Kambodscha „Meine” UN-Staaten – zum 71sten

KambFahne

1992  organisierte ich eine Gruppenreise durch Vietnam, Laos und Kambodscha. In Kambodscha waren die Roten Khmer gerade vertrieben worden. Das Land war eines der Ärmsten auf der Erde und Touristen waren kaum welche im Land. Im Angkor Wat, eines der bedeutendsten Bauwerke der Weltgeschichte  hatten die ersten Renovierungsarbeiten begonnen, es war noch gar nicht lange her, dass die Banditen sich in den Dschungel zurückgezogen hatten.

Höhepunkt der Reise war natürlich der Besuch der Tempelanlagen in und um den Angkor Wat.

Die Freude über ein Leben in relativer Freiheit nach dem Abzug der Roten Khmer, welches das Land dem Einmarsch der Vietnamesen zu verdanken hatte, war im ganzen Land zu spüren.

Das Königreich Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Das Land liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Die Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden des Landes. Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich im Jahr 1953 folgten jahrzehntelange Bürgerkriege, die viele Opfer unter der Bevölkerung und schwere Schäden in der Wirtschaft hinterließen. Auch der Vietnamkrieg und die Diktatur der Roten Khmer von 1975 bis 1979 brachten dem Land wirtschaftlichen Verfall. Amtssprache ist Khmer, Hauptstadt Phnom Penh und Währung der Riel (KHR). Im Land leben auf 181.040 km² 14.138.255  Menschen.

Das größte Umweltproblem Kambodschas ist seit den 1980er Jahren der Holzeinschlag. Die Hauptbevölkerungsgruppe Kambodschas sind die Khmer, die offiziell 85–90  Prozent der Einheimischen ausmachen. Damit ist Kambodscha das homogenste Land Südostasiens. Größte Minderheiten sind die Vietnamesen (5 %), die Cham (bis 3 %) und die Chinesen (etwa 1 %).

KambKarte

Als Japan im Zuge des Zweiten Weltkriegs das Land besetzte, ersetzten die neuen Machthaber zwar die französischen Behörden in Vietnam. Den Beamten in Kambodscha erlaubten sie jedoch – wegen der Kooperation mit Vichy-Frankreich – ihre Posten zu behalten, sodass Kambodscha offiziell unter französischer Kontrolle verblieb. Der 1941 von den Franzosen eingesetzte König Norodom Sihanouk folgte allerdings den panasiatischen Aufrufen Japans und kündigte am 12. März 1945 noch unter dem Schutz japanischer Truppen einseitig alle Verträge mit Frankreich. Nach dem Abzug der Japaner und der Besetzung Phnom Penhs durch die Briten wurde Frankreich wieder zur „Schutzmacht“. Die Khmer Issarak verbündeten sich mit den vietnamesischen Vietminh und führten gemeinsam mit ihnen einen Guerillakrieg gegen die Franzosen, die 1954 auf der Genfer Indochinakonferenz die Unabhängigkeit Kambodschas anerkennen mussten.

Sihanouk, der als König seinem Vater zugunsten abgedankt hatte und das Land als Staatschef weiterhin lenkte, versuchte nach der Unabhängigkeit und auch während des Vietnamkrieges, eine Politik der Neutralität zu führen. Durch den Ho-Chi-Minh-Pfad und Nachschublager der Vietminh im Osten des Landes griff der Krieg jedoch auf Kambodscha über. Nachdem die Vereinigten Staaten sich zunächst auf Bombardements im Osten des Landes beschränkt hatten, stürzten 1970 kambodschanische Offiziere unter General Lon Nol Sihanouk, mit amerikanischer Hilfe, die Regierung. Die USA waren der Meinung, dass die Regierung Sihanouk nicht entschieden genug gegen die Vietminh vorgegangen war. Lon Nol, der bereits seit 1969 Premierminister war, wurde 1972 Präsident und rief die Republik Khmer aus. Südvietnamesische und amerikanische Truppen unterstützten nun im Lande die Regierungseinheiten im Kampf gegen die Vietminh und die Nordvietnamesische Volksarmee. Sihanouk floh nach Peking und gründete dort mit Hilfe der Kommunistischen Partei Chinas die „Nationale Einheitsfront von Kampuchea“ (FUNK). Verbündet mit der FUNK waren die Roten Khmer, die aus der 1951 gegründeten Kommunistischen Partei Kambodschas hervorgegangen waren und deren Guerillaaktivitäten gegen die Regierung Lon Nol sich bald zu einem Bürgerkrieg entwickelten. Von Nordvietnam unterstützt, konnten die Roten Khmer 1975 schließlich Phnom Penh erobern, woraufhin sie das Demokratische Kampuchea ausriefen. Sihanouk wurde zunächst symbolisches Staatsoberhaupt, musste aber 1976 zurücktreten und stand in der Folge unter Hausarrest. Neuer Staatschef wurde Khieu Samphan, neuer Ministerpräsident Pol Pot. Das neue Regime zerschlug die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, um die Voraussetzungen für eine vorgeblich uniforme und egalitäre Gesellschaft nach maoistischem Muster zu schaffen. Die westliche Welt hat dieses rigorose Regime bald als „Steinzeit-Kommunismus“ bezeichnet. Phnom Penh wurde innerhalb von 24 Stunden nahezu komplett entvölkert. Hunger und Krankheiten rafften große Teile der Bevölkerung dahin. Man zwang die Menschen aus den Städten aufs Land, um Kooperativen für Reisanbau zu bilden. Insgesamt forderte die Regierung Pol Pots zwischen 1,4 und 2,2 Millionen Opfer, vor allem Beamte, Intellektuelle und buddhistische Mönche, die in etwa 100 Vernichtungslagern gefoltert und hingerichtet wurden, weil sie Widerstand geleistet hatten oder einfach der „Bourgeoisie“ angehörten, wobei es oft ausreichte, lesen zu können oder eine Fremdsprache zu sprechen. Quelle: Wikipedia.

