Deutschland trauert um Richard von Weizsäcker

weitzäcker

Gestern ist einer der ganz Großen aus der Generation der Nachkriegspolitiker von uns gegangen. Richard von Weizsäcker ist im Alter von 94 Jahren verstorben.

Als ein wichtiger Markstein seiner Amtszeit gilt die Rede vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, (<hier drauf klicken) in der er sich ohne Beschönigung mit den deutschen Verbrechen der Nazi-Zeit auseinandersetzte. Er bezeichnete den Tag des Kriegsendes und den Zusammenbruch des Nazi-Regimes als „Tag der Befreiung“.

Am 16. Mai 1985 brach ich zu einer großen Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn in Richtung China auf. Mit im Gepäck hatte ich einige Kopien der in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Rede und verteilte sie an Menschen, die ich in der Sowjetunion traf. Denn ein Kernsatz lautete:

„Wir gedenken aller Völker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der unsäglich vielen Bürger der Sowjetunion und der Polen, die ihr Leben verloren haben.“

In dem Link im Text sind Ausschnitte der Rede zu sehen und zu hören, in welchen die Kernsätze dieser historischen Rede wiedergegeben werden. Dreißig Jahre später immer noch und insbesondere im Hinblick auf Pegida und die Meinung vieler Deutscher zu Auschwitz aktueller denn je.

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