Wie ich zum Autor wurde

Wie ich zum Buchautor wurde

Es ist mal wieder spät geworden am Montag. Meine Kripo-Kollegen haben mich verlassen und ich stehe am Tresen meines Stammlokals, dem Wein-Feldmann in der Münchner Elvirastraße. Erika stellt mir zwei nette Typen vor: einen Schweizer und Fabian. Wie es so ist, wenn man angedudelt ist, wird mehr oder weniger blödsinniges Zeug gelabert. Fabian erzählt mir von der Schwester seines besten Freundes, Oli dem Professor aus Regensburg, die ein Erlebnis der anderen Art in Schubecks „Tiroler Stuben“  gehabt haben soll. Die Tischgemeinschaft hatte während des Essens mal da und dort vom Teller des anderen genascht. Das endete damit, dass mit der Rechnung eine „Rote Karte“ kam. Mir war die Story als sogenannte „Urbane Legende“ bekannt und schlug eine Wette um eine Flasche Cremant vor. Fabian und ich trafen uns einige Zeit wieder, er hatte die Wette verloren. Aber wir wurden Freunde, er der Journalist und ich der Ländersammler. So schrieb er über mich einen Artikel in der FAZ mit dem Titel „Bis ans Ende der Welt und noch viel weiter“, in welchem auch erwähnt wurde, dass ich ein Buch in Arbeit habe. Dieser Abhandlung erschien auch auf „Spiegel Online“ und eines Tages lag ein Brief vom angesagten Ullstein-Verlag in meinem Briefkasten und einige Wochen später war der Vertrag perfekt. Am 17. Juni 2016  erscheint mein Buch „In siebzig Jahren um die Welt“. Bei Amazon wird schon jetzt darauf hingewiesen. Hinter jedem erfolgreichen Schriftsteller verbergen sich 100 andere, deren Manuskripte nicht angenommen werden. Und hinter diesen 100 wiederum Hunderte mit einem Manuskript im Schubladen. Verdammt noch mal, was für ein Glück habe ich doch gehabt – und wer ist schuld? Der „Feldmann“ und ein klein wenig vielleicht der Alfons Schubeck.

7 Gedanken zu „Wie ich zum Autor wurde

  1. Glück im Sinne von Zufall, möchte ich das nicht nennen. Es ist das Ergebnis von positiv gepflegten Beziehungen und der eigenen Leidenschaft für das was man tut und lebt. So zieht man man die Menschen an, die gerade richtig und wichtig für einen sind. Und so wird man vielleicht auch zum Bestsellerautor. 😉
    Viel Erfolg und viele Lesungs- oder Vortragsanfragen…
    LG WoMolix

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