Für und Wider G7

Heute treten sie wieder ihrer Heimreise an, die Teilnehmer von G7.

Ist es gut, dass aus G8 nun wieder G7 geworden ist?

Ich will nicht werten, versuche nur die Fakten zu ordnen.

Einige  Befürworter sagen, der Gipfel bilde eine Wertegemeinschaft. Putin habe mit der Annektion der Krim Völkerrecht verletzt und gehöre deshalb nicht dazu.

In Heiligendamm war vor acht Jahren George W. Bush dabei. Er hatte mit der Invasion im Irak ebenfalls das Völkerrecht auf das Schlimmste verletzt und war dennoch dabei.

Einige Befürworter sagen, der Gipfel sei das Treffen der Führer westlicher Demokratien.

Gehört Japan zum Westen?

Einige Befürworter sagen, Putin regiere undemokratisch, sei kein wirklicher Demokrat nach unseren Werten. Japan und die USA vollstrecken die Todesstrafe, sind das unsere Werte?

Warten wir ab, werden die sieben Macher ihre Aufgaben erfüllen? Sich für den Klimaschutz einsetzen? Wirklich etwas gegen den Hunger und die Krankheiten in der Dritten Welt tun? Wirksame Mittel gegen den Terrorismus auf unserem Planeten finden?

Nächstes Jahr ist wieder G7, vielleicht sogar G8. Wo werden wir da stehen?

Das Konzept der Sicherheitskräfte ist aufgegangen, es hat keine ernsthaften Störungen gegeben. In Zeiten wie diesen darf man militanten Störern keinen Raum lassen. Die brutalen Ausschreitungen  vor Eröffnung der neuen EZB-Zentrale  im März haben gezeigt, dass bei solchen Ereignissen eine massive Polizeipräsenz unabdingbar ist, auch wenn das martialische Auftreten manchmal befremdlich wirken muss. Es ist an der Zeit, dass sich Veranstalter von Demonstrationen, ein hohes Recht in der Demokratie, kompromisslos von Störern distanzieren. Es geht gar nicht, dass der eine oder andere von ihnen bei einem Polizeieinsatz gegen gewalttätige Demonstranten gebetsmühlenartig die Polizei für die Eskalation verantwortlich macht.

Sei es wie es wolle. Bayern hat sich von seiner besten Seite gezeigt, der „Herrgott“, den es vielleicht gar nicht gibt, hat sich am Eröffnungstag von seiner besten Seite gezeigt und den Gästen eine Stück bayerisches Paradies beschert. Dieses Postkartenidyll ist um die Welt gegangen – und ein Obama mit Weißbier, was kann sich die bayerische Fremdenverkehrswerbung mehr wünschen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s