Zugfahrt von Skaguay (Alaska) zum White Pass

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Als am 14. Juli 1897 zwei Schiffe mit einer großen Ladung Gold in San Francisco eintrafen, setzte ein irrer Run von Menschen nach Alaska ein. Hatte Skaguay vorher nur einige wenige Seelen als Einwohner zu vermelden, hausten  im Jahre 1898 an die 10000 Abenteurer in elenden Umständen hier, um sich auf den 1000 Kilometer langen Marsch über das menschenfeindliche Gebirge in Richtung Klondike-Fluss machen. Glücklich sind wohl die wenigsten von ihnen geworden, vorausgesetzt, dass sie überhaupt die Strapazen des langen Marsches überstanden. Hatten sie bei elender Schufterei einen Schatz ergattert, war dieser bald zerronnen wie gewonnen. Über 3000 für den Transport gebrauchte Pferde oder Maultiere kamen um, weil sie in Abgründe stürzten oder vor Erschöpfung starben, vielen Glücksrittern ging es genauso. Im Jahre 1898 wurde mit dem Bau der Eisenbahn über den Pass begonnen, die in Rekordzeit vollendet wurde und dadurch einige Erleichterung geschaffen. Auf diesen Gleisen folgen wir im Mai 2012 den Pfaden der Glücksritter. Im Ort ist Frühling eingekehrt und die Birken und Nadelbäume zeigen sich im grünen  Kleid. Wir fahren mit dem von zwei mächtigen Dieselloks gezogenen Zug, welcher auf alt getrimmt ist, in zweistündiger Fahrt durch atemberaubende Landschaft hinauf zum knapp 1000 Meter hoch gelegenen Whitepass, unter uns steile Abbrüche, kühne Brückenkonstruktionen werden überquert und wir kommen im Winter zwischen meterhohen Schneewänden am Ziel an, welches bereits auf kanadischer Seite liegt.

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