Russland – Von der Ostsee an das Kaspische und Asowsche Meer (4)

Teil 4: Städte, die es für Jahrzehnte  auf der Landkarte nicht gab.

Wir haben am nächsten Tag frühmorgens die Schleuse Nummer 13 durchfahren. Die „Tschaikowsky“ liegt ziemlich lange im Stausee zwischen den beiden Schleusen, bis sie mit einer Stunde Verspätung in Schleuse 15 einfährt. Obwohl wir eine Stunde später als geplant aus der Schleuse heraus kommen, erreicht das Schiff planmäßig die Stadt Nishni Novgorod, mit 1,3 Millionen Einwohnern fünftgrößte Stadt Russlands. Die Stadtführerin bringt uns erst zur bunten Maria-Geburts-Kathedrale.

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Maria-Geburtskirche in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius

Die Aufpasserin ist so verärgert über unsere Mitreisenden, die sich nicht an das Fotografierverbot halten, dass sie einfach das Licht ausschaltet, welches die üppig vergoldete Altarwand beleuchtet. Wir fahren weiter zu dem Haus in welchem eins Maxim Gorki gelebt hat. Er wurde von den Stalinisten als Volksheld verehrt, obwohl er ein kapitalistisches Leben führte. Es war seinen Romanen aus der Welt der kleinen Leute geschuldet. Zu seinen Ehren wurde die Stadt sogar 1936 in Gorki umbenannt. Um seinen Tod ranken sich Verschwörungstheorien.

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Steinplatte mit Bild von Maxim Gorki in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius

Dann fahren wir zum Kreml (das Wort kommt aus dem Türkischen und bedeutet Festung), welcher über der Stadt thront.

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Kreml in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius

Militärgerät erinnert daran, dass die Stadt einst eine Zentrum der Waffenproduktion und für Ausländer gesperrt war.

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Kremlmauer in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius

Von hier hat man einen einmaligen Blick auf die Wolga und ihren Zufluss Oka.

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Wolgablick in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius 

Wir spazieren noch durch die Haupteinkaufsstraße mit westlichen Modegeschäften und der grandiosen Staatsbank.

 

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Staatsbank in Nishni Novgorod © Wolfgang Stoephasius

Weiter geht es flussabwärts und wir kommen an der Industriestadt Kosmodemjans und der Republik Tschuwaschien vorbei.

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Kosmodemjans © Wolfgang Stoephasius

Am frühen Nachmittag passieren wir Hafenanlagen und fahren in einem großen Bogen in den Binnenhafen von Kazan ein. Unsere Führerin hat tatarische Wurzeln. Wir sind in der Hauptstadt der Republik Tatarstan, hier darf neben Russisch Tatarisch gesprochen und gelehrt werden. Neben Russen und Tataren gibt es noch viele andere ethnische Minderheiten. Die Stadt wird vom Kreml überragt und macht auf uns einen sehr schönen Eindruck. Wir schauen erst zur Peter-Paul-Kathedrale mit weißblauen Türmchen, die an Bayern erinnern.

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Peter-Paul-Kathedrale in Kazan © Wolfgang Stoephasius

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Peter-Paul-Kathedrale in Kazan © Wolfgang Stoephasius

Wir gehen durch das Kremltor, die mächtige Mauer ist weiß getüncht. Unsere Führerin erzählt uns von den Katzen aus Kazan die in St. Petersburg zur Mäusebekämpfung eingesetzt wurden.

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Die Katzen im Kreml von Kazan

Der Kreml wird von der wunderschönen Kul-Sharif-Moschee überragt, wir dürfen von der Empore in den Innenraum schauen. Bei uns daheim kann leicht der Eindruck entstehen, dass in Russland nahezu die gesamte Bevölkerung der russische-orthodoxen Religion angehört und dabei wird leicht übersehen, dass 10 Prozent der Bevölkerung Muslime sind.

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Kul-Sharif-Moschee in Kazan © Wolfgang Stoephasius

In der prächtig ausgestatteten Maria-Verkündigungskathedrale hängt eine Kopie der wundertätigen Gottesmutter von Kazan.

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Kopie der wundertätigen Gottesmutter von Kazan in der Maria-Verkündigungskathedrale

Wir sehen den schiefen Sjujumbike-Turm und den mittlerweile beleuchteten ehemaligen Gouverneurspalast.

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Sjujumbike-Turm in Kazan © Wolfgang Stoephasius

Der Tag endet mit einem Bummel durch die Fußgängerzone mit etlichen Souvenirläden.

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Fußgängerzone in Kazan © Wolfgang Stoephasius

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