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Sonnenuntergang am Mekong in Phnom Penh © Wolfgang Stoephasius

Jordanien – „Meine” UN-Staaten – zum 70sten

JordanienFahne

Im Jahre 1988 war die „Welt noch in Ordnung“. Ich hatte eine Gruppenreise nach Syrien und Jordanien organisiert. Syrien ist heute ein nahezu völlig zerstörtes Land, Jordanien ist noch einigermaßen stabil. Allerdings leben 630.000 syrische Flüchtlinge leben offiziell in dem  kleinen Land, vermutlich sind es doppelt so viele. Die Bedingungen sind katastrophal – auch, weil die Vereinten Nationen die Menschen nicht mehr versorgen können. Wir reisten damals durch das Land von Amman nach Aqaba am Roten Meer, in die Nabatäerstadt Petra und durch die Wüste um den Wadi Arab.

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In der jordanischen Wüste © Wolfgang Stoephasius

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Beduine © Wolfgang Stoephasius

Das haschemitische Königreich Jordanien ist ein Staat in Vorderasien. Es grenzt an Israel, den im Westjordanland gelegenen Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete, wobei die Grenze  unter israelischer Kontrolle steht. Außerdem grenzt es an Syrien, Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer (Golf von Aqaba), an dem es eine Seegrenze zu Ägypten hat. Jordanien zählt zu den so genannten Maschrek-Staaten. Hauptstadt ist Amman und die Währung der Jordanische Dinar. Jordanien ist ein Land mit hohem Wüstenanteil. Die Amtssprache ist Arabisch. Ferner werden regional verschiedene Beduinendialekte sowie die jeweiligen Sprachen der Minderheiten gesprochen. Das Bevölkerungswachstum liegt bei 2,6 %; gut 37 % der Jordanier sind unter 15 Jahre. Infolge starker Landflucht leben etwa 79 % der Einwohner in Städten, die vor allem im Nordwesten des Landes liegen. Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 72 Jahren. 6,459 Millionen Menschen leben auf 89.342 km².

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Nach der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie der haschemitischen Dynastie. Der König ist Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt den Ministerpräsidenten sowie den Ministerrat. Das Parlament besteht aus dem Abgeordnetenhaus mit 110 für vier Jahre gewählten Mitgliedern (9 Sitze für Christen, 3 für Tscherkessen und 6 für Frauen reserviert) und dem Senat mit 40 Mitgliedern, die für acht Jahre vom König ernannt werden. Frauen und Männer haben ab 18 das Wahlrecht. Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 17. Juni 2003 erreichte der jordanische Zweig der Muslimbruderschaft, die Islamische Aktionsfront, 10,3 % der Stimmen. Die Wahlen 2003 brachten königstreuen Stammesführern 62 von den 110 Sitzen. Bei den Wahlen 2010, die von Muslimbrüdern wegen angeblicher Benachteiligung durch eine Reform des Wahlrechts boykottiert wurden, errangen königstreue Kandidaten aus den ländlichen Regionen die Mehrheit. Zugleich wurden nur 34 Abgeordnete des alten Parlaments in das neue gewählt. Quelle: Wikipedia.

Jemen – „Meine” UN-Staaten – zum 69sten

JemenFahne

Im April 1993 ging es mit fünf Allradfahrzeugen kreuz und quer durch den Jemen. Es war ein fremdes archaisches Land, aber wir fanden eigentlich einen recht guten Zugang zu den Menschen. Heutzutage ist dieses Land ein hochgefährliches Pflaster, Islamisten verüben Selbstmordanschläge sowie entführen und töten Menschen,  es herrscht Krieg. Auch damals gab es schon Entführungen, dagegen konnte man sich in den gefährdeten Gebieten aber absichern. So habe ich bei der Fahrt von Marib in den Südjemen 2000 D-Mark Schutzgeld für unsere Gruppe bezahlt und wir wurden von einem Beduinen sicher durch die Wüste geleitet.

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Lagebesprechung mit dem Beduinen, der uns begleitet © Wolfgang Stoephasius

Die Reise fand kurz nach der Wiedervereinigung des Landes statt. Beide Landesteile sind durch weite Wüste getrennt.

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Wüste hinter Marib © Wolfgang Stoephasius

Ich versuche mich in Ländern wie diesen so zu kleiden wie die Bewohner.

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Mann mit Turban © Wolfgang Stoephasius

Schon damals war praktisch jeder erwachsene Mann mit einer Kalaschnikow bewaffnet.

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Waffenträger © Wolfgang Stoephasius

Das Land zeichnet sich durch seine Lehmarchitektur aus.

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Sanaa, die Landeshauptstadt © Wolfgang Stoephasius

Die Republik Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Er ist etwa anderthalbmal so groß wie Deutschland und grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden  an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer. Die Staaten Dschibuti und Eritrea liegen etwa 20 bzw. 30 Kilometer entfernt jenseits des Roten Meeres. Das Land hat auf 528.076 km² 25.408.000 Einwohner. Landessprache ist Arabisch, Hauptstadt Sanaa und die Währung der Jemen-Rial (YER).

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Seit 2013 kämpfen schiitische Huthi-Rebellen, Anhänger von Ex-Präsident Ali Abdullah Salih, Separatisten des Südjemen, Al-Qaida-Ableger der AQAP, mit der Armee der Zentralregierung um die Macht. In diesem Konflikt gelang es den Huthi-Milizen, die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Landes zu erobern, und sie standen kurz vor der Eroberung der provisorischen Hauptstadt Aden. Daraufhin begann Saudi-Arabien unter militärischer Mitwirkung acht anderer Staaten am 25. März 2015 eine militärische Intervention unter dem Namen Sturm der Entschlossenheit zu Gunsten des Staatspräsidenten Hadi. Der Jemen gehört zu den Staaten, in denen die Beschneidung weiblicher Genitalien praktiziert wird. Etwa 22,6 % der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren waren 1997 betroffen. Obwohl der Jemen bereits 1984 das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau ratifiziert hat, wird geschätzt, dass 50 % aller verheirateten Frauen Gewalt ausgesetzt sind. Quelle: Wikipedia.

