Etwas Strand und Karneval

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Der gestrige Tag begann wie üblich nach einem üppigen Frühstück bei unserer lieben Gastgeberin, der lieben Joalice, in ihrer Küche ist viel typisches aus Bahia, viele Gerichte haben afrikanischen Ursprung, es wird Yams, Capioca und  tropisches Obst verwendet, daraus zaubert sie köstliche Säfte. Wir finden endlich die am nächsten gelegene Bushaltestelle und bald kommt ein Bus zum Fähranleger von Sao Joacuim. Beim Kartenkauf gibt es Konfusionen, weil die junge Frau am Schalter unbedingt unsere Ausweise sehen will. Verständnislos krame ich die Paßkopie aus meiner Bauchtasche. Bingo – wir dürfen umsonst fahren, weil wir über 60 sind. Die Fahrt auf die Halbinsel dauert eine knappe Stunde und wir gehen an einer endlosen Schlange von Wartenden vorbei. Das kann ja bei der Rückfahrt heiter werden!? Schließlich kommen wir zu einem kleinen Strand. In einer Kneipe wird ein Tisch mit Stühlen für uns aus einer Bude geholt, wir setzen uns und schauen bei zwei Flaschen Bier im Kühler dem Treiben der badenden und faulenzenden Menschen zu, darunter ganz schön fette Typen. Wir bestellen frittierten Fisch mit Salat, der ist wirklich gut und die Rechnung ist auch in Ordnung. Zum Glück ist die Menschenschlange kleiner geworden und es dauert nicht lange bis wir wieder an Bord der Autofähre sind. Am Anleger nehmen wir ein Taxi zu Kirche „Bomfim“, dort wo Ahnenglaube auf Christentum trifft. Gleich beim Aussteigen bekommen wir zwei der angeblich glücksbringenden Bändchen um das Handgelenk gebunden und ein paar Komplimente zu unserer Nationalelf gleich mit drauf. Wie kaufen einige der Bändchen und die beiden Verkäufer teilen sich die Summe brüderlich. Es dauert nicht lange und wir finden einen Bus Richtung Zentrum. Mein Orientierungssinn klappt und wir steigen nach dem Tunnel aus und sind nach kurzem Fußmarsch am Pelourinho, dem historischen Teil der Stadt, hier ist der Karneval im Endspurt. Am Terreiro de Jesus setzen wir uns vor den Stand von gestern zu einem Paar aus Paris auf Hochzeitsreise. Die Rückfahrt wird zur Albtraum, denn wir müssen eineinhalb Stunden auf den Bus warten, freundliche Leute helfen uns dabei, den richtigen Bus zu finden.

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