Die Wanderung von München nach Venedig (Rückblick)

  Tag 22: Von Rovereto über Arco nach Torbole

Mario bereitet uns ein feines Frühstück zu und wir unterhalten uns radebrechend. Als wir talwärts marschieren, begegnen uns einige Afghanen in dem typischen Outfit mit Kamiz (langem über die Knie reichenden Hemd) und Turban oder Pakol (runder Wollmütze). Wir hätten nicht gedacht, dass diese Kriegsflüchtlinge auch abseits der Hauptroute in Richtung Norden anzutreffen sind. Entlang des Flüsschens Leno marschieren  wir hinunter zur Etsch. Auf der gegenüberliegenden Talseite geht es sanft hinauf in die Ortschaft Mori.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Der Ort zieht sich lang bergwärts bis zur Burg, dem Castel Albano, an dessen Turm eine riesige funktionierende Uhr prangt.

Castel Albano

Foto: Noritalien-Magazin

Am Ortsrand besorgen wir uns in einem Geschäft Brot, Käse und Kefir und picknicken auf einer Bank am Wegesrand. Allmählich erreichen wir die Höhe am Passo S. Giovanni. Von dem Dorf Nago haben wir von einem Gartenlokal einen fantastischen Blick auf den Gardasee und genießen göttlichen Apfelstrudel mit Cappuccino.

Blick von Nago auf Torbole

Foto: Google

Blöderweise nehmen wir den falschen Abstieg, kommen immer weiter nach Norden und landen schließlich am Fluss Sarca. Auf dieser Seite des Flusses führt kein Weg talwärts und wir müssen eine geraume Weile über schmale Pfade flussaufwärts laufen, bis wir bei Arco schließlich eine Brücke über den Fluss finden. Allerdings müssen wir zur Straße über einen Hang steil hinauf klettern.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Im Ort, umrahmt von  steilen Felsen, nimmt uns ein freundlicher Autofahrer mit hinunter nach Torbole, unserem heutigen Etappenziel. Wir haben ja schon Ende Oktober und viele Hotels und Pensionen sind bereits geschlossen. Nach einigem Suchen werden wir doch fündig und kommen in der Villa Clara zu einem günstigen Preis in einem geräumigen Zimmer unter. Im Lokal neben unserer Unterkunft lassen wir uns eine mächtige Portion Pasta schmecken und der Wirt gibt uns zum Abschluss einen Limoncello aus.

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(c) Wolfgang Stoephasius

Heute sind wir 25 Kilometer gelaufen.

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