 

Japan – „Meine” UN-Staaten – zum 68sten

FlaggeJapan

Meine Tochter Jutta studierte Ende der 80er in Shanghai. Dies war eine gute Gelegenheit, wieder einmal nach Ostasien zu kommen. Nachdem wir einige Wochen gemeinsam in China herumgereist waren, machte ich mich mit meiner Frau auf den Weg nach Japan und zwar nach Fukuoka im Süden des Landes. 1992 organisierte ich eine Gruppenreise zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten.  2007 reiste ich von der Münchner Partnerstadt Sapporo im Norden bis hinunter in den Süden und fuhr mit dem Schiff durch das „Gelbe Meer“ nach China.

Hier sind einige Impressionen aus dem uns immer noch fremden Land:

Japanische Hochzeiten werden häufig im westlichen, buddhistischen und schintoistischen Ritus geschlossen, damit man sicher ist, dass nichts verkehrt läuft.

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Braut im schintoistischen Hochzeitskleid © Wolfgang Stoephasius

1992 war es noch üblich, dass das Personal uniformiert in der Arbeit erschien, die Männer im schwarzen Anzug (sogar die Straßenkehrer) und die Frauen im grauen Kostüm.

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Uniformierte Sekretärinnen © Wolfgang Stoephasius

In besonders vornehmen Restaurants sitzen auch die Gäste aus dem Westen auf dem Boden und werden in einen – einfachen – Kimono gekleidet.

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Japanisches Festmahl (1992) © Wolfgang Stoephasius

Sapporo ist Partnerstadt Münchens und weltweit berühmt für sein ausgezeichnetes Bier. Hier das Brauereimuseum:

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Deutsche Braukunst in Sapporo © Wolfgang Stoephasius

In Kamakura, gar nicht so arg weit von Tokio, besuche ich den berühmten sitzenden Buddha.

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Der große Buddha von Kamakura © Wolfgang Stoephasius

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August 1945 und Nagasaki am 9. August 1945 waren die ersten und bislang einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. In Hiroshima erinnert noch heute eine Ruine an den verheerenden Einsatz dieser Massenvernichtungswaffe.

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Hiroshima Mahnmal © Wolfgang Stoephasius

Auf der malerischen Insel Miyajima steht dieser Schrein im Meer, das meistfotografierte Fotoobjekt in Japan.

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Itsukushima-Schrein © Wolfgang Stoephasius

Die historische Stadt Kyoto ist berühmt für seine Tempel und Gärten.

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Goldener Tempel in Kyoto © Wolfgang Stoephasius

Japan ist ein 6852 Inseln umfassender ostasiatischer Staat im Pazifik, der indirekt im Norden an Russland, im Westen an Nordkorea und Südkorea, im Nordwesten an China und im Südwesten an Taiwan grenzt und flächenmäßig der viertgrößte Inselstaat der Welt ist.

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De-facto-Hauptstadt und größte urbane Siedlung ist Tokio. Amtssprache ist Japanisch, Währung der Yen (JPY). Die letzte Volkszählung aus dem Jahr 2010 weist eine Gesamtbevölkerung Japans von 128.056.026 Menschen aus. Die Einwohnerzahlen sind aber seit Jahren rückläufig, so gab das Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation am 31. März 2012 eine Gesamtbevölkerung von 126.659.683 an. Die japanische Gesellschaft ist ethnisch und linguistisch weitgehend homogen. Die durchschnittliche Lebenserwartung der japanischen Bevölkerung ist mit 82,12 Jahren nach der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macau und dem Kleinstaat Andorra die dritthöchste weltweit. Die Fläche beträgt 377.835 km², mit 337,08  Einwohnern pro km² ist das Land eines der dichtbesiedeltsten der Welt (im Vergleich Deutschland: 227 Einwohner pro km²). Quelle: Wikipedia

 

 

Jamaika „Meine” UN-Staaten – zum 67sten

JamaicaFahne

1980 führte mich meine erst Karibikreise auf die Großen Antillen und dabei auch nach Jamaika, schon damals ein ziemlich heißes Pflaster. Hier ein kleiner Videoclip zur damaligen Reise:

Dreißig Jahre später war ich mit Renate wieder auf dieser Insel mit den Rastafari und dort wo der Reggae geboren wurde.

Jamaica (1)

Ochos Rios © Wolfgang Stoephasius

Jamaica (2)

Kaskaden © Wolfgang Stoephasius

Jamaika  ist ein Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik. Der Name leitet sich vom arawakischen Xaymaca oder Chaymakas ab, was so viel wie Quellenland oder Holz- und Wasserland bedeutet. Die ehemalige Kolonie ist für ihre vielseitige Kultur, aber auch für ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme bekannt. Hauptstadt ist Kingston, Währung der Jamaika-Dollar und die Amtssprache ist Englisch. Daneben wird Jamaika-Kreolisch (auch Patois genannt) gesprochen, eine Kreolsprache mit englischen Wurzeln. Auf 10.991 km² leben  2,715 Millionen Menschen. Jamaika ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen. Sie liegt 145 Kilometer südlich von Kuba und – getrennt durch den Jamaica Channel – 160 Kilometer westlich von Hispaniola (Quisqueya) mit den Staaten  Haiti und Dominikanische Republik. Das mittelamerikanische Festland ist 635 Kilometer von der Westspitze entfernt.

