Südseeklänge in München

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Als ich heute Nachmittag durch München radelte, zermarterte ich mir den Kopf, was ich in meinen Blog schreiben sollte. Seit gestern haben sich die schlechten Meldungen gehäuft: Vor 70 Jahren Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, der IS zerstört im irakischen Nimrud eines der wichtigsten Erbe der Menschheit, der große Literat Günter Grass gestorben. Welches Thema sollte ich nehmen?

Als ich von der Dienerstraße zum Max-Joseph-Platz kam, hörte ich Südseeklänge. Eine Gipsy-Gruppe aus der Slowakei sorgte für Stimmung. Sechs Männer, vier davon mit der Gitarre, einer mit dem Tamburin und der sechste auf einem Holzsitz, der als Perkussionsinstrument diente und vier Mädels die sangen. Menschen auf dem Weg von der Arbeit eilten vorbei, andere blieben stehen, begannen sich im Rhythmus zu wiegen, arabische Familien mit Luis Vuitton-Tüten bepackt gingen stumm vorbei, einige von ihnen warfen flüchtig eine Münze in den Sammelkorb, aber so manche Frau in ihrer schwarzen Kleidung blieb ebenfalls stehen und lauschte. Ich schloss die Augen, Erinnerungen von Palmstränden auf Bora Bora, Rarotonga,  Aitutaki, Waikiki oder Morea kamen auf. So schön kann München sein. Beim Weiterradeln musste ich mich zwingen, die Augen wieder zu öffnen.

Hier ein Link zu einem Auftritt der Gründer der Gruppe vor vier Jahren in Ansbach (einfach auf den Link klicken):

https://www.youtube.com/watch?v=hIkfKPOKdCk

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