Servus Helmut Dietl

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„So is im Leben, zerst is sche und dann is auf amoi vorbei“ sagt der Gustl. Er sitzt mit Tscharlie und Achmed an der Isar im „langen Weg nach Sacramento“  in den „Münchner G‘schichten“. Vierzig Jahre später ist es vorbei. Der geniale Mensch Helmut Dietl, der uns so viel Freude bereitet hat, ist nicht mehr. Als er bei der Verleihung des Ehrenpreises der Deutschen Filmakademie im Mai 2014 seine Dankesrede sprach, endete diese mit den Worten „Wenn es Ihnen recht ist, geh ich jetzt“. Es ist mir und Millionen anderen gar nicht recht, dass er jetzt gegangen ist. Danke Helmut Dietl – und „Ois is Chicago“.

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Die Flugzeugtragödie in den französischen Alpen

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Die Toten oder was von ihnen übrig geblieben ist, sind bei weitem noch nicht alle geborgen, da werden schon fleißig Verschwörungstheorien entwickelt. Besonders tut sich dabei wieder einmal der Oberverschwörungstheoretiker Gerhard Wisnewski hervor, der natürlich sofort seinen Senf dazu geben  muss. Ginge es nach diesem komischen Vogel, waren die Amerikaner nie auf dem Mond, NineElven war das Werk von CIA und Mossad, hinter  jeglicher Art von Terrorismus (ob RAF oder IS) stecken  finstere Mächte aus den Giftküchen westlicher Geheimdienste.

Timo Lokoschat hat zu den Verschwörungstheorien zum Flugzeugabsturz einen gescheiten Artikel in der heutigen Abendzeitung geschrieben, der auch auf AZ-Online zu finden ist. Hier ist der Link zu „Laserstrahlen, Mossad und Chemtrails“:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.verschwoerungstheorien-zu-4u9525-laserstrahlen-mossad-und-chemtrails.6ff7d31c-fbe6-4adb-b8ab-5fc3e4353faa.html

Weinfreundschaften im fränkischen Iphofen

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Am Freitag geht es mit dem  Regionalexpress flott von München nach Nürnberg. Wir unterbrechen gleich gegenüber des Bahnhofs im Handwerkerhof und essen deftig im Bratwurstglöcklein, dazu gibt es ein gschmackiges Fassbier. Angekommen in Iphofen laufen wir zehn Minuten zum Gästehaus des Weingutes Gebrüder Müller. Wir haben ein schönes geräumiges Zimmer im ersten Stock. Später machen wir uns auf Erkundungsrundgang und landen in der Vinothek, machen uns mit dem Architekten Walter Böhm mit seiner Lebensgefährtin aus Eichstätt bekannt. Er hat den Umbau des Ensembles gestaltet, dabei wurden ein Fachwerkshaus und ein Teil der alten Friedhofsmauer integriert. Die Künstlerin Catherine Avak (im Vorstand der Typographischen Gesellschaft) hat über 30 Jahre in der Münchner Agnesstraße gelebt und eröffnet im Mai dieses Jahres die „Schule für Fotografie und Design“ in einem neu gestalteten Bauensemble in Iphofen, ebenfalls von Architekt Böhm geplant.  Auch der Bürgermeister, Herr Josef Mend, von den Freien Wählern kommt zeitweise zu uns. Später geht es in so eine Art Empfangssaal und wir merken, dass eigentlich ein offizieller Empfang stadtfindet. Wir sind willkommen und zu Secco, Wein und kleinem Imbiss eingeladen. Mit dieser Veranstaltung beginnen die sogenannten Weinfreundschaften. Den Abend beschließen wir mit einem Besuch Weinbistro, es gehört zur Winzergenossenschaft. Zunächst ist nur ein Gast anwesend, später stellt sich heraus, dass er der Kutscher ist. Ein Ehepaar aus Offenburg mit einem großen Schäferhund kommt hinzu (sie sind mit dem Wohnmobil unterwegs). Die Bedienung hat einige Jahre am Flughafen in München gearbeitet und den Umzug im Jahre 1992 miterlebt, eine logistische Meisterleistung.