JamaicaKarte

Die Lebenserwartung liegt zurzeit für Frauen bei 75,3 und für Männer bei 71,83 Jahren. Das Bevölkerungswachstum hat sich seit 1960 von 1,6 % auf 0,755 % im Jahr 2009 reduziert. Es ist also zu erwarten, dass sich das Durchschnittsalter in Zukunft erhöhen wird, auch weil viele junge Menschen die Insel verlassen. Rund 91 % der Einwohner stammen von afrikanischen Sklaven ab, die besonders im 17. und 18. Jahrhundert auf die Insel gebracht wurden. 1,3 % kamen aus anderen Staaten der Karibik nach Jamaika, jeweils 0,2 % sind europäischer oder chinesischer Herkunft. Die Ureinwohner, Taíno und Kariben, haben nicht als eigene Völker überlebt; dezimiert von eingeschleppten Krankheiten und durch brutale Gewaltherrschaft der europäischen Kolonialmächte vermischten sie sich mit den anderen Bevölkerungsgruppen. Kaum eine Gruppe prägte und prägt das Bild Jamaikas im Ausland mehr als die Rastafari. Es handelt sich um eine christlich angelehnte Glaubensgemeinschaft mit einer eigenen Lebensweise. Die Inflation seit den 1980er-Jahren und die Verteuerung des US-Dollars im Vergleich zum jamaikanischen haben die Preise, insbesondere für Importgüter, steigen lassen. Durch die geringeren Exporte sind viele Arbeitsplätze weggefallen, besonders in der Landwirtschaft. Zudem hat fast jeder Einwohner zumindest einen Teil seiner Ersparnisse beim Zusammenbruch des Finanzsektors verloren. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt, wo sie, besonders in Kingston, in slumartigen Wohnvierteln leben. Die Regierung hat große Anstrengungen unternommen, um Wohnraum zu schaffen; unter anderem wurden in Portmore zehntausende billige Wohnungen gebaut. Die grundlegenden sozialen Probleme wurden aber nicht gelöst. Die schlechte Lebensqualität fördert die Kriminalität, die heute das größte Problem der Insel ist. In den Städten haben sich Banden gebildet, die durch Drogenhandel und Schutzgelderpressung Geld verdienen. Die Kriminalitätsrate ist eine der höchsten der Welt; die Aufklärungsrate liegt bei etwa 40 %. Die wenigen Gefängnisse stammen größtenteils noch aus der Kolonialzeit und sind überbelegt. Die Haftbedingungen sind meist schlecht. Jamaika ist Durchgangsstation des Drogenhandels von Süd- nach Nordamerika. Den Schätzungen des Sicherheitsministeriums zufolge passieren jährlich rund 80 Tonnen Kokain die Insel. Der Schmuggel ist für die Zwischenhändler sehr lukrativ. Viele Küstenregionen werden von mafiösen Organisationen kontrolliert, was unter anderem daran liegt, dass sich die Polizei auf die Städte konzentriert. Eine Zusammenarbeit mit den USA konnte die Geschäfte nicht beeinträchtigen, was unter anderem daran liegt, dass Korruption unter hohen Beamten weit verbreitet ist. Transparency International führt Jamaika in seinem Korruptionsbericht auf Platz 87 von 178. Quelle: Wikipedia.

 

Italien „Meine” UN-Staaten – zum 66sten

IalienFahne

Italien ist unbestritten das Lieblingsland von Renate und mir. In keinem anderen Land der Welt, außer Deutschland, war ich so viel unterwegs wie in Italien.

1958 radelte ich mit meinem Vater von Rosenheim aus in die Dolomiten.

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Vor der Marmolata © Wolfgang Stoephasius

1963 kam ich mit meiner damaligen Freundin und späteren ersten Ehefrau Käthi nach Kaltern in Südtirol und 1965 nach Cattolica.

 

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Segelturn an der Adria © Wolfgang Stoephasius

Von da ab sollte es kein Jahr mehr geben, in welchem ich nicht mindestens einmal in Italien gewesen wäre und wenn es nur Südtirol war, schließlich kommt die Oma von Renate von dort.  Im Laufe dieser Zeit habe ich nahezu jeden Winkel des Landes bereist, sei es alleine oder mit von mir organisierten Gruppen. Renate und ich marschierten von München nach Venedig, wohnten einen Monat lang in Rom und haben viele Freundschaften geschlossen.

Hier eine kleiner Videoclip vom einer Geburtstagsfeier mit Freunden in Gabicce Mare.

Und hier noch ein paar Impressionen:

 

It.Goetheweg

Am Brenner © Wolfgang Stoephasius

It.Ancona2009

Ancona in den Marken © Wolfgang Stoephasius

It.Padua

Antoniusstadt Padua © Wolfgang Stoephasius

It.Rom

Fontana de Trevi in Rom © Wolfgang Stoephasius

It.Amalfi

Amalfi in Süditalien © Wolfgang Stoephasius

It (2)

Vulcano (Liparische Inseln) © Wolfgang Stoephasius

 

It (1)

Stromboli (Liparische Inseln) © Wolfgang Stoephasius

It.Catania

Catania (Sizilien) © Wolfgang Stoephasius

Italien ist eine parlamentarische Republik in Südeuropa. Die Hauptstadt Italiens ist Rom. Das italienische Staatsgebiet liegt zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel und der Po-Ebene sowie im südlichen Gebirgsteil der Alpen. Es grenzt an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien. Die Kleinstaaten Vatikanstadt und San Marino sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Neben den großen Inseln Sizilien und Sardinien sind mehrere Inselgruppen vorgelagert. Hauptstadt ist Rom, und die Währung der Euro. Neben der staatlichen Amtssprache Italienisch gibt es die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Trentino-Südtirol, Französisch im Aostatal sowie Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien. Auf 301.338 km² leben 60.697.637 Menschen.

ItalienKarte

In Italiens Hauptstadt Rom befindet sich die Enklave des Staates Vatikanstadt, welches das Zentrum der römisch-katholischen Kirche ist. Der Papst ist zugleich dessen Staatsoberhaupt, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und der Bischof von Rom. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Zwergstaat auf internationaler Ebene.

