Rueckblick auf eine Woche im Ionischen Meer

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Das ist der Blick von der Taverne von „unserem“ Hotel

Gestern haben wir mit dem Schiff die Insel im noerdlichen Teil umrundet. Hoehepunkt war das Anlaufen der sogenannten Schmugglerbucht. Diese hat ihren Namen von dem Schiffswrack, welches dort verrottet. Schmuggler hatten es in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts in dieser spektakulaeren Bucht an Land gebracht und in Brand gesetzt. Sie waren auf der Flucht vor der Kuestenwache und wollten so Beweismittel vernichten. Das ist ihnen nicht gelungen. Die Fracht wurde von Inselbewohnern geborgen und auf dem Schwarzmarkt verhoekert. Der Kapitaen bekam fuenf Jahre Gefaengnis, haette aber einen Orden verdient, schliesslich ist das Wrack nun die Hauptattraktion auf der Insel und bringt jede Menge Touristen hierher. Vor einigen Tagen hatten wir die Bucht von oben einsehen koennen. Dort gibt es eine Plattform, wenn man sich ganz weit vorbeugt, kann man ganz gut in die Bucht schauen. Einst war sie zehn Meter laenger. Das war den Bootsleuten, welche die Touris in die Bucht bringen, gar nicht recht, denn viele der Besucher verzichteten auf die Bootsfahrt, welche den Skippern viel Geld bringt. So wurde die Plattform in einer Nacht- und Nebelaktion einfach abgesaegt. Nun muss man sich von dort oben weit vorbeugen, um einen Blick auf die spektakulaere Bucht zu erlangen. Ich finde, dass mein Foto von oben mehr hergibt, als das vom Wasser aus. Hier ist der Vergleich:

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Die Bucht von See aus gesehen

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Der Blick von der Plattform aus

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Von der Taverne des Hotels haben wir einen schoenen Blick auf die „Schildkroeteninsel“ – und die sieht doch wirklich so aus

Heute Abend steigen wir wieder in den Flieger nach Muenchen. Wir haben uns auf dieser malerischen Insel mit seinen freundlichen Menschen sehr wohl gefuehlt, kein Anflug von Deutschfeindlichkeit. Vor der Taverne haengt die griechische Fahne schlapp auf einem Felsen und droht im Meer zu versinken. Das kommt uns vor wie eine Parabel auf die heutige Tragodie Griechenlands. Wird sie ganz untergehen, oder doch noch ueber Wasser bleiben. Wir denken an den Griechen Alexis Sorbas, der auf leichtsinnige Art das Vermoegen des Schriftstellers Basil durchgebracht hat. Als die letzte Hoffnung, naemlich die provisorische Seilbahn, zusammenkracht tanzen beide den Sirtaki, der Westeuropaer und der Mann aus Hellas. Wir druecken den Daumen, dass sie noch lange gemeinsam tanzen.

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