Unter blauem Himmel machen wir uns am Samstag auf zum Stadtrundgang auf. Er beginnt gleich gegenüber unserer Unterkunft beim Zehntkeller, einst ein Mönchshof, nun ein Edelhotel mit Restaurant. Vorbei am Pesttor, durch welches einst die am „Schwarzen Tod“ gestorbenen zum Friedhof gekarrt wurden, spazieren wir zum Weingut Wirsching, mir seit Jahren bestens bekannt. Sogar in Spitzbergen bekam ich zu einem arktischen Menü Silvaner von diesem Winzer serviert. Im Eulenturm verfaulten einst die zum Tod Verurteilten. Am östlichen Einersheimer Tor wurden 1525 die Bibarter Bauern gestoppt, die Pechnase ist heute noch zu sehen. Der Marienbrunnen auf dem Marktplatz wird für Ostern geschmückt, er liegt vor dem barocken Rathaus. Dahinter besuchen wir die „Iphöfer Geschichten“, ein kleines Museum, in welchem anhand von Nachbildungen über die Geschichte der Stadt erzählt wird. Bildstöcke, Brunnen- und Hausfiguren aus Sandstein sind hier vor Witterungseinflüssen und Umweltgiften geschützt. In der Stadtpfarrkirche bewundern wir ein Werk von Tilmann Riemenschneider, den Evangelisten Johannes. Der wuchtige Mittagsturm war einst Verwahrort der „Malefizpersonen“. Gleich dahinter stoßen wir auf das Rödelseer Tor. Der Fachwerkbau ist das Wahrzeichen des Städtchens. Auch der Bürgerturm mit seiner welschen Haube, ein Eckturm in der Stadtmauer, war einst Gefängnis. Allmählich kommt uns der Verdacht, dass im Mittelalter die halbe Stadt eingesperrt war. Ganz in der Nähe liegt der Henkersturm. Dieser Berufsstand war nicht sonderlich geachtet, zählte zum anrüchigen Gewerbe, kaum jemand wollte mit solch „unehrlichen“ Leuten etwas zu tun haben. Zeitweise sitzen wir auf einer Bank auf dem Spazierweg entlang der Stadtmauer in der Sonne. Durch das Mainbernheimer Tor geht es wieder zurück in den Ort. Nach einem Blick in die frisch renovierte Spitalkirche mit Figuren aus der Riemenschneider-Schule schauen wir zur Kirche zum Heiligen Blut, die wird allerdings renoviert. Überhaupt sind in der Stadt viele Renovierungs- und Umbauarbeiten im Gange. Zum Abschluss sitzen wir im Garten vor dem Weinbistro in der Sonne, machen Brotzeit zum Wein und unterhalten uns mit drei Würzburgern, einer der beiden Männer arbeitet bei der Polizei und wir haben wieder mal einen gemeinsamen Bekannten. Ich richte schöne Grüße aus. Vor lauter heiteren Gesprächen unter der Sonne vergessen wir, dass uns der Kutscher eigentlich zu einer Rundfahrt eingeladen hat. Am Abend kommen wir zurück ins Weinbistro, dieses Mal ist es bis auf den letzten Platz belegt. Neben vielen Gästen muss sich die Bedienung um einen Tisch kümmern, dort wurde eine Weinprobe bestellt. Einigen dieser Gäste ist die ständige Beschäftigung mit ihrem Smartphone eigentlich wichtiger als der Weingenuss.

Am Sonntag ziehen dicke Wolken auf und wir beschließen schon am Vormittag zurück zu fahren. Kurz nach Ingolstadt gibt es einen Zwangstopp wegen Vandalismus. Irgendwelche Idioten haben Gegenstände von einer Baustelle auf die Schienen geworfen. Zum Glück sind keine schwerwiegenden Schäden entstanden und wir können bald weiter fahren.

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Lebenslinien in der Mediathek

Erös

Einige von euch konnten vielleicht die Lebenslinien-Sendung über Dr. Erös im Bayerischen Fernsehen am vergangenen Montag nicht empfangen oder  nicht sehen.

Hier ist der Link zur Aufzeichnung der TV-Dokumentation zu seiner bewundernswerten Arbeit  unter dem Motto „Nicht Reden, Tun! “ in der Mediathek:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/lebenslinien/nicht-reden-tun-134.html#tab=bcastInfo&jump=tab

Stellvertreterkriege in der muslimischen Welt

Auch wenn uns die schrecklichen Ereignisse und neuen Erkenntnisse rund um den Absturz des Airbus bewegen, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass in Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten ein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi Arabien und dem Iran aber  letztlich auch zwischen den USA und Russland stattfindet. Der  massive Militäreinsatz mit schweren Luftschlägen der Truppen Saudi Arabiens und der Golfstaaten im Jemen gegen die schiitischen Milizen geht mit einem entsetzlichen Leiden der Zivilbevölkerung einher. So zerfällt nach Libyen, Syrien und dem Irak wieder ein Staat. Man könnte vor Wut schreien!

Untersuchungsausschuss Schottdorf

Gestern Abend war ein interessanter Beitrag in Frontal 21 zu sehen, der den Verdacht auf einen Justizskandal in Bayern nahelegt. Ich bin stolz auf die beiden Kollegen vom Bayerischen Landeskriminalamt Robert Mahler und Stephan Sattler, die sich nicht weich klopfen lassen und alles dafür tun, dass dieser Skandal aufgedeckt wird.

Hier ist der Link zu dem Beitrag in Frontal 21:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/460#/beitrag/video/2369466/Justizskandal?-Deal-mit-Laborunternehmer

Flugzeugabsturz

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Liebe Follower,

vorhin bin ich von einer Radltour durch München zurück gekommen und hatte vor, etwas Lustiges darüber zu schreiben. Dann hörte ich vom Absturz des Airbus 320 in Frankreich und dass 16 Schüler mit zwei Lehrkräften auf dem Rückkehr von einem Schüleraustausch unter den 150 Opfern sind. Dann habe ich beschlossen, erst mal zu schweigen und der Opfer, ihrer Familien und Freunde zu gedenken.

Herzlichst euer Wolfgang

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Dr. Reinhard Erös

Die Tinte der Schüler ist heiliger als das Blut der Märtyrer, hat Reinhard Erös an eine Schule in Afghanistan geschrieben – vor den Augen der Taliban.

Liebe Besucher meines Blogs, ich will euch den Beitrag über Reinhard Erös heute Abend um 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen noch einmal ans Herz legen.

Im Oktober 2005 hat es in Pakistan ein schweres Erdbeben mit nahezu 100000 Todesopfern gegeben. Während ich kurz nach dieser Naturkatastrophe in der pakistanischen Unruheprovinz Waziristan in der Nähe der afghanischen Grenze herumreiste, hatte sich der Niederbayer von  Peshāwar, der Provinzhauptstadt, aus in die nahezu unzugänglichen Gebirgsregionen auf den Weg gemacht und in völlig unkonventioneller Art für ganze Dorfgemeinschaften, die durch die Zerstörungen des Bebens obdachlos geworden waren, Hilfsmaßnahmen eingeleitet, damit sie den beginnenden Winter überleben konnten. Jahre später habe  ich davon in einem seiner  Bücher gelesen.

Zu obigem Bild: Die Tinte der Schüler ist heiliger als das Blut der Märtyrer, hat Reinhard Erös an eine Schule in Afghanistan geschrieben – vor den Augen der Taliban.

Hier noch ein kurzer Trailer:

http://www.ardmediathek.de/tv/Lebenslinien/Trailer-Nicht-reden-Tun-/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=26493018&bcastId=14913740