Italien hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Sie betrug im Jahr 2005 80,4 Jahre und lag folglich ungefähr zwei Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 78,6. Die Lebenserwartung betrug für Frauen rund 83 Jahre, für Männer 78. Ungefähr 19 % der Italiener waren älter als 65 Jahre.  Die OECD rechnet mit 500.000 bis 750.000, die Caritas geht davon aus, dass sich eine Million Ausländer ohne Aufenthaltsberechtigung im Land befinden. Damit würden sich in Italien bis zu 5 Millionen Ausländer aufhalten. Die italienische Wirtschaft ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 2 Billionen US-Dollar (IWF 2010) die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Land liegt im weltweiten Vergleich des BIP je Einwohner auf dem 23. Platz, in der EU nimmt Italien hierzu den 13. Rang ein. Ferner ist zu bemerken, dass die Schattenwirtschaft in Italien traditionell sehr hoch ist. Die Agentur der Einnahmen schätzt ihren Anteil am BIP auf zwischen 16,2 und 17,5 % (2008), andere Beobachter gehen von bis zu 30 % aus. Tatsache ist, dass bei der Ermittlung des BIP die Schattenwirtschaft auf Basis von Schätzungen mitberücksichtigt wird. Charakteristisch für Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem unterentwickelten Süden gegenüber. Italien ist ein Land, das nicht nur von starken lokalen Unterschieden geprägt ist, sondern auch eine relativ ungleiche Einkommensverteilung aufweist. In der Liste der Länder nach Einkommensverteilung liegt Italien mit einem Gini-Koeffizient von 36 an 52. Stelle, einen Platz hinter Großbritannien. Zum Vergleich liegt Deutschland an 14., Österreich an 19. und die Schweiz an 37. Stelle. Quelle: Wikipedia.

Der Korruptionswahrnehmungsindex (englisch Corruption Perceptions Index, kurz auch Korruptionsindex), wird seit 1995 von Transparency International, einer Nichtstaatlichen Organisation, die sich weltweit dem Kampf gegen Korruption verschrieben hat erhoben. Kürzlich wurden die neuesten Daten veröffentlicht. Und Italien ist Europas Spitzenreiter. Allerdings im negativen Sinne. Italien hat seine Position im Vergleich zum Vorjahr (2013) „tapfer“ verteidigt, und liegt nun mit Griechenland und ex aequo mit Rumänien am wenig schmeichelhaften 69 Platz. Italien wurde dabei von Ländern wie Ruanda, Kuwait und der Türkei geschlagen.
Das korruptionsärmste Land nach dem  Korruptionsindex von 2014 ist Dänemark, Deutschland liegt an 12., Österreich an 23. Stelle Schlusslicht der 175 bewerteten Länder sind Nordkorea und Somalia. Quelle: UnserTirol.com.

 

Israel „Meine” UN-Staaten – zum 65sten

Israel Fahne

1979 kam ich das erste Mal nach Israel und reiste 1999 das letzte Mal in das Land. Dazwischen lagen mehrere Reisen nach Israel und die besetzten Gebiete. Dabei war ich mir durchwegs  der unheilvollen Vergangenheit, welche dem deutschen Volk geschuldet ist, bewusst. Ich lernte großartige Menschen kennen, Menschen die in Konzentrationslagern waren, Menschen deren gesamte Verwandtschaft der Shoah zum Opfer gefallen ist, und die mich als Deutschen der Nachkriegsgeneration akzeptierten und mir ihre Freundschaft anboten. In meiner Funktion in der International Police Association (IPA) pflegte ich enge Beziehungen zu pensionierten und aktiven israelischen Polizeibeamten und organisierte einen regen Austausch von Gruppen in beide Richtungen. Mit besonderem Stolz erfüllt mich, dass junge israelische Polizeibeamte für mich 1984 fünf Bäume im Herzl-Park gepflanzt haben. Dennoch stehe ich der momentanen israelischen Regierung und dem immer größer werdenden Anteil in der Bevölkerung, die sich einem echten Aussöhnungsprozess mit den Palästinensern entgegenstellt, kritisch gegenüber, auch und trotz der Bedrohung durch Terrorismus und Antisemitismus, der ich mir durchaus bewusst bin.

Hier einige Eindrücke aus einem heillos heiligen Land:

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Beduinen mit Touristenkamelen am Ölberg in Jerusalem © Wolfgang Stoephasius

Israel (1)

Der Bahai-Tempel in Haifa © Wolfgang Stoephasius

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Die Klagemauer in Jerusalem © Wolfgang Stoephasius

Israel (4)

Die aus Sicherheitsgründen besetzten Golanhöhen © Wolfgang Stoephasius

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Beduinenfrau am Toten Meer © Wolfgang Stoephasius

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Grenze zu Ägypten in Rafa (Gaza) 1981 © Wolfgang Stoephasius

Israel ist ein Staat in Vorderasien, an der südöstlichen Mittelmeerküste, der an den Libanon, Syrien, Jordanien, das Westjordanland, Ägypten und den Gazastreifen grenzt und aus sechs israelischen Bezirken gebildet wird. Die (international umstrittene – eigene Anmerkung) Hauptstadt und größte Stadt ist Jerusalem. Amtssprachen sind Ivrit (Hebräisch) und  Arabisch, Währung ist der Neuer Israelischer Schekel (ILS). Das Kernland hat 22.380 km², die
besetzten haben Gebiete 6.831 km². Das Kernland hat 8.368.400 Einwohner, einschließlich der besetzten Gebiete sind es 8.904.373 Menschen.

IsraelKarte

Völkerrechtlich legitimiert durch das Völkerbundsmandat für Palästina von 1922 und den UN-Teilungsplan für Palästina 1947, wurde Israel am 14. Mai 1948 als repräsentative Demokratie mit einem parlamentarischen Regierungssystemproklamiert. Israel wird zu den dicht besiedelten Ländern Asiens gezählt und ist der einzige Staat der Welt, in dem Juden eine Bevölkerungsmehrheit bilden. Israel ist ein hoch entwickelter Industriestaat, nach seinem Bruttoinlandsprodukt 2014 die 36.-größte Volkswirtschaft der Welt und Mitglied der OECD. Es hat den höchsten Lebensstandard im Nahen Osten und den dritthöchsten in Asien. Die Israelis in den besetzten Gebieten leben überwiegend im Westjordanland. In den 1981 annektierten Golanhöhen und Ostjerusalem gibt es jedoch auch eine große Anzahl von israelischen Siedlungen, die die arabische Population weit übersteigen. Mitte 2012 gab es rund 250 israelische Siedlungen und Außenposten mit insgesamt über 600.000 Einwohnern. Davon lebten rund 350.000 in Siedlungen im Westjordanland, etwa 300.000 in und um Ostjerusalem und rund 20.000 in den 33 Siedlungen auf den Golanhöhen. Bis August 2005 lebten ungefähr 7500 Israelis in den Siedlungen des Gazastreifens. Quelle: Wikipedia.

Zum besseren Verständnis für die besondere Situation des Staates Israel und der besetzten Gebiete empfehle ich den Lesern dieses Blogs das Buch „O Jerusalem“ von den Journalisten und Autoren  Larry Collins  und Dominique Lapierre.  Es wurde zwar 1972 geschrieben, hat aber an nichts an seiner Aktualität verloren.

Island „Meine” UN-Staaten – zum 64sten

IslandFahne

1990 kam ich das erste Mal nach Island. Was mir gefiel war die ursprüngliche Landschaft, weniger angetan war ich von den horrenden Preisen. Damals war Island eines der teuersten Länder auf der Welt. Ein Jahr später organisierte ich wieder einmal eine Gruppenreise in den Südosten der USA und wir flogen mit Icelandair und nutzten dies für einen mehrtägigen Aufenthalt auf der Insel der Nordmänner. 2009 war ich auf meiner großen Nordlandreise mit Ziel Grönland unterwegs. Mit dem Fährschiff erreichte von den Färöern kommend erreichte ich Seydisfjordur in Ostisland und reiste von dort über Reykjavik weiter nach Grönland. Wie sich die Zeiten ändern: Island steckte damals voll in der Bankenkrise und die Isländische Krone war massiv abgewertet worden, so dass ich mir sogar ein mehrgängiges Dinner mit Wein im besten Restaurant von Reykjavik leisten konnte.

Die Ortschaft Seydisfjordur ist eine bedeutende Hafenstadt in Ostisland.

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Seydisfjordur © Wolfgang Stoephasius

Der Ort liegt am Rande einer grünen Gebirgslandschaft.

Island

Seydisfjordur © Wolfgang Stoephasius

Von Reykjavik ging es mit dem Flugzeug weiter nach Grönland.

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Reykjavik © Wolfgang Stoephasius

Island ist mit rund 103.000 km² – nach dem Vereinigten Königreich – der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. Geographisch gehört Island zu Nordeuropa, geologisch zu Europa und Nordamerika, geopolitisch zu den Nordischen Ländern und kulturell zu Nordwesteuropa. Der Inselstaat befindet sich südöstlich von Grönland. Nordöstlich liegt die Insel Jan Mayen, östlich befindet sich Norwegen, südöstlich liegen die Färöer, Großbritannien und Irland. Island hat 331.310 Einwohner, Amtssprache ist Isländisch, Währung die Isländische Krone und Landeshauptstadt Reykjavik.

IslandKarte

Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit sowohl auf der Nordamerikanischen als auch auf der Eurasischen Platte, wobei sich die Plattengrenzen von Südwesten nach Nordosten in etwa diagonal über die Insel ziehen. Die Platten entfernen sich jährlich etwa 2 cm voneinander. Ein Mantelplume unter der Insel, der sogenannte Island-Plume, sorgt mittels Vulkanismus für ständigen Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, weshalb die Insel nicht auseinanderbricht. Die aktiven Vulkane in Island sind in etwa 30 Vulkansysteme eingeordnet. Island vergletscherte in den Eiszeiten fast vollständig. Nach einer Wärmeperiode war die Insel fast gletscherfrei, bevor es vor etwa 1000 Jahren begann, wieder kühler zu werden. Heute bedecken Gletscher wieder 11,1 Prozent der Landesoberfläche. Im Gegensatz zu vielen anderen westlichen Staaten stieg die Bevölkerungszahl in Island bis 2008 kontinuierlich an. Am 9. Januar 2006 wurde die 300.000-Marke überschritten. Infolge der Finanzkrise ab 2008 war ein leichter Rückgang der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen. Im Januar 2012 lag die Zahl der Einwohner wieder bei 319.575. Prognosen gehen davon aus, dass 2020/2021 etwa 350.000 Menschen in Island leben werden. Zwischen 1950 und 1990 betrug der Ausländeranteil durchschnittlich etwa 1,5 %, bis 2003 war die Quote auf 3,5 % gestiegen. Unter den Ausländern hatten zu diesem Zeitpunkt Polen mit 18,2 % den größten Anteil, gefolgt von Dänen mit 8,6 %, Philippinos mit 6,0 % und Deutschen mit 5,4 %. Laut OECD-Bericht vom Mai 2010 sind Island inzwischen beträchtliche Konsolidierungen im Wirtschaftsbereich gelungen. Diese bildeten nach Einschätzung der OECD eine gute Grundlage für eine weitere wirtschaftliche Erholung und einen beginnenden Aufschwung im Jahr 2011. Die Empfehlungen der OECD-Kommission gingen dahin, 2011 weitere energieintensive Unternehmen in Island zu installieren, um die private Nachfrage anzukurbeln. Außerdem soll weiterhin der bisher erfolgreiche Kurs fiskalischer Konsolidierung verfolgt werden. Der Bankensektor hat sich stabilisiert und entsprechende Reserven in internationaler Währung sind vorhanden. Die Währungskonsolidierung wird weiter ein Ziel sein. Im Juni 2011 kehrte Island erstmals an den internationalen Kapitalmarkt zurück. Island begann im Frühjahr 2012 vorzeitig mit der Rückzahlung sowohl des IWF Beistandskredites in Höhe von insgesamt 2,1 Milliarden US-Dollar als auch der Kredite der nordischen Länder. Quelle: Wikipedia.

Irland „Meine” UN-Staaten – zum 63sten

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1976 bin ich mit Frau und elfjähriger Tochter in Irland. Wir mieten und einen sogenannten Gipsy-Caravan, ein pferdegezogenes Gefährt, in welchem wir auch wohnen können. Übernachtet wird bei Bauern, wo auch unser Pferd auf der Weide untergebracht ist. Es wird 22 Jahre dauern, bis ich wieder auf die Grüne Insel komme. Anlässlich dieser Reise besuche ich auch das britische Nordirland, welches mit seiner Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken jahrelang die Welt in Atem hält.

Hier einige Impressionen aus Irland:

Auf diesem kleinen Videoclip sehen wir das Pferd Spider, welches den Gipsy-Caravan zieht:

 

Die Cliffs of Moher sind die spektakulärsten Steilklippen der Insel.

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Cliffs of Moher © Wolfgang Stoephasius

Der Ring of Kerry ist durch seine blühende Landschaft, bedingt durch den Golfstrom bekannt.

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Ring of Kerry © Wolfgang Stoephasius

Kirchenruinen aus gotischer Zeit sind im gesamten Land zu finden.

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Ruine © Wolfgang Stoephasius

Irland ist ein Inselstaat in Westeuropa, der etwa fünf Sechstel der gleichnamigen Insel umfasst. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Dublin, gelegen im östlichen Teil des Landes. Die Währung ist der Euro und Amtssprachen sind Irisch und Englisch. Auf 70.182 km² leben  4,595 Millionen Menschen.  In der Metropolregion Dublins lebt etwa ein Drittel der Einwohner des Landes. Es grenzt im Norden an Nordirland und damit an das Vereinigte Königreich. Im Osten liegt die Irische See, im Westen und Süden ist das Land vom Atlantik umgeben. Irland ist seit 1973 Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben.

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Die Einwohnerzahl Irlands ging Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch zurück. Missernten, Hungersnöte und Repressalien durch die britische Herrschaft ließen die Einwohnerzahl von rund 6,5 Millionen (einschließlich der Bevölkerung der nördlichen auch heute zum Vereinigten Königreich gehörenden Landesteile) im Jahre 1841 schrumpfen. Zur Unabhängigkeit der Republik im Jahre 1921 betrug die Bevölkerung ausschließlich des dichter bevölkerten Nordirlands drei Millionen. Viele Iren wanderten aus, vor allem in das Vereinigte Königreich und in die USA. Die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich ab Beginn der 1920er Jahre führte zwar zu allmählichen Verbesserungen der Lebensumstände, die Einwohnerzahl schrumpfte aber weiterhin, wenn auch nicht mehr ganz so stark. Der Tiefpunkt war mit rund 2,82 Millionen Einwohnern in den 1960er Jahren erreicht. Seither hat sich die Bevölkerungszahl wieder positiv entwickelt. In Irland gibt es einen hohen Anteil an relativer Armut – der höchsten in Westeuropa mit ca. 22 % –, die es zu bekämpfen gilt. Damit sind auch große soziale Unterschiede verbunden. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs hat sich die Lage der Unterschicht sehr verschlechtert. Arbeitsplätze sind fast nur in den Städten zu finden, in den abgelegenen ländlichen Gebieten gibt es somit kaum Verbesserung. Die Teuerung von Produkten des täglichen Lebens war bis etwa zum Sommer 2008 erheblich. Dann wurde in Irland und anderen Ländern eine Bankenkrise sichtbar, die später auch auf andere Länder übergriff, zu einer Wirtschaftskrise im Jahr 2009 führte und viele westliche Länder veranlasste, ihre staatliche Neuverschuldung massiv zu erhöhen. Dies führte zur Eurokrise und insbesondere ab Herbst 2009 zur griechischen Staatsschuldenkrise. Die Arbeitslosenquote lag Ende 2008 bei über acht Prozent und stieg im Jahr 2010 auf über 13 %. Die Arbeitslosenrate stieg in den folgenden Jahren zeitweise bis auf 14,7 Prozent (2012), inzwischen ist sie jedoch wieder auf 10,0 % gesunken (März 2015).

 

Iran „Meine” UN-Staaten – zum 62sten

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Nach meiner Zentralasienreise im Jahre 2003 war ich der Meinung, dass ich diese Region unbedingt meinem Freundeskreis zeigen musste. So organisierte ich 2005 eine Gruppenreise vom Iran über Turkmenistan bis nach Usbekistan. Vom Iran und der Freundlichkeit der Menschen waren alle Mitreisenden ausnahmslos begeistert. Gewiss war uns allen klar, dass dort ein menschenverachtendes Mullah-Regime herrscht, aber uns wurde vor Augen geführt, dass die Menschen sich nicht davon beeinflussen lassen und ihren Weg gehen. Uns viel auf, dass sehr viele insbesondere junge Menschen Englisch zum Teil aber auch Deutsch sprachen. Der Kontakt von unseren Frauen zu den Iranerinnen war durchgehend freundschaftlich. Hier einige Impressionen:

In Persepolis trifft das Iran der Mullahs mit schwarz verschleierten Frauen auf ruhmreiche Vergangenheit.

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Persepolis © Wolfgang Stoephasius

Das Grabmal des Hafiz in Shiraz erinnert an einen gelehrten Sufi, der mit seiner Poesie Goethe zum seinem „West-östlicher Divan“ inspiriert hat.

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Shiraz © Wolfgang Stoephasius

Im gesamten Land findet man diese fest installierten Sammelbüchsen. Der Erlös soll angeblich den Armen zugutekommen. Unter vorgehaltener Hand wird kolportiert, dass er in Wirklichkeit zur Unterstützung der terroristischen Hisbollah im Nahen Osten verwendet wird.

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Sammelbüchse © Wolfgang Stoephasius

Die Prachtbauten in Isfahan, wie hier die Freitagsmoschee,  waren Vorbild für die sakralen Bauten in ganz Zentralasien.

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Isfahan © Wolfgang Stoephasius

Der schiitische Islam im Iran unterscheidet sich von den „Steinzeit“-Islamisten in Saudi-Arabien dadurch, dass christliche Religionen durchaus geduldet werden. Armenischen Christen wird sogar zugestanden in dem „trockenen“ Land für den Gottesdienst Messwein herzustellen. Auch freizügige Malereien in bestimmten Kirchen werden toleriert.

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Altargemälde in der armenischen Kathedrale © Wolfgang Stoephasius

Maschhad mit dem Imām-Reza-Schrein ist eine der heiligen Städte im Iran. Hier mussten sich unsere Frauen erstmals mit einem geliehenen Ganzkörperanzug kleiden, sonst genügte ein locker gebundenes Kopftuch.

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Maschhad © Wolfgang Stoephasius

Iran, veraltet als Persien bezeichnet, ist ein Staat in Vorderasien. Mit rund 75 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt er zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde. Hauptstadt ist Teheran, Währung der  Iranischer Rial und Amtssprache ist Persisch. Das Land ist seit 1979, als im Zuge der Islamischen Revolution der letzte Schah gestürzt wurde, ein Gottesstaat, der sich als islamische Republik bezeichnet. Der Iran besteht zum Großteil aus hohen Gebirgen und trockenen, wüstenhaften Becken. Seine Lage zwischen dem Kaspischen Meer und dem Persischen Golf und besonders an der Straße von Hormus macht ihn zu einem Gebiet von hoher geostrategischer Bedeutung mit langer, bis in die Antike zurückreichender Geschichte.

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Der Iran grenzt an sieben Staaten: im Westen und Nordwesten an den Irak (Grenzlinie 1609 Kilometer), die Türkei (511 Kilometer), Aserbaidschan (800 Kilometer) und Armenien (48 Kilometer), im Nordosten und Osten an Turkmenistan (1205 Kilometer) sowie im Osten und Südosten an Afghanistan (945 Kilometer) und Pakistan (978 Kilometer). Der Iran hat heute eine Einwohnerzahl, die etwa jener Deutschlands entspricht, die sich jedoch auf ein viereinhalb mal so großes Territorium verteilt. Die durchschnittliche Bevölkerungs- dichte beträgt somit 46 Einwohner/km². Die Verteilung der Einwohner ist jedoch sehr ungleichmäßig. Die vermittelnde Lage des Iran zwischen Zentralasien, Kleinasien, Arabien und dem indischen Subkontinent haben zu einer hohen ethnischen Vielfalt geführt. Die größte ethnische Gruppe im heutigen Iran ist indogermanischen Ursprunges. Die Völker indogermanischen Ursprunges dominieren das Land heute zahlenmäßig. Zwischen 60 und 65 % der Bevölkerung zählen sich zu den Persern; das iranische Hochland ist fast ausschließlich persisch besiedelt. Westlich des persischen Siedlungsgebietes leben die Kurden, die 7 bis 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachen und die größtenteils dem sunnitischen Islam anhängen, und die tendenziell schiitischen Luren (6 % der Bevölkerung des Iran). Im Osten Irans leben die ebenfalls sunnitischen Belutschen, die 2 % der Bevölkerung stellen. Kleinere indogermanische Völker sind z.B. die Bachtiaren. Völker türkischer Abstammung sind vor allem die zumeist schiitischen Aserbaidschaner, die 17 bis 21 % der Bevölkerung Irans ausmachen und im Nordwesten des Landes wohnen. Die meist sunnitischen  Turkmenen bewohnen die nördlichen Steppengebiete, darüber hinaus gibt es zahlreiche, über das ganze Land verstreute Inseln türkischstämmiger Bevölkerungsgruppen, zu denen die Kaschgai gehören. Die Araber des Iran leben im Südwesten an der Grenze zum Irak, sie machen etwa 2 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Iran lebt nicht zuletzt eine große Zahl sehr kleiner Ethnien, die teils schon vor der Ankunft der Perser im Iran lebte (wie die Assyrer) oder die künstlich im Lande angesiedelt wurden (wie die Armenier). Trotz Modernisierung und einer fünfzig Jahre dauernden Säkularisierung unter den Pahlavi ist der Iran heute ein Staat, in dem die Religion fast jeden Aspekt des sozialen Lebens durchdringt. Amnesty International kritisiert weiter die iranischen Gerichte bzw. Sondergerichte wegen Nichteinhaltung der internationalen Standards für faire Verfahren. Folter und Misshandlungen an Gefangenen sind üblich. Der Iran ist nach einer kurzen Phase zurückgehender Hinrichtungszahlen seit mehreren Jahren (Stand 2015) gemessen an der Bevölkerungszahl das Land mit den meisten Hinrichtungen. In absoluten Zahlen rangiert es heute an zweiter Stelle nach China. Freedom House bewertet das politische System des Iran im Jahr 2012 als „nicht frei“, mit großen Mängeln in den Bereichen der politischen Rechte, der Bürgerrechte und in einem generellen Abwärtstrend.[242] Im Demokratieindex von 2010 wird es als „autoritäres Regime“ eingestuft, wobei der mangelhafte Wahlprozess und die fehlende Akzeptanz der gesellschaftlichen Pluralität besonders negativ auffallen; es belegt Platz 158 von 167. Im Korruptionswahrnehmungsindex belegte der Iran im Jahr 2011 Platz 120 von 182. Quelle: Wikipedia.