Die Wanderung von München nach Venedig (Rückblick)

 Tage 35 bis 37: Drei Tage in  Venedig.

Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir mit dem Bus nochmals nach Fusina und von dort mit der Fähre nach Venedig fahren sollen oder aber den direkten Bus zu nehmen und entscheiden uns für letzteres. Als wir an der Piazza Roma ankommen, schüttet es. Wir nehmen das öffentliche Boot zum Markusplatz und haben Mühe einen Sitzplatz zu ergattern. Das vorgebuchte Hotel „Ateneo“ liegt etwas versteckt hinter verwinkelten Gassen.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Wir können erst um 15 Uhr einchecken, lassen unsere Rucksäcke an der Rezeption und gehen erst mal zum Mittagessen in eine Pizzeria. Nach dem Bezug des winzigen Zimmers machen wir uns auf den Weg durch die verwinkelten Gassen der Lagunenstadt und stellen fest, dass ganz in der Nähe unseres Hotels das angesagte Theater „Fenice“ ist. Der Regen hat nachgelassen. Es ist bei weitem nicht der erste Aufenthalt hier, aber der marode gewisse Charme fasziniert immer wieder.

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Zurück am Markusplatz tritt gerade der Schauspieler Axel Milberg aus dem berühmten Cafe Florian und wir kommen mit ihm in ein kurzes Gespräch, ein liebenswerter Mensch. Wir lassen uns treiben und spazieren entlang der Kanäle.

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Der Blick in die Schaufenster der Souvenirläden signalisiert uns, dass der gesamte Kitsch fast ausschließlich aus China kommt. Ware aus den Glasbläsereien von Murano ist kaum  zu finden.

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In der Osteria „Marco Polo“ lassen wir uns ein superbes Fischmenü zu einem für venezianische Verhältnisse recht ordentlichen Preis servieren.

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Beim Frühstück am nächsten Morgen geht es verdammt eng zu. Vier Amis wollen unbedingt zusammensitzen, no chance. Durch enge Gässchen bahnen wir uns unseren Weg zu Rialtobrücke.

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Über die Piazza Roma finden wir den Weg zum Ghetto in welchem nach und nach wieder jüdisches Leben einzieht. Es ist Sabbat und das koschere Lokal ist voller Menschen, die aus der Synagoge kommen.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Die Sonne spitzt hinter den Wolken hervor und wir lassen uns vor einer Osteria im Freien zum Mittagessen nieder. Zurück am Markusplatz beschließen wir einmal im Leben im Cafe Florian einen Drink zu nehmen. 31 Euro für die beiden Rosso-Spritz sind ganz schön happig, aber dafür werden wir ausgewählt freundlich bedient und Schälchen mit Chips und Oliven werden uns auch hingestellt. Vier Chinesen bestellen sich gemeinsam eine Flasche Bier und insistieren so lange, bis ihnen der genervte Ober schließlich vier Gläser bringt.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Einer dieser Kreuzfahrriesen schiebt vorbei und verdunkelt den Horizont als wir unsere Erkundungstour fortsetzen. Der Charme ist dahin. Ein alter Mann  ist  von den vielen Touristen, die sich durch die Gassen drängen, ganz offensichtlich derart genervt, dass er sich wahllos den einen oder anderen von ihnen herauspickt und ihn wild beschimpft.

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Zum Abschluss unserer Reise besuchen  wir ein Konzert von „Virtuosi die Venezia“ mit Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Als wir den Rokoko-Palast verlassen, erstrahlt eine riesige Christusfigur.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Am nächsten Morgen bringt uns das Linienboot entlang des Canale Grande zum Bahnhof. Wieder regnete es in Strömen als wir den Zug nach München besteigen.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Am nächsten Morgen bringt uns das Linienboot entlang des Canale Grande zum Bahnhof. Wieder regnete es in Strömen als wir den Zug nach München besteigen.

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