Estland immer wieder zu Diskriminierung von Minderheiten kommt. Am 15. Oktober 2010 verabschiedete das Parlament eine Reihe von Gesetzen, die auch gewaltlose Aktionen und symbolische Handlungen mit Flaggen anderer Staaten als der estnischen unter Strafe stellt. Ein Konflikt zwischen der russischen Minderheit und den Esten entzündete sich 2007 an dem so genannten Bronze-Soldaten von Tallinn. Dieses Kriegerdenkmal aus Sowjetzeiten wurde im April 2007 auf Veranlassung der estnischen Behörden von seinem ursprünglichen Platz in der Innenstadt der estnischen Hauptstadt in einen Randbezirk verlagert. Dies führte zu Protesten vor allem seitens der russischen Bevölkerung. Die Proteste gegen die Verlegung des Denkmals wurden durch estnische Sicherheitskräfte niedergeschlagen; ein Demonstrant kam zu Tode, viele wurden verletzt. Der Europarat drängte Estland wiederholt, Maßnahmen zu ergreifen, die einer Benachteiligung von Minderheiten entgegenwirkten. Quelle: Wikipedia

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