CSD-Parade München

Am gestrigen Samstag zog die bunte Parade durch Münchens Straßen. Dieses Jahr stand sie insbesondere unter dem Motto „Familie“.

Bei all dem farbigen Spektakel soll man nicht vergessen, wie alles anfing. Es begann in New York 1969. Aus dem tiefen Süden der USA war Perry Brass kurz vor seinem 19. Geburtstag nach New York gekommen. Es war das Jahr 1966 – eine Zeit, als im ganzen Land die Proteste gegen den Vietnamkrieg tobten und die Hippiebewegung Sex, Drugs & Rock ´n´ Roll propagierte. Es tat sich etwas in der Gesellschaft. Doch die Homosexuellen profitierten kaum von dem neuen Zeitgeist. Nur die wenigsten lebten offen. Wer sich in den Großstädten überhaupt in die einschlägigen Bars traute, musste stets damit rechnen, bei einer der regelmäßigen Razzien verhaftet zu werden. Die Polizei setzte sogar Lockvögel ein, um schwule Männer auf frischer Tat ertappen und danach wegen Prostitution anklagen zu können. „Die Dinge standen wirklich schlecht“, erinnert sich Brass. „Es war die Zeit der freien Liebe, und wir fragten uns: Hey, was ist mit unserer Liebe?“
Doch dann kommt der 28. Juni 1969 und verändert alles. Zum ersten Mal widersetzen sich Homosexuelle einer Polizei-Razzia in einer Schwulenbar: dem „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in New York City. Es ist ein gewaltsamer Tag. Aber zugleich ist es der Auftakt zu einer der größten Emanzipationsbewegungen – nicht nur in der Geschichte der USA.

Fünf Jahre später wurde in Deutschland der Paragraf 175 des StGB abgeschafft und vor einigen Wochen ist in den USA die Ehe unter Gleichgeschlechtlichen genehmigt worden. Das Weiße Haus wurde in der darauffolgenden Nacht in den Regenbogenfarben illuminiert, das sagt aber noch lange nichts über den gesamten Zustand des Landes.

Hier einige Fotos zu dem bunten Fest:

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Die beiden Bürgermeister Münchens führen die Parade an. (c) Wolfgang Stoephasius

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