Nordlandreise, Teil 2: Färöer-Inseln

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So gut auf halber Strecke hat das Fährschiff Norroena die Shetland-Insel passiert und ich hatte einen gigantischen Blick auf die Inselkette.

Nach 30 Stunden Fahrtzeit sollten wir in Toershavn auf den Färöern einlaufen. Bedingt durch starken Wellengang ging das aber nicht – und wir sind zu einem anderen ruhigeren Hafen geschippert. Von dort ging es mit Bussen nach Toershavn und ich war froh, dass ich dort bald eines der raren Taxis ergattern konnte, welches mich zum Hostel gebracht hat. Dort fand ich ein geräumiges pico bello sauberes Mehrbettzimmer vor, welches ich mir zum Glück nur mit einem netten Engländer teilen musste.

Eine kleine Wanderung führte auf den höchsten Berg der Färöer auf 850 Metern Meereshöhe. Es war eine phantastische  Tour bei schönem Wetter, immer wieder heftigem Wind und einmaligen Ausblicken auf grüne Landschaft (es gibt keine Bäume, alle werden vom Wind weggeblasen) und bizarren Felsformationen über glitzernden Meeresarmen. Wasserfälle stürzen herab. Ich bin dann ans Meer hinunter gelaufen und habe eines dieser niedlichen Fischerdörfer mit den bunten Häuschen besucht. An den folgenden Tagen habe ich die „Hauptstadt“ und die nähere Umgebung erkundet. Thornshavn hat so um die 19 000 Einwohner, hier lebt fast die Hälfte der Bevölkerung des Atolls. Die Stadt liegt ziemlich weit verstreut über eine weite Hügellandschaft über dem Meer. Die Randgebiete habe ich mit den kostenlosen öffentlichen Bussen erkundet. Die Gegend um den Hafen ist recht malerisch mit den vielen bunten und grasbewachsenen Häusern und den ankernden Schiffen.

Die Färöer liegen im Nordatlantik so zwischen Norwegen und Island. Sie bestehen aus 18 Inseln, auf denen gerade mal knapp 50000 Menschen leben. Die Bewohner kamen vor ungefähr 1000 Jahren von Norwegen hierher, weil sie vor einem blutrünstigen Fürsten abgehauen sind. Sie sprechen Alt-Norwegisch, also so, wie einst die Wikinger geredet haben. Das Atoll war zunächst dänische Kolonie, ist nun aber quasi selbstständig. Es werden sogar eigene Geldscheine gedruckt. Nur Außen- und Verteidigungspolitik ist Sache der dänischen Regierung, allerdings haben die Färöer ein Mitspracherecht. Folgerichtig gehören sie auch nicht zur EG. 97 Prozent des Inlandproduktes wird durch Fischerei erwirtschaftet. Dazu gehört bedauerlicherweise auch der allgemein geächtete Walfang. Interessant ist, dass nach einer Recherche von „National Geographie Traveller“ aus dem Jahre 2007, in welcher 107 Atolle geprüft wurden (darunter so Traumziele wie Hawaii, Bermudas etc.) die Färöer auf Nummer EINS!!! landeten.

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Fortsetzung folgt – Nächstes Ziel: